Schiltacher Ausfahrt nach Gengenbach: Altes Handwerk wird durch Floßbau lebendig

Die Schiltacher Flößer waren mit zwei Flößen in Gengenbach zu Gast.
Flößer- Schiltacher Flößer traten beim „Wald-Holz-Flößertag“ in Gengenbach mit zwei Flößen an.
- Ein „Katzenfloß“ mit zwölf Zehn-Meter-Stämmen trug Trachtenkapelle und Kommunalvertreter.
- Dazu fuhr ein Kinzigtäler „Gestörfloß“ – etwa 70 Meter lang und 3,5 Meter breit.
- Beide Flöße umfassten rund 100 Stämme, gebunden mit „Wieden“ nach historischen Vorgaben.
- Wegen Niedrigwasser bauten die Flößer in Schwaibach zusammen – Empfang am Kinzigufer gelang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Schiltacher Flößer beteiligten sich dieses Mal gleich mit zwei unterschiedlichen Flößen, wie sie früher im Kinzigtal üblich waren. Zum Einsatz kam ein sogenanntes „Katzenfloß“, bestehend aus zwölf Stämmen mit zehn Metern Länge und zwei Rudern, hierauf war während der Floßfahrt eine Abordnung der Lehengerichter Trachtenkapelle und Vertreter der örtlichen Kommunalpolitik untergebracht.Das zweite Floß war ein sogenanntes Kinzigtäler „Gestörfloß“, bestehend aus sieben Gestören mit einer Länge von circa 70 Metern und einer Breite von 3,5 Metern. Dieses Floß entsprach in der Größe annähernd den Flößen wie sie früher, über Jahrhunderte, vom oberen Kinzigtal bis hinunter an den Rhein fuhren.
Beide Flöße zusammen bestanden aus circa 100 Stämmen, aus den Wäldern des oberen Kinzigtals. Gebaut wurden die Flöße nach historischen Vorgaben, gebunden mit den „Wieden“ (gedrehte Haselnussstangen), wie sie die Schiltacher Flößer noch selbst herstellen.
Zusammenbau in Schwaibach
Aufgrund der extremen Niedrigwasserabflüsse, mussten die Flöße im Staubereich auf Höhe der Ortschaft Schwaibach zusammengebaut werden.
Das am Vortag von den Flößern gebaute „Gestörfloß“ zählt wohl zu den größten neuzeitlich gebauten Flößen auf der Kinzig. Auch mit Blick auf die Strukturmaßen, die an der Kinzig in den kommenden Jahren geplant sind, war es den Flößern wichtig, ein Floß in annähernd Originalgröße zu bauen, so der Floßmeister der Schiltacher Flößer, Thomas Kipp.
Pünktlich um 15 Uhr, fuhren die Flöße unter Beteiligung vieler Zuschauer und der musikalischen Begleitung der Trachtenkapelle Lehengericht in den Festbereich beim Flößermuseum Gengenbach ein und machten am Kinzigufer fest. Natürlich spielte die Kapelle dabei auch das „Badnerlied“. Schon lange bestehen gute Beziehungen zur Stadt Gengenbach und den Mitgliedern des örtlichen „Wald- Holz-Flößermuseums“. Umso herzlicher war der Empfang der Flößer am Ufer der Kinzig. Wohl nicht das letzte Mal, war man sich unter den Flößern einig.
