Neue Schilder in Schramberg
: Hier muss man auf die Bremse treten

Ab Donnerstag, 20. August, gelten in Schramberg nachts neue Regeln. Diese Strecken sind betroffen.
Von
Karin Zeger
Schramberg
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Die Schilder werden montiert.

Die Schilder werden montiert.

Witkowski
  • In Schramberg gilt nachts Tempo 30 auf Bundesstraße sowie Richtung Tennenbronn, Lauterbach, Hardt.
  • Start ist am Donnerstag, 20. August – neue Schilder mit „22 bis 6 Uhr“ markieren die Regel.
  • Zwischen Paradiesplatz und H.A.U. bleibt das bestehende durchgehende Tempo 30 unverändert.
  • Der Kompromiss entstand wegen Bedenken des Landratsamts zum Busfahrplan bei Tempo 30 am Tag.
  • Ein Landesprojekt soll prüfen, ob Tempo 30 ganztags machbar ist; Schramberg will sich bewerben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die seit Jahren geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Oberndorfer Straße ist nun sichtbar: Mitarbeiter der Straßenmeisterei haben die neuen Tempo-30-Schilder montiert, auch entlang der Strecke zwischen der H.A.U. und dem Ende der „Grünen-Baum-Kurve“. Der städtische Bauhof wird noch Schilder mit der Aufschrift „22 bis 6 Uhr“ ergänzen. „Ab Donnerstag, 20. August, wird es dann ernst“, sagt Hannes Herrmann, Pressesprecher der Stadt Schramberg, auf Anfrage. Dann gilt nachts Tempo 30 – auf der Bundesstraße und auch auf den Strecken nach Tennenbronn, Lauterbach und Hardt.

Damit ist ein Kompromiss umgesetzt, den die Stadt mit dem Landratsamt ausgehandelt hat. Ursprünglich hatte der Schramberger Gemeinderat im Rahmen des Lärmaktionsplans 2024 beschlossen, auf den Durchgangsstraßen der Stadt Tempo 30 anzuordnen. Hintergrund ist die hohe Lärmbelastung für die Anwohner. Die Planer hatten eine Geschwindigkeitsreduzierung als schnelle und vergleichsweise kostengünstige Maßnahme empfohlen.

Zwischen Paradiesplatz und H.A.U. bleibt es dagegen beim bereits bestehenden, durchgehenden Tempo 30. Die Regelung stammt noch aus der Zeit, als Schramberg eine Umweltschutzzone hatte.

Landratsamt legte Widerspruch ein

Kurzer Rückblick: Die geplante Ausweitung des Tempolimits stieß beim Nahverkehrsamt des Landratsamts auf Widerstand. Die Befürchtung: Müssten die Busse auch tagsüber mit Tempo 30 durch die Stadt fahren, könnten die Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden. Besonders die Regiobuslinien zu den Bahnhöfen in Schiltach und Rottweil wären davon betroffen.

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Die Stadt hatte zwar Zweifel daran, dass die Berechnungen des Nahverkehrsamts tatsächlich zu diesen Auswirkungen führen würden. Letztlich entschied sich der Gemeinderat jedoch für einen Kompromiss: lieber zumindest nachts Tempo 30 als gar keine neue Regelung.

Wegen verschiedener Widrigkeiten hatte sich die Umsetzung über Monate verzögert. Nun sind die Schilder angebracht – und damit ist die neue nächtliche Tempo-30-Zone ab Donnerstag, 20. August, offiziell ausgeschildert.

Könnte Tempo 30 bald rund um die Uhr gelten?

Ganz abgeschlossen ist die Geschichte damit allerdings möglicherweise noch nicht. Ein wissenschaftlich begleitetes Projekt des Landesverkehrsministeriums soll untersuchen, wie stark Tempo 30 den Busverkehr tatsächlich beeinträchtigt.

Sollte sich dabei zeigen, dass die Busse auch bei einer durchgehenden Geschwindigkeitsbegrenzung ihre Fahrpläne einhalten können, könnte der Kompromiss wieder aufgeschnürt werden. Dann wären die Zusatzschilder mit der Einschränkung auf die Nachtstunden womöglich schon bald überflüssig. Schramberg will sich für das Projekt bewerben, sobald die Bedingungen dafür feststehen.