Schramberger Friedensdekade
: Frieden soll mehr Gehör erhalten

Die ökumenische Friedensdekade findet vom 9. bis 19. November in Schramberg und bundesweit vielerorts statt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Vergangenes Jahr singen die Teilnehmer der Friedensdekade gemeinsam Friedenslieder auf dem Marktplatz. (Archivbild)

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Das Motto lautet dieses Jahr „Komm den Frieden wecken“. Örtliche Veranstalter sind der katholische Frauenbund, die katholische Kirchengemeinde St. Maria–Heilig Geist und die evangelische Kirchengemeinde Schramberg-Lauterbach.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hat erneut die Schirmherrschaft für die Veranstaltungsreihe übernommen.

In den derzeitigen hitzigen Aufrüstungsdebatten tut es laut den Veranstaltern gut, dem Frieden Gehör zu verschaffen, Konfliktkultur zu leben, Frieden zu schätzen, zu betrachten, Kriegsursachen zu benennen und um Frieden in der Welt zu beten. Daher haben sich unterschiedlichste gesellschaftliche Akteure zusammengetan und werden in der Ökumenischen Friedensdekade Zeichen der Friedenssehnsucht und des Friedenswillens setzen.

Zahlreiche Veranstaltungen bilden das Programm der diesjährigen Friedensdekade in Schramberg.

Auftakt der Reihe

Mit dem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 9.November, um 11 Uhr in der Sankt Maria-Kirche beginnt die diesjährigen Friedensdekade. Am Spätnachmittag um 17 Uhr desselben Sonntags, wird eingeladen zu einem Friedenskonzert der Musikschule in die evangelische Stadtkirche.

Ab Montag,10. November bis Mittwoch 19. November findet täglich ein morgendliches Friedensgebet statt von 7 bis 7.30 Uhr im Kirchturm Sankt Maria.

Vortrag über Victor Frankl

Am Montagabend, 10. November konnte die Volkshochschule Professor Boglarka Hadinger vom Institut für Logotherapie und Existenzanalyse Tübingen/Wien gewinnen, für einen Vortrag über Victor E. Frankl, Arzt, Begründer der Logotherapie und KZ-Überlebender. Der Vortrag trägt den Titel: „Aber die Völker der Welt wollen keinen Krieg“, was ein Zitat von Frankl ist. Der Vortrag findet um 19 Uhr im Elisabetha-Glöckler-Saal in Heiligenbronn statt.

Filmvorführung „All eure Gesichter“ im Subiaco-Kino

Auch am Montag, 10. November läuft im Subiacokino um 20 Uhr im Rahmen der Reihe Filme in Originalsprache auf Französisch „All Eure Gesichter“ von Jeanne Herry, 2023, es handelt sich um Täter-Opfer-Begegnungen in Gesprächsrunden, davon geht eine universelle Botschaft aus, wie es laut Veranstalter in einer Filmkritik heißt, an „unsere von Kulturkämpfen und politischen Fronten durchzogenen Gesellschaften: Sprecht mit-, nicht übereinander!“

Lesung von Jürgen Grässlin

In Kooperation mit der Buchhandlung Buchlese, liest am Mittwoch, 12. November Jürgen Grässlin, der bekannte Publizist, Friedensaktivist und Rüstungsgegner aus Freiburg aus seinem Mutmachbuch: „Wie Lichter in der Nacht“. Diese Veranstaltung findet im Schloss statt und beginnt um 19 Uhr.

Gebet des Friedensrosenkranz

Am Freitag, 14. November wird, wie jeden Freitag, um 18.30 Uhr in der Klosterkirche St. Gallus in Heiligenbronn der Friedensrosenkranz gebetet.

Filmvorführung „Die Schattenjäger“ im Subiaco-Kino

Am Freitag, 14. November um 19 Uhr zeigt das Subiaco-Kino den Film „Die Schattenjäger“, die Geschichte um einen im Exil lebenden Syrer, der nach einem Mann sucht, der ihn im Gefängnis gefoltert hat. Schuld, Rache, Sühne, Vergebung sind die thematischen Schlagworte zum Film.

Singen von Friedensliedern

Am Samstag, 15. November wird eingeladen zum öffentlichen, gemeinsamen Singen von Friedensliedern, um 11 Uhr auf dem Rathausplatz. Chöre, Musikgruppen und Instrumentalisten können sich hier gerne einbringen.

Filmvorführung „BelfastM“ im Subiaco-Kino

„Singe ma im Kino“ – diese beliebte Veranstaltung im Subiacokino geht am Sonntag, 16. November um 18 Uhr in die nächste Runde. Der anschließende, passende Film ist „BelfastM“, der den bis 1998 andauernden Nordirlandkonflikt mit den Augen eines Kindes betrachtet.

Vision einer Friedensbotschaft durch Völkerkrippen

Um die „Vision einer Friedensbotschaft durch die Völkerkrippen von Krippenbauer Albert Fehrenbacher“ geht es beim Vortrag von Hubert Haas am Dienstag, 18. November um 19 Uhr im Schramberger Schloss. Die Völkerkrippen haben in der alten Sankt Laurentiuskirche ihr Bleibe und das Friedensanliegen hat Hubert Haas auch in der jüngsten Ausgabe der „Kräz“ publiziert.

Projekte in Schramberger Kindergärten

Schramberger Kindergärten werden das Motto der Friedensdekade “Komm den Frieden wecken“ in ihrem Alltag aufgreifen, etwas dazu gestalten und in geeigneter Form in die Öffentlichkeit bringen.

Planung des Juks

Auch das Juks plant, in Kooperation mit Schulen, zum Tag der Kinderrechte eine Aktion zum Thema „Schutz vor Krieg/ Schutz vor Flucht“.

Weitere Beiträge

Lars Bornschein hat auch einen Friedensbeitrag im Dekadezeitraum angekündigt.

Abschluss der Reihe

Den liturgischen Abschluss der Friedensdekade bildet ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Lauterbach.

Permanenter Einsatz für den Frieden

Neben der Friedensdekade im November gibt es noch permanent die monatlichen Mahnwachen für Frieden, jeweils am ersten Freitag im Monat um 17 Uhr auf dem Rathausplatz, wo ein Friedensappell durch Stehen und Schweigen erfolgt.

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