Schnittkurs in Schiltach: So wurden neue Mitglieder gewonnen

Großes Interesse weckte die Veranstaltung zum Sommerschnitt.
Obst- und Gartenbauverein- Sommerschnittkurs in Schiltach lockte viele Interessierte aus Kinzigtal und Umgebung an.
- Hans-Peter Walter erklärte: Sommerschnitt hemmt Wachstum und verbessert die Kronenbelichtung.
- Schnittwunden heilen im Sommer schneller, im Winter bleiben sie länger offen für Erreger.
- Juniriss stieß auf Interesse – Wasserschosse werden entfernt, teils entsteht ein neuer Leitast.
- Empfehlung: eigentlicher Sommerschnitt erst ab Ende Juli; Kurs gewann neue Vereinsmitglieder.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei bestem Baumschneidewetter folgten zahlreiche interessierte Teilnehmer aus dem Kinzigtal, aus dem Landkreis Rottweil sowie dem Schwarzwald-Baar-Kreis der Einladung des Obst- und Gartenbauvereins Schiltach zum Schnittkurs „Sommerschnitt am Obstgehölz“. Veranstaltungsort war der Garten der Familie Walter auf dem Schlossberg.
Obst- und Gartenfachwart Hans-Peter Walter erläuterte die Besonderheiten des Sommerschnitts, der im Gegensatz zum Winterschnitt wachstumshemmend wirkt und sich besonders zur Regulierung stark wachsender Obstbäume eignet.
Bessere Belichtung der Krone
Zudem verheilen Schnittwunden im belaubten Zustand und der warmen Jahreszeit deutlich schneller, während sie im Winter im unbelaubten Zustand oft über Wochen und Monate als Eintrittspforten für Krankheitserreger offen bleiben. Ziel des Sommerschnitts ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fruchtbehang und Jungtrieben sowie eine bessere Belichtung der Baumkrone.
Besonderes Interesse galt dem sogenannten Juniriss, beziehungsweise Sommerriss. Dabei werden Wasserschoße mitsamt ihren schlafenden Augen herausgerissen. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der einfachen Anwendung und erfuhren außerdem, dass sich aus einem Wasserschoß durch gezielte Erziehung sogar ein neuer Leitast entwickeln kann.
Erst ab Ende Juli
Walter wies darauf hin, dass der eigentliche Sommerschnitt erst ab Ende Juli erfolgen sollte. Ein zu früher Eingriff könne unerwünschten Neuaustrieb oder sogar eine zweite Blüte auslösen. Im weiteren Verlauf des Kurses wurden verschiedene Erziehungsformen, Unterlagen und Obstarten sowie der fachgerechte Sommerschnitt bei Beerenobst vorgestellt.
Die durchweg positive Resonanz zeigte, dass der Sommerschnitt auch bei Hobbygärtnern auf großes Interesse stößt und mit dem richtigen Wissen gut umzusetzen ist. Erfreut zeigte sich auch die Vorsitzende Sonja Walter. Durch den Schneidekurs konnten mehrere neue Mitglieder für den Obst- und Gartenbauverein gewonnen werden.