Schwarzwaldverein Aichhalden: Abenteurer erkunden Höhlen, Felsen und geheimnisvolle Orte

Die Wandergruppe am Höhleneingang.
Schwarzwaldverein AichhaldenDie Wanderer machten sich auf zu einer laut Mitteilung spannenden 13 Kilometer langen Wanderung rund um die idyllisch gelegene Ortschaft Bärenthal. Trotz leichtem Regen zu Beginn ließ sich die Gruppe die Laune nicht verderben – schließlich warteten Höhlen, Felsen und geheimnisvolle Orte.
Nach etwa einer Stunde erreichte man die imposante Lengenfelshöhle, eine 36 Meter lange Karsthöhle, die neugierig erkundet wurde. In einer versteckten Kammer im hinteren Teil erfuhren die Wanderer spannende Details über ihre Entstehungsgeschichte. Gleich daneben lag die Lengenfelsdurchgangshöhle – durch einen schmalen Pfad passierte die Gruppe das mächtige, natürliche Felsentor.
Der Weg führte weiter zur einstigen Burg Lengenfels und über eine aussichtsreiche Hochebene. Dort zeigte sich kurz die Sonne, gerade rechtzeitig für die Pause am malerischen Aussichtspunkt Paterfels. Der Abstieg führte durch das klammartige Täle, vorbei an zwei gewaltigen Felsentoren, die mit etwas Klettergeschick erkundet wurden. Nach einem kurzen Abstecher durch den Ort Bärenthal entdeckten die Wanderer die Bärenthaler Tuffsteinkaskaden, einen stillgelegten Tuffsteinbruch und die geheimnisvolle Ölmühlenquelle.
Das Highlight wartete an einer kaum sichtbaren Stelle
Das Highlight der Wanderung wartete an einer kaum sichtbaren Stelle: das Montmilchloch, das nur mit etwas Geschick gefunden werden kann. Über einen steilen Hang und mithilfe von Seilen gelangte die Gruppe zum versteckten Einstieg der 80 Meter langen Tropfsteinhöhle, der rund 100 Meter oberhalb des Wanderwegs liegt.
Oben angekommen, legte man Helme und Stirnlampen an und wagte sich in die Tiefe. Durch eine steil abfallende 15 Meter lange Röhre erreichten die Abenteurer eine faszinierende, gekrümmte Höhlenhalle, geschmückt mit Tropfsteinen und der auffallenden, weißen „Montmilch“.
Natur regt zum Nachdenken an
Tief beeindruckt von dieser natürlichen Wunderwelt – einem Ort, der einst ein Korallenriff in einem urzeitlichen Meer war – trat die Gruppe den Rückweg an. Dabei kamen laut Mitteilung auch nachdenkliche Gespräche auf: über die Kraft der Natur, die Spuren der Zeit – und wie kurz das menschliches Dasein im Vergleich dazu ist.