Ostern in der Region Schramberg: Festliche Gottesdienste mit Chor und Osterfeuer

Vor der Osternachtfeier in der Kirche St. Maria werden auf dem Kirchplatz die Osterkerzen am Osterfeuer entzündet.
DieterleDie Ostertage wurden in den Seelsorgeeinheiten mit großer Feierlichkeit und vielfältiger Kirchenmusik begangen. Zahlreiche Gläubige versammelten sich zu den Gottesdiensten in Schramberg, Sulgen, Hardt und Mariazell, um gemeinsam die Auferstehung Christi zu feiern.
Seelsorgeeinheit Schramberg-Lauterbach
Hier begann der österliche Jubel mit der Feier der Osternacht. Dekan Rüdiger Kocholl segnete auf dem Kirchplatz von St. Maria das Osterfeuer und die Osterkerzen und zog dann mit den Ministranten in das dunkle Kirchenschiff ein. Der Gottesdienst stand musikalisch unter der Leitung von Kirchenmusikerin Berenice Nuss; es sangen die Frauenschola und die Gregorianikschola.
Die Osternachtfeier in der Lauterbacher Pfarrkirche St. Michael begann ebenfalls auf dem Kirchplatz. Dort wurde von Pfarrer Anton Cingia das Osterfeuer geweiht und die Osterkerze bereitet, mit der die Ministranten in die dunkle Kirche einzogen, wo sie mit dem dreifach gestuften „Lumen Christi – Deo gratias“ von der Gemeinde begrüßt wurden. Als Kantor und Organist verkündete Wolfgang Borho die Osterbotschaft.
Den Festgottesdienst am Ostersonntag in Lauterbach gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Ute Haas-Woelke. Es erklang das Ordinarium Missae von Johann Wenzel Kalliwoda (1801 bis 1866), begleitet von Wolfgang Borho an der Orgel. Pfarrer Anton Cingia betonte in seiner Osterpredigt: „Ostern, das Fest des Lebens, der Hoffnung, der Auferstehung, ist kein frommes Trostpflaster, kein Schönreden des Schmerzes. Es ist der stärkste Ruf Gottes hinein in unsere Welt voller Fragen, Ängste und Abschiede.“
Gesangssolisten
Zum feierlichen Hochamt um 10 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche erklang die Missa in C-Dur des Salzburger Domkapellmeisters Johann Ernst Eberlin (1702 bis 1762). Es musizierten der Kirchenchor mit den Gesangssolisten Sonja Gebert (Sopran), Stefanie Flaig (Alt), Dominik Dieterle (Tenor) und Tobias Bantle (Bass) sowie das Orchester Schmid mit Cordula Glatthaar an der Orgel. Die Gesamtleitung hatte Kirchenmusikerin Berenice Nuss.
Dekan Rüdiger Kocholl verglich die Dramaturgie der Ostertage mit einem spannenden Roman, in dem wir uns gemeinsam mit den biblischen Hauptdarstellern sowie mit allen Christen weltweit befinden. Er sprach die Gottesdienstbesucher direkt an und motivierte sie: „Wenn es nach Gott geht, dann erhalten auch Sie eine bedeutsame Rolle in seinem Lebenswerk. Dann schreiben auch Sie das Lebenswerk Jesu Christi weiter, indem Sie in seinen Spuren wandeln.“ Mit der Ostervesper am Abend in St. Maria fand der Ostersonntag seinen würdigen Abschluss.
St. Laurentius Sulgen
Mit einer großen Ministrantenschar, den Erstkommunionkindern von Sulgen und Hardt und Familien versammelte sich Pfarrer Eberhard Eisele am Samstagabend um das Osterfeuer, entzündete die großen Osterkerzen und zog zur Osternacht in die dunkle, sehr gut besuchte St.-Laurentius-Kirche in Sulgen ein. Dort ließ Anja Thier das Osterlob erklingen.
Pfarrer Eisele verwies auf das Licht der Osterkerze als Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, der uns wie die Kerze den Weg weist und die Wärme seiner göttlichen Liebe schenkt. Die Erstkommunionkinder sangen zur Gabenbereitung unter der Anleitung von Gemeindereferentin Gaby Reuter-Mink das Lied „Wenn wir das Leben teilen … wissen wir, hier lebt Gott“.
Neugeistliche Lieder
Das Hochamt wurde in Sulgen am Ostermontag gefeiert. Dazu sang der Kirchenchor unter der Leitung von Dirigent Philipp Finkbeiner teils neugeistliche Lieder. An der Orgel spielte Martin Ginter.
In der Predigt betrachtete Pfarrer Eisele die beiden Emmausjünger, die praktisch noch im Karfreitag des Todes Jesu stehen geblieben sind. Dies entspreche den zahllosen Menschen heute in den Kriegs- und Notgebieten dieser Welt. So sei einerseits immer Karfreitag, aber zugleich auch immer Ostern. Am Ende segnete er die Ostergaben und dankte für die frohen Ostergesänge.
Hardt und Mariazell
In Hardt erklang am Ostersonntag mit den beiden Kirchenchören aus Sulgen und Hardt die moderne Mainzer Messe von Thomas Gabriel unter der Gesamtleitung von Dirigentin Marta Kulzer Ribeiro. Der Chor mit Gastsängern wurde von Bläsern, Philipp Finkbeiner am Klavier und Alois Menrad an der Orgel begleitet.

Pfarrer Eisele predigte in Hardt.
Foto: ZiechausIn der Predigt sagte Pfarrer Eberhard Eisele, dass der Ostersonntag der Tag der Auferstehung und somit der Tag des Herrn als eigentlicher Beginn der Woche sei. Gegen alle Hoffnungslosigkeiten dieser Welt sei uns an Ostern die Hoffnung auf eine gute Zukunft verkündet. Am Ende dankte der Pfarrer für die Festmesse mit zwei Chören und für das „Halleluja“ von Händel, das mit kräftigem Applaus belohnt wurde.

Chöre aus Hardt und Sulgen sind zu hören gewesen.
Foto: ZiechausIn Mariazell wurde der Festgottesdienst am frühen Ostermorgen vom Chor Vocal total musikalisch begleitet, mit teils englischen Liedern wie „Evening Rise“ unter Dirigentin Steffi Flaig. An der Orgel spielte Verena Dold.
In die morgendlich noch dunkle Kirche zog Pfarrer Eisele mit der Osterkerze ein und sang das Osterlob in der sehr gut gefüllten Kirche. Das Osterlicht und die Botschaft der Auferstehung bringen Licht und Liebe in die oft dunkle Welt hinein. Am Ende segnete er die Osterspeisen.