Übergabe von Schaufloß: Ein Zeichen der Freundschaft unter den Kinzig-Flößern

Die Schiltacher Flößer bauen das Schaufloß in Willstätt auf.
Schiltacher Flößer- Schiltacher Flößer bauten für Willstätt ein Schaufloß – Zeichen der Verbindung beider Orte.
- Das Floß zeigt Vorplätz, mittleres Gestör und Sperre und misst drei Meter Breite, 25 Meter Länge.
- Im Dezember 2025 kam der Auftrag; im Februar 2026 wurde Douglasienholz geschlagen und vorbereitet.
- Die Errichtung in Willstätt gelang an einem Samstag im Juni, Übergabe war am Donnerstag, 11. Juni.
- Freundschaft besteht seit 2001: Historisch endete die Fahrt am Willstätter Weiher, Weiterfahrt nach Kehl.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Schaufloß zeigt die wesentlichen Elemente eines historischen Kinzigfloßes: das Vorplätz als Lenk-Gestör, ein mittleres Gestör sowie die Sperre als Bremsgestör. Mit einer Breite von drei Metern und einer Länge von 25 Metern ist es ein imposantes Zeugnis traditioneller Handwerkskunst.
Der Auftrag der Gemeinde Willstätt erreichte die Schiltacher Flößer im Dezember 2025. Bereits im Februar 2026 wurde das dafür benötigte Douglasienholz auf Schiltacher Gemarkung geschlagen und anschließend zum Floßschopf transportiert. Dort begann die aufwendige Vorbereitung: Alle Stämme wurden von Hand geschält – eine körperlich anspruchsvolle Arbeit. Danach erfolgte die Einteilung des Holzes für die einzelnen Gestöre.
Im nächsten Schritt wurden die Stämme an beiden Enden mit dem Beil „geschnätzt“, also mit einer zigarrenförmigen Spitze versehen. Zahlreiche Bohrlöcher waren nötig, um später die traditionellen Wiedverbindungen herstellen zu können. Abschließend wurden die Sperre und das Vorplätz vorbereitet.
Übergabe des Schaufloßes
An einem Samstagmorgen im Juni wurde das Holz per Langholzwagen nach Willstätt gebracht. Vor Ort errichteten die Flößer das Schaufloß auf dem vorgesehenen Lagerplatz und banden die Gestöre fachgerecht mit Wieden ein. Bereits am frühen Nachmittag war das Werk vollendet. Besonderer Dank gilt laut Mitteilung den jungen Flößern, die mit großem Engagement und handwerklichem Geschick maßgeblich zum Gelingen beigetragen haben.
Am Donnerstag, 11. Juni, übergab der Obmann der Schiltacher Flößer, Hartmut Brückner, das fertige Schaufloß offiziell an Willstätts Bürgermeister Tobias Poley.
Die Schiltacher Flößer danken zudem der Mitteilung zufolge den Flößerfreunden aus Willstätt für die herzliche Bewirtung sowie der Gemeindeverwaltung für die freundliche Unterstützung.
Wie die historische Verbindung aussah
Die Verbindung zwischen den Schiltacher Flößern und den Willstätter Flößerfreunden besteht bereits seit 2001 und hat sich über die Jahre zu einer lebendigen Freundschaft entwickelt. Das nun fertig gestellte Schaufloß ist bereits das vierte, das die Schiltacher Flößer für Willstätt gebaut haben.
Historisch spielte Willstätt eine bedeutende Rolle in der Kinzig-Flößerei. Für die Wolfacher und Schiltacher Flößer endete die Floßfahrt am Willstätter Weiher, wo die Grenze von Hanau-Lichtenberg verlief. Die Willstätter hatten das Recht, die Flöße weiter nach Kehl zu überführen. Mit dem Wunsch nach einem Schaufloß erinnern sie an diese Zeit und die Schiltacher Flößer kamen diesem Wunsch erneut gerne nach.