Nach Waldbrand in Schramberg
: Frust in Lauterbach - Straße bleibt gesperrt

Die Hoffnung auf eine Freigabe zum Schulstart hat sich zerschlagen. Die L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt. Für Schüler fahren Sonderbusse.
Von
Martin Dold
Schramberg/Lauterbach
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Alle Sicherungsmaßnahmen haben nicht ausgereicht.

Alle Sicherungsmaßnahmen haben nicht ausgereicht.

Dold
  • L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach bleibt nach Waldbrand weiter gesperrt.
  • Prüfung ergab: Freigabe zum Schulbeginn am Montag ist nicht verantwortbar.
  • Instabiler Steilhang, gelockertes Geröll und umsturzgefährdete Bäume verhindern Öffnung.
  • Spezialfirmen räumen, bauen Betonmauer mit Fangnetz – Arbeiten laufen unter Hochdruck.
  • Zum Schulstart fahren zwei Sonderbusse über Fohrenbühl und Reichenbach nach Schramberg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach bleibt vorerst gesperrt. Die am Donnerstag vorgenommene Prüfung der Sicherungsmaßnahmen hat ergeben, dass eine Freigabe der Strecke zum Schulbeginn am Montag nicht verantwortet werden kann. Die Arbeiten am Hang werden deshalb unter Hochdruck fortgesetzt. Das teilt Andi Schmider, Pressesprecherin des Landratsamts Rottweil, mit.

Der Waldbrand in Schramberg hatte mehr als nur schwarze Spuren am Tösberg hinterlassen. Die Hitze des Feuers und Unmengen von Löschwasser haben den Steilhang in eine instabile Wand verwandelt, Geröll und Felsbrocken wurden gelockert und nach unten geschwemmt, die verkohlten Bäume waren umsturzgefährdet.

Die darunter liegende L 108, die Verbindung von Schramberg nach Lauterbach, ist seitdem gesperrt, zu gefährlich wäre eine Durchfahrt für Verkehrsteilnehmer gewesen.

Felsbrocken lagen vor einigen Tagen auf der Straße.

Felsbrocken lagen vor einigen Tagen auf der Straße.

Dold

Bei der Bestandsaufnahme nach den Löscharbeiten wurde der Stadt Schramberg, dem Regierungspräsidium, der unteren Forstbehörde und dem Straßenbauamt schnell klar, dass die Herausforderungen nur durch spezialisierte Unternehmen gelöst werden können: die Firma Hochleitner für das Fällen, der Abtransport der Bäume durch Helikopter der Firma Wucher, die Firma Sachtleben für die Beräumung des Gerölls, die beiden Unternehmen Peter Groß Bau und Spengler für den Aufbau der Sicherungsmaßnahmen, einer Betonmauer mit Fangnetz. Ziel aller Beteiligten war von Anfang an, die Straße zum Schulanfang am 14. September wieder zu öffnen – dies konnte nun nicht realisiert werden.

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Dorothee Eisenlohr, Oberbürgermeisterin von Schramberg: „Ich weiß, wie enttäuschend es für die Menschen in Lauterbach und Schramberg ist, dass die Straße weiterhin gesperrt bleiben muss. Die Umleitung ist gerade im Alltag und zum Schulbeginn eine massive Belastung. Gleichzeitig haben wir gesehen, welche Kräfte der Waldbrand im Hang freigesetzt hat. Eine Freigabe, bei der Zweifel an der Sicherheit bestehen, können wir deshalb nicht verantworten.“

Sicherheit im Vordergrund

Auch für Landrat Christoph Keckeisen steht die Sicherheit im Vordergrund. „Die Versuchung ist angesichts der Belastungen groß, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Aber eine Straße kann erst dann wieder freigegeben werden, wenn die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden gewährleistet ist. Wenn die Fachleute zu dem Ergebnis kommen, dass die Schutzmaßnahmen noch nicht ausreichen, müssen wir diese Entscheidung akzeptieren. Das ist eine schwierige Entscheidung, aber eine verantwortungsvolle.“

Sonderverkehr zum Schulstart

Zum Schulstart am Montag wird nun ein Sonderverkehr ausschließlich für Schülerinnen und Schüler nach Schramberg eingerichtet; so wird sichergestellt, dass sie trotz der Verkehrsbehinderungen an die Schulen kommen.

Ab Montagmorgen verkehren zwei separate Buslinien: Eine Verbindung startet in Sulzbach, die zweite in Lauterbach. Beide Busse fahren über den Fohrenbühl und Reichenbach nach Schramberg. Die Fahrzeiten sind so getaktet, dass alle Schülerinnen und Schüler überwiegend pünktlich zur ersten Unterrichtsstunde an ihren Schulen eintreffen. Nach Schulschluss erfolgt die Rückfahrt gesammelt nach dem Ende der sechsten Stunde vom Busbahnhof Schramberg aus. Die entsprechenden Fahrpläne erhalten die Schülerinnen und Schüler direkt über die Schramberger Schulen.