Musikschule Schramberg
: Wenn Musik Geschichten erzählt und Herzen berührt

Von Beethovens überschäumender Lebensfreude über die großen Melodien Ennio Morricones bis zur berührenden Filmmusik aus „Frozen“: Das Herbstkonzert des Sinfonieorchesters der Musikschule Schramberg bot musikalische Vielfalt auf hohem Niveau.
Von
Antonie Anton
Schramberg
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Mal kraftvoll und mitreißend, mal zart und voller Sehnsucht: Das Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg zeigte beim Herbstkonzert seine ganze Ausdruckskraft.

Antonie Anton
  • Herbstkonzert des Sinfonieorchesters der Musikschule Schramberg in der Stadtkirche.
  • Programm von Beethoven bis Hollywood, inkl. Morricone, Les Misérables und Frozen.
  • Beethovens Zweite Sinfonie: kraftvoll, verspielt, mit frischem, lebensfrohem Schwung.
  • Solistinnen Mali Melvin (Gesang) und Marlene Hug (Klarinette) setzten Glanzpunkte.
  • Lang anhaltender Applaus – Orchester zeigte hohes Niveau und große Ausdruckskraft.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es war ein Abend voller musikalischer Glanzlichter und großer Gefühle: Mit einem brillanten Herbstkonzert in der evangelischen Stadtkirche stellte das Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg einmal mehr sein hohes musikalisches Niveau unter Beweis. Schon früh waren sämtliche Plätze von Eltern, Verwandten und Freunden der Musikschule besetzt. Sie sollten einen Konzertabend erleben, der von Beethovens überschäumender Lebensfreude bis zu den emotionalen Klangwelten Hollywoods reichte.

Der Vorsitzende Thomas Herzog dankte in seiner Begrüßung der Stadt für ihre großzügige Unterstützung. Denn, so seine Überzeugung: „Jeder Euro für die Musikschule sei ein guter Euro.“ Das Konzert unter dem Titel „Von Beethoven bis Hollywood“ spannte einen weiten musikalischen Bogen von der Wiener Klassik über das Musical bis hin zur Filmmusik der Gegenwart. Besondere Glanzpunkte setzten die Gesangssolistin Mali Melvin und das Duett mit der Klarinettensolistin Marlene Hug.

Lebensfroher Schwung

Der erste Konzertteil gehörte ganz Ludwig van Beethoven. Mit der Zweiten Sinfonie in D-Dur ließ das bestens vorbereitete, rund 40-köpfige Orchester bereits zu Beginn etwas vom neuen Geist der Vorromantik aufleuchten. Ein frischer, lebensfroher Schwung durchzieht das Werk – bemerkenswert angesichts der persönlichen Krise, in die der Komponist 1802 durch die ersten Anzeichen seiner fortschreitenden Taubheit geriet.

Unter der allgegenwärtigen Leitung ihres Dirigenten Meinrad Löffler und unterstützt von den Lehrkräften Gudrun und Martin Hafner meisterten die jungen Musiker die anspruchsvollen Sätze mit Bravour. Nach der breiten, kraftvollen Adagio-Einleitung stimmten die tiefen Streicher das Hauptthema des Allegros an, zu dem sich ein straffes Marschthema gesellte.

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Kraftvoll und verspielt

Der zweite Satz gefiel besonders durch seinen volkstümlichen Charakter. Aus dem getragenen Thema der Streicher entwickelten sich zahlreiche Nebenmotive, eines liebreizender als das andere. Das Scherzo überzeugte mit seinem drängenden Tempo, dem Wechsel zwischen Forte und Piano, seinen geistreichen Pointen und dem Wandern der Motive von einem Instrument zum anderen. Das Wechselspiel zwischen Streichern und Bläsern mutete dabei wie ein heiteres Haschespiel an.

Mit einem übermütigen Rondo als Schlusssatz fand die Sinfonie ihren Abschluss. Nach dem überraschenden Auftakt ließen die Holzbläser volkstümlich anmutende Melodien erklingen. Aus kraftvollen Fortepassagen entwickelten sich verspielte Figuren. Das Finale steigerte sich schließlich zu einem Feuerwerk aus explosiven Klängen und wirbelnden Pauken. Die Musik versprühte pure Lebensfreude und unbändigen Optimismus.

Konzertreife

Für den zweiten, modernen Konzertteil wurde das Orchester durch Posaunen und Tuba im Blechbläserregister erweitert. Mit dem Arrangement „La Califfa“ aus der Feder des italienischen Filmkomponisten Ennio Morricone (Arrangement: Ted Parson) wartete gleich ein weiterer Höhepunkt. Die Gesangssolistin Mali Melvin und die Klarinettensolistin Marlene Hug traten gemeinsam auf. Dabei wirkte die Klarinette wie eine zweite Singstimme. Die junge Sängerin erfüllte mit ihrer weichen, hingebungsvollen Stimme den gesamten Kirchenraum. Beide Solistinnen bewiesen in ihrem Duett bereits beachtliche Konzertreife. Unter der sicheren Führung ihres Dirigenten passte sich das Orchester sensibel und harmonisch ihrem Solospiel an.

Eine regelrechte Geschichte ohne Worte erzählte das nächste Stück: „Once Upon a Time in America“, ebenfalls von Ennio Morricone. Über den sonoren Unterstimmen des Orchesters begannen die hellen Instrumente geradezu zu fabulieren. Plötzlich wechselte der Takt in einen Foxtrott-Rhythmus, angeführt von Tuba und Trompeten. Schwärmerische Melodien kamen von Violinen und Bratschen. Nach einer gesanglich anmutenden Passage leiteten die Hörner zu einem neuen Abschnitt über. Das Vibrato der Streicher mündete in einen schwungvollen Fox, der das Orchester beinahe wie eine Jazzband klingen ließ.

Marlene Hug (Klarinette) und Mali Melvin (Gesang)

Marlene Hug (Klarinette, links) und Mali Melvin (Gesang)

Antonie Anton

Mit dem Arrangement „I Dreamed a Dream“ aus dem Musical „Les Misérables“ von Claude-Michel Schönberg folgte der zweite Soloauftritt von Mali Melvin. Über dem farbenreichen Klang des Orchesters entfaltete sich ihre herrliche Sopranstimme. Mit ruhiger Atemführung und großer Intensität schuf sie eine beeindruckende Balance zwischen Gesang und Orchester. Ihre Stimme berührte und verlieh dem bekannten Musicaltitel eine ganz eigene Ausdruckskraft.

Innige Momente

Klassische Musicaltradition und moderner Popstil verbanden sich schließlich im letzten Werk des Abends: der Filmmusik aus dem erfolgreichen Disney-Film „Frozen“ von Kristen und Robert Lopez. Die Geschichte zweier Schwestern und ihrer Suche nach Freiheit fand in der Musik einen ebenso gefühlvollen wie mitreißenden Ausdruck. Innige, leise Momente wechselten mit kraftvollen Orchesterklängen und sorgten für einen bewegenden Abschluss.

So erlebten die Konzertbesucher einen Abend, an dem Musik ganz unterschiedliche Geschichten erzählte – mal voller Lebensfreude, mal schwärmerisch, mal tief berührend. Das Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg bewies eindrucksvoll, dass es nicht nur anspruchsvolle Werke meistern, sondern auch große Emotionen vermitteln kann. Der lang anhaltende, begeisterte Applaus war der verdiente Lohn für eine musikalische Leistung, die noch lange nachklingen dürfte.