Oldtimerfreunde Schramberg
: Von Oldtimern, Ölmühlen und einem zünftigen Vesper

Bei ihrer jüngsten Ausfahrt ließen die Schramberger ihre historischen Fahrzeuge durch den Schwarzwald rollen. Im Simonswäldertal warteten eine 300 Jahre alte Ölmühle und später ein zünftiges Vesper auf die Ausflügler.
Von
red/pm
Schramberg
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Die Oldtimerfreunde bei der Ölmühle

Verein
  • Oldtimerfreunde Schramberg fuhren durch den Schwarzwald, Ziel war das Simonswäldertal.
  • Station Kulturhistorische Mühle: Gebäude im Heidenhausstil mit Ölmühle und Trotte.
  • Technikdetail: unterschlächtiges Wasserrad, Torckelbaum mit der Jahreszahl 1712.
  • Erhalt dank Vereinen: 1974 Stopp des Verfalls, 1999 Kauf durch die Gemeinde, ab 2002 wieder Öl.
  • Abschluss im Kornkammerstüble mit Vesperbuffet – Dank an Sonja und Werner Mendel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Chrom glänzte, Motoren brummten: Im Gewerbegebiet Feurenmoos  in  Hardt starteten die Oldtimerfreunde Schramberg zu ihrer jüngsten Ausfahrt. Organisiert von Sonja und Werner Mendel, führte die Tour mit Fahrzeugen von Ford, Mercedes, Opel, Sunbeam, Triumph und VW über St. Georgen, durchs Brigachtal, nach Rohrbach, Furtwangen und Gütenbach.

Über kurvenreiche Schwarzwaldstraßen ging es laut Mitteilung schließlich ins Simonswäldertal. Dort wartete mit der Kulturhistorischen Mühle der erste Höhepunkt.

300 Jahre alte Technik

Die Mühle ist ein Kulturdenkmal aus dem frühen 18. Jahrhundert. Das im Stil eines Heidenhauses errichtete Gebäude liegt zwischen der Wilden Gutach und dem Mühlenkanal und beherbergt eine historische Ölmühle und Trotte.

Angetrieben wird die Ölmühle von einem unterschlächtigen Wasserrad. Früher wurden hier unter anderem Raps, Mohn, Walnüsse und Bucheckern verarbeitet. Beeindruckend ist vor allem der rund zehn Meter lange Torckelbaum aus Eichenholz. Die Jahreszahl 1712 ist in ihn eingeschnitzt.

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Auch die Trotte erzählt ein Stück regionale Geschichte. Im Simonswäldertal wurde früher intensiv Wein angebaut. Später setzte man auf Obst und presste dieses zu Most.

Dass die Mühle heute noch erhalten ist, ist engagierten Eigentümern und Vereinen zu verdanken. 1974 wurde ihr Verfall gestoppt, 1999 erwarb die Gemeinde Simonswald das Gebäude und verpachtete es an den Brauchtumsverein Simonswäldertal 2000. 2002 wurde nach 42 Jahren erstmals wieder Walnussöl hergestellt.

Die Oldtimerfreunde wurden von ehrenamtlichen Helfern mit Kaffee und Kuchen empfangen und erhielten bei einer Führung interessante Einblicke in die Geschichte und Funktionsweise der Mühle.

Vom Kulturdenkmal zum Vesperbrett

Anschließend ging es weiter durch das Simonswäldertal, durchs Elztal und über die Heidburg nach Haslach und Hofstetten. Ziel war das Kornkammerstüble auf dem Schmalzenhof.

Das historische Speichergebäude wurde 1885 errichtet und diente einst zur Lagerung von Korn, Schnaps und Brot. 2019 baute die Familie Neumaier das denkmalgeschützte Gebäude zu einer Vesperstube um.

Dort wartete ein reichhaltiges Vesperbuffet auf die Ausflügler. Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen klang der erlebnisreiche Tag aus.

Martin Burri bedankte sich zum Abschluss bei Sonja und Werner Mendel mit einem kleinen Geschenk für die Organisation und die aussichtsreiche Strecke. Dann hieß es für die Oldtimer noch einmal: Motor an – und hoffentlich pannenfrei nach Hause.