Schule im Staat: Außengrenzen, Dobleronen und Parlament

Der Schul-Staat hat eine eigene Währung, die Doblerone. Mitglieder der Staatsbank sortieren Geldscheine, die Schüler und Lehrer für das Projekt eintauschen.
Schule- Gymnasium Schramberg wird zur „Deckenfreien Republik Bernecktal“ mit eigener Währung.
- Schüler erarbeiten Verfassung, gründen Parteien, wählen Parlament – Regierung trägt Verantwortung.
- Währung „Doblerone“, Staatsbank aktiv, Ministerien, Polizei und Außengrenzen gehören dazu.
- Zahlreiche Betriebe öffnen: Gastronomie, Antiquariat, Secondhand, Friseur, Nagelstudio, Handwerk.
- Öffnung für Besucher am Mittwoch, 22. Juli, ab 12 Uhr: fünf Euro gegen Dobleronen am Schulhof.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer das Gymnasium Schramberg kennt, kennt nicht nur die langen Flure und den Schulhof, sondern seit einiger Zeit auch die fehlenden Deckenverkleidungen. Genau daraus haben die Schülerinnen und Schüler nun mit einem Augenzwinkern einen Staatsnamen gemacht: Von Mittwoch, 22., bis Freitag, 24. Juli, verwandelt sich die Schule in die „Deckenfreie Republik Bernecktal“.
Was nach viel Theorie und einem Gedankenspiel klingt, ist längst bis ins kleinste Detail vorbereitet. Die Schüler haben eine Verfassung festgelegt, Parteien gegründet, Wahlkampf geführt und ein Parlament gewählt. Dort sind Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen vertreten. Bereits vor Start des Projekts fanden zahlreiche Parlamentssitzungen statt. Diskutiert wurden über Themen, die auch einen echten Staat beschäftigen: Steuern, Arbeitslosengeld, Diäten für Politiker, ehrenamtliche Arbeit – und auch Lobbyismus wurde entdeckt.
An der Spitze des Schulstaats steht zwar ein Monarchen-Tandem mit repräsentativer Funktion, doch die politische Verantwortung trägt die Regierung. Bundeskanzlerin Charlotte Wild aus Jahrgangsstufe 11. führt das Parlament. Ministerien, Polizei, Staatsbank und Außengrenzen gehören ebenso zur Republik wie eine eigene Währung.
Antiquariat und Nagelstudio
Vor allem aber soll im Bernecktal gewirtschaftet werden. Alle Schüler sowie die Lehrkräfte sind beteiligt und gründeten dutzende Betriebe. Neben zahlreichen gastronomischen Angeboten gibt es unter anderem ein Antiquariat, einen Secondhand-Laden, einen Friseursalon, ein Nagelstudio und einen Handwerksbetrieb, der Stühle aufarbeitet.
Damit der Staatsbetrieb funktioniert, investierten Schüler und Lehrer unzählige Stunden in die Organisation. Die Jugendlichen arbeiten zu festgelegten Zeiten in ihren Betrieben und müssen – je nach Klassenstufe – bestimmte Anwesenheitszeiten erfüllen. Über die neue Schülerkarte, die zugleich Schülerausweis und Mensakarte ist, können sie sich per Strichcode ein- und ausstempeln.
Um 12 Uhr geht's los
Am Mittwoch, 22. Juli, öffnet die Deckenfreie Republik Bernecktal ab 12 Uhr ihre Außengrenzen für die Öffentlichkeit. Besucher melden sich am Zugang zum Schulhof an und tauschen dort fünf Euro in „Dobleronen“, die Währung des Schulstaats. Anschließend können sie die Läden und Betriebe erkunden – und bei den Imbissständen ein Mittagessen in einem Staat genießen, den es so nur für drei Tage gibt.