Schenkenzell
: Vier Realschüler betreuen Flüchtlingskinder

Sozialprojekt: Jugendliche helfen mit in der "Sonne" / Fortschritte erkennbar
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Heute spielen alle vier Realschüler mit den Kindern: Rebecca Gutekunst, Luise Gersonde, Michelle Zesky und Paul Rienäcker (von links). Foto: Fritsche

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Von Johannes Fritsche

Schenkenzell. Vier Jugendliche an der Realschule Oberes Kinzigtal betreuen Flüchtlingskinder im ehemaligen Gasthaus "Sonne".

Zweimal in der Woche, immer am Mittwoch und am Freitag von 16 bis 18 Uhr, kommen Rebecca Gutekunst, Luise Gersonde, Michelle Zesky und Paul Rienäcker in die "Sonne" nach Schenkenzell. Im Speisesaal basteln sie mit den fünf- bis zwölfjährigen Kindern und machen Spiele mit ihnen, während die Eltern ein Stockwerk höher ihren Deutschkurs haben. Dabei reden die Schüler natürlich viel mit den Kindern. So lernen auch die Kinder spielerisch in einer Art "aktiven Sprachunterrichts" die deutsche Sprache. Immer ist auch ein Erwachsener dabei.

In der "Sonne" sind das abwechselnd Sandra Finkbeiner, Ulrike Redlich, Tanja Göhring und Ilka Eble vom Netzwerk Flüchtlingshilfe. "So sind die Kinder nicht nur gut versorgt, sondern werden auch beim Ankommen unterstützt", erklärt Realschul-Lehrerin Ulrike Schweizer. Man merke, dass mit den Kindern gearbeitet werde, ihre Konzentrationsfähigkeit hätte sich stark erhöht, sie seien wissbegierig und wollten Deutsch lernen. "Die Sonne ist ein guter Zufluchtsort für sie", meint Schweizer.

Die vier Realschüler leisten ihren Einsatz im Rahmen des "Praktikums Soziales Engagement (SE)". Das ist nach Angaben Schweizers an allen Realschulen Pflicht im Lehrplan der neunten Klassen. An welche Fächer es angebunden ist, könnten die Schulen selbst entscheiden. An der Realschule Oberes Kinzigtal sind es die Fächer Ethik und Religion. Die Schüler bekommen am Ende ein Testat mit einer Bewertung. 30 Stunden bis Ende des Schuljahrs müssen sie leisten. Obwohl immer nur zwei gleichzeitig in der Sonne sind, kommt durch den Einsatz einiges mehr an Stunden zusammen. "Für die vier ist klar, dass sie bis zum Schuljahresende mitmachen und freiwillig mehr Stunden leisten", erklärt Schweizer. Sie hoffe, dass das Projekt im nächsten Jahr weiter geführt wird.

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