Natur- und Umweltschutz in Tennenbronn: Als Tschernobyl das Dorf wachrüttelte

Die Umweltgruppe Tennenbronn nennt sich heute BUND Ortsverband Schramberg.
Kerstin Heinlein- Aus Tschernobyls Reaktorunfall erwuchs in Tennenbronn der Impuls zum Handeln.
- Am 6. April 1987 gründeten Bürger im Gasthaus Linde die Umweltgruppe Tennenbronn.
- Die Gruppe organisierte Aktionen, schrieb Stellungnahmen und mischte sich in Debatten ein.
- Heute heißt sie BUND Ortsverband Schramberg – die Ziele blieben im Kern gleich.
- Eine Bildausstellung im Heimathaus zeigt die Entwicklung, mit Bastelstation für Kinder.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war eine Katastrophe, die weit entfernt stattfand – und dennoch Menschen in Tennenbronn unmittelbar bewegte. Als am 26. April 1986 der Reaktorblock im ukrainischen Tschernobyl explodierte, wuchs auch hier das Bedürfnis, beim Schutz der Umwelt nicht einfach zuzusehen, sondern selbst aktiv zu werden.
Kritisch zu Wort melden
Am 6. April 1987 trafen sich deshalb im Gasthaus Linde erstmals Bürger und gründeten die Umweltgruppe Tennenbronn. Ihr Ziel: sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen und sich zu gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen kritisch zu Wort zu melden.
In den fast vier Jahrzehnten seither hat die Gruppe laut Mitteilung zahlreiche Aktionen organisiert, Stellungnahmen verfasst und sich immer wieder in lokale und überregionale Themen eingemischt. Vieles hat sich verändert – die Gruppe selbst, ihre Themen und die technischen Möglichkeiten. Ihren grundlegenden Zielen ist sie dabei treu geblieben. Aus der Umweltgruppe wurde schließlich der BUND Ortsverband Schramberg.
Wie sich das Engagement über die Jahrzehnte entwickelt hat, zeigt eine Bildausstellung im Tennenbronner Heimathaus. Am Sonntag, 13. September, von 14 bis 17 Uhr lädt die Umweltgruppe dazu ein, gemeinsam zurückzublicken, Erinnerungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bau- und Bastelstation
Dabei geht es nicht nur um einen Blick zurück. Die Veranstaltung soll auch Gelegenheit bieten, mit den heutigen Aktiven ins Gespräch zu kommen und über aktuelle Fragen des Umwelt- und Naturschutzes zu diskutieren.
Auch für Familien ist etwas geboten: Im Garten des Heimathauses gibt es eine Bau- und Bastelstation, an der Kinder kleine Insektenhotels herstellen können. Bei Kaffee und Getränken soll der Nachmittag gemütlich ausklingen.
Die Umweltgruppe Tennenbronn freut sich auf viele Besucher, spannende Erinnerungen und einen regen Austausch, heißt es abschließend.