Olli Gimber begeistert Schramberg: Erst Lachtränen, dann Gänsehautmomente

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Annika Benner- Olli Gimber bringt mit „FSK 18 – Hart aber herzlich“ den Schramberger Bärensaal zum Lachen.
- Sein schwarzer Humor streift Frauenwitze, Tod und Religion – Tabus gibt es kaum.
- Er bindet das Publikum spontan ein, filmt den zweiten Teil und improvisiert nach Stichworten.
- „Witz vom Olli“ entstand nach Burnout und Depressionen, heute betont er Gesundheit vor Geld.
- Nächstes Jahr plant er mit der „Hoka-Hei-Tour“ voraussichtlich erneut in Schramberg aufzutreten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Schwarzer Humor, schlüpfrige Pointen und kein Blatt vor dem Mund: Mit seinem Comedy-Programm „FSK 18 – Hart aber herzlich“ bringt Olli Gimber den Schramberger Bärensaal zum Lachen. Doch zwischen den derben Witzen überrascht der Pforzheimer Comedian mit persönlichen Einblicken – und einer Botschaft, die weit über die Comedy-Bühne hinausgeht.
Wenn Olli Gimber loslegt, kennt sein Humor kaum Grenzen. Älterwerden, Tod, Religion oder schlüpfrige Angelegenheiten – Tabus kennt er auf der Bühne praktisch nicht. Gleich zu Beginn warnte er sein Publikum: „Stellt euch nicht alles bildlich vor, das hinterlässt bleibende Schäden.“ Sein Humor ist schwarz, böse und herrlich politisch unkorrekt. Dass er mehr Witze über Frauen als über Männer mache, begründete er damit, dass Männer das schwächere Geschlecht seien – schließlich vertrügen sie Witze über sich selbst deutlich schlechter.
Markenzeichen
Bekannt wurde der Pforzheimer Malermeister durch sein Online-Format „Witz vom Olli“. Bereits 2019 gastierte er im Park der Zeiten in Schramberg. Ein Markenzeichen seiner Auftritte ist die spontane Einbindung des Publikums. Schon vor der Show und in der Pause mischt sich Gimber unter die Gäste und sammelt Inspiration für seine Pointen. Diesmal lieferte unter anderem ein Mathematiklehrer Stoff für seine Einfälle. Nach der Pause wurde es dann interaktiv: Die Besucher warfen Stichworte in den Raum, aus denen der Comedian spontan Witze schmiedete. Auch Malerkollegen aus heimischen Betrieben steuerten mit dem „Tapeziertisch“ passenden Stoff bei. Ebenso mussten „Postbote“ und „Lauterbacher“ als Stichworte herhalten.
Den zweiten Teil seines Auftritts filmte Gimber für seine Online-Plattform. Nachdem zunächst einige technische Tücken überwunden waren, ging es mit voller Energie weiter. An Nachschub für seine Pointen mangelt es ihm ohnehin nicht: Mehr als 1800 Witze hat er bereits hochgeladen, rund 120 schafft er nach eigener Aussage an einem Abend. Seine besondere Begabung: Er merkt sich Witze anhand von Bildern. Durch sein ADHS sei der nächste Einfall oft schon da, während er noch den vorherigen erzähle.
Geld ist nicht alles
Doch hinter der schier unerschöpflichen Pointenflut steckt eine bewegte Lebensgeschichte. „Witz vom Olli“ entstand in einer Zeit, in der Gimber mit Burnout und Depressionen zu kämpfen hatte. Damals arbeitete er mehr als 100 Stunden pro Woche, verglich sich ständig mit Erfolgreicheren und wollte unbedingt mithalten. Heute sieht er vieles anders: Geld ist nicht alles. Er hat sein Leben verändert, abgenommen und achtet stärker auf seine Gesundheit. Seine Botschaft: Jeder trägt Verantwortung dafür, wie gut es ihm geht. Denn Zeit und Gesundheit lassen sich nicht zurückholen.
Auch zu mehr Gelassenheit riet er seinem Publikum. Morgens solle man nicht gezielt nach Problemen suchen – die fänden einen ohnehin von selbst. Viel wichtiger sei es, Menschen um sich zu haben, die einem guttun und mit denen man lachen kann. Der begeisterte Applaus machte deutlich: Gimber hatte sein Publikum längst auf seiner Seite. Sein ADHS, früher für ihn ein Fluch, sei inzwischen zu einer Gabe geworden. Menschen in einer Zeit, in der es wenig zu lachen gebe, einen ganzen Abend Freude zu bereiten, sei für ihn ein Segen.
Zeit für Fans
Nach einer kleinen Zugabe bedankte sich Gimber sichtlich gerührt beim Schramberger Publikum. Es sei keineswegs selbstverständlich, einen solchen Abend erleben zu dürfen. Auch nach dem Auftritt nahm er sich Zeit für seine Fans – bei Selfies, Autogrammen und persönlichen Gesprächen.
Mit seiner „Hoka-Hei-Tour“ möchte Gimber im kommenden Jahr voraussichtlich erneut in Schramberg gastieren. Bis dahin hat er einen einfachen Wunsch: gesund bleiben oder werden – und vor allem den Humor nicht verlieren.