Rückblick in Lauterbach: Diese Punkte waren für Jürgen Leichtle entscheidend

Ein Schwerpunkt im kommenden Jahr wird der Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Grundschule sein.
Dold„Das Jahr 2025 war für Lauterbach geprägt vom Jubiläum 750 Jahre Lauterbach“, heißt es in seiner Bilanz, „und zugleich von wichtigen kommunalpolitischen Entscheidungen unter anspruchsvollen finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Das Jubiläumsjahr wurde gemeinsam mit der Kirchengemeinde, den Vereinen und zahlreichen Ehrenamtlichen gestaltet.
Über das Jahr hinweg fanden vielfältige kulturelle, kirchliche und gemeinschaftliche Veranstaltungen statt, darunter eine große Vereinsausstellung in der Galerie Wilhelm Kimmich sowie mehrere Konzerte und Veranstaltungsformate. Die Vereinsausstellung verzeichnete insgesamt knapp 1200 Besucherinnen und Besucher“.
Viele Zukunftsprojekte
„Das Jubiläum war kein Selbstzweck, sondern ein Gemeinschaftsprojekt. Es hat gezeigt, wie stark das Miteinander in Lauterbach ist – getragen von Ehrenamt, Vereinen, Kirche und Bürgerschaft“, so Bürgermeister Jürgen Leichtle.
Parallel dazu war der Gemeinderat 2025 intensiv mit Pflichtaufgaben und Zukunftsprojekten befasst. Das Gremium tagte 13 Mal, darunter die Haushalts- und Jahresabschlusssitzung am 22. Dezember. Der Haushalt wurde vor dem Hintergrund steigender Umlagen, wachsender Pflichtaufgaben und hoher Investitionsbedarfe beraten.
Im Ergebnishaushalt stehen ordentliche Erträge von 7,13 Millionen Euro ordentlichen Aufwendungen von 7,50 Millionen Euro gegenüber. Zur Finanzierung notwendiger Investitionen war eine Kreditaufnahme von 2,25 Millionen Euro vorgesehen.
Hausärztliche Versorgung
In den öffentlichen Sitzungen wurden 2025 mehr als 60 eigenständige Sachentscheidungen getroffen. Ein Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an der Grundschule ab 2026. Hier wurden 2025 die organisatorischen, finanziellen und baulichen Grundlagen geschaffen und Fördermittel gesichert.
Auch die Sicherung der hausärztlichen Versorgung im Ortszentrum beschäftigte den Gemeinderat. Mit dem Erwerb von Flächen im Bereich der Schramberger Straße verfolge die Gemeinde das Ziel, eine moderne, zusammenhängende Hausarztpraxis zu ermöglichen, so Leichtle. Weitere Nutzungskonzepte für das Haus des Gastes würden geprüft.
Im Bereich Infrastruktur seien Maßnahmen zur Verkehrs- und Hangsicherheit umgesetzt worden, darunter die Sanierung der Stützmauer am Sommerberg, Arbeiten im Bereich Rainlebühl sowie an der Brücke beim Winterbauernhof. Die Sanierungsprogramme für Wasser- und Abwasserinfrastruktur seien fortgeführt worden, ebenso der Breitbandausbau.
Digitalere Verwaltung
Am Friedhof seien vorbereitende Maßnahmen umgesetzt worden, unter anderem die Anlage eines neuen Staudengrabfeldes in Eigenleistung des Bauhofs.
Auch die Digitalisierung der Verwaltung sei weiter vorangetrieben worden. Der digitale Posteingang, Cloud-Arbeitsplätze und die konsequente Nutzung des Ratsinformationssystems tragen laut Bürgermeister dazu bei, Verwaltungsabläufe effizienter, transparenter und papierärmer zu gestalten.
„Ergänzend wurden 2025 auch Maßnahmen zur technischen Resilienz der Gemeindeverwaltung umgesetzt. So wurde das Rathaus technisch so ertüchtigt, dass die Stromversorgung im Bedarfsfall über ein extern anschließbares Notstromaggregat aufrechterhalten werden kann. Damit ist sichergestellt, dass zentrale Verwaltungsfunktionen auch bei Stromausfällen weiterhin gewährleistet bleiben“, betont Leichtle.
Im Bereich Klima und Energie arbeitete die Gemeinde an der kommunalen Wärmeplanung im Verbund sowie an Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien, darunter die planungsrechtliche Vorbereitung einer PV-Freiflächenanlage und eine finanzielle Beteiligung am Windpark „Falkenhöhe“.
32 Geburten
Feuerwehr und DRK leisteten einen zentralen Beitrag zur Sicherheit in der Gemeinde. Ein besonderer Termin war die gemeinsame Fahrzeugweihe am 25. Mai, bei der unter anderem das neue Löschgruppenfahrzeug LF 10 der Feuerwehr vorgestellt wurde. „2025 war ein Jahr, in dem wir gefeiert haben – aber gleichzeitig konsequent an Pflichtaufgaben und Zukunftsthemen gearbeitet haben. Beides gehört zu verantwortungsvoller Kommunalpolitik“, betont Bürgermeister Leichtle.
Nach Angaben des Standesamts wurden bis 12. Dezember in Lauterbach 32 Geburten, zwölf Eheschließungen und 41 Sterbefälle registriert. Für 2026 stehen die Umsetzung der Ganztagsbetreuung, weitere Schritte in der Ortsentwicklung und die Priorisierung von Infrastrukturmaßnahmen unter engen finanziellen Rahmenbedingungen im Fokus.