Musikschule Schramberg: Trumpf Laser verleiht den Förderpreis

Die Preisträger von Trumpf Laser mit ihren Lehrern, dem Musikschulleiter Löffler, dem Vorsitzenden der Musikschule Schramberg und Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und dem Mitglied der Geschäftsleitung von Trumpf Laser Jörg Roscher.
AntonIm Rahmen einer hochkarätigen Matinee wurde im Schlossfoyer Schramberg der Trumpf Laser Förderpreis 2025 überreicht. Bereits seit 18 Jahren stiftet die Firma Trumpf Laser diesen Preis für Instrumental-Ensembles der Musikschule Schramberg, um damit junge Talente zu fördern. Aus Anlass dieser Preisverleihung hatten die vom Lehrerkollegium nominierten Ensemblemitglieder Gelegenheit, ihr großes Können in einem Konzert vor Eltern, Lehrern und interessierten Besuchern zu präsentieren.
Namens der Musikschule begrüßte deren Vorsitzender Thomas Herzog die Gäste, unter ihnen Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, die ihrerseits ein kurzes Grußwort sprach und darin den hohen Bildungswert des Ensemblespiels würdigte. Gleichzeitig wies sie auf die vielen großartigen Ereignisse im Jahr 2025 hin: Kindermusical, 150 Jahre HU, sieben Konzerte in der Alten St. Laurentiuskirche, Adventskonzert. Der Vorsitzende bedankte sich in seiner Begrüßung für den „auskömmlichen“ Zuschuss an die Musikschule, der in der Haushaltssitzung beschlossen worden war. Einen besonderen Gruß richtete er an die Firma Trumpf Laser und deren Mitglied der Geschäftsführung Jörg Roscher, der stellvertretend für Herr Dymke die Preisverleihung vornahm. Die Firma habe der Musikschule immer treu zur Seite gestanden und ihr Engagement suche seinesgleichen. Schließlich lud Herzog noch zum Sektempfang im Anschluss an das Konzert.
Konzert mit virtuosem Epochenstreifzug
Als erstes Ensemble stellte sich ein Trio unter der Leitung von Sylvia Drömer-Berndorfer vor in der Besetzung Flöte (Laura Haas), Oboe (Lotta Faulhaber) und Cello (Katharina Fuchs). Das Programm beider Ensembles zeigte einen Querschnitt durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen. So leitete das erste Ensemble das Konzert mit zwei Sätzen eines modernen Divertimento ein. Im romantischen Stil mit lieblichem Sound erklangen darauf zwei Sätze aus dem „Trio Nr.2 C-Dur“ von Jacques Christian Widerkehr. Die rasanten Passagen mit ihrem hohem Schwierigkeitsgrad verlangten ein virtuoses Spiel, das von allen drei Ausführenden mit gutem Zusammenspiel hervorragend gemeistert wurde.
Bis Wiener Klassik
Bei der modernen „Partita Ritmica“ stand, wie schon der Titel verhieß, der Rhythmus im Vordergrund. Während die Flöte mit rasanten Läufen und gehüpften Figuren die Melodie vortrug, setzten Oboe und Cello Akzente. Der vierte Satz mit langsamem Melodieverlauf trug einen melancholischen Charakter. Es folgte ein großer Schritt in die Wiener Klassik. Hier war es Joseph Haydn, dessen Andante aus dem Londoner Trio Nummer Eins die Programmgestalter ausgewählt hatten. Beschwingt und tänzerisch, süß in der Melodik, brillierten die beiden Blasinstrumente mit herrlicher Zweistimmigkeit. Katharina Fuchs begleitete am Cello mit lockeren Achteln. Das Trio beschloss sein gelungenes Vorspiel mit dem Werk eines Zeitgenossen Haydns. Wie der Titel des ersten Satzes „Allegro con grazia“ verhieß, fand darin ein sehr virtuoses, graziöses Zwiegespräch der Blasinstrumente statt. Aber auch Oboe und Cello agierten gemeinsam, während die virtuosen Flötenläufe darüber hinwegschwebten.
Den zweiten Konzertteil gestaltete das Blechbläserquintett „Die „Blechis“ unter der Leitung von Daniel Weißer mit den Mitgliedern Noah Krapfl und Maximilian Römer, Trompete, Richard Schmid, Waldhorn, Marvin Eschle, Posaune und Johannes Fuchs, Tuba. Die Blechis stimmten die Besucher ein mit der barocken Ouvertüre aus der Suite „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel. Eröffnet mit dem bombastischem Sound aller fünf Blasinstrumente, teilte sich das Quintett bald in schöne Wechsel zwischen heller und dunkler Klanggebung.
Posaunen Solo erhebt sich
Mit drei Sätzen aus der modernen Komposition „Cinq pour cinq“ brachten die vielseitigen Musiker auch die Gegenwart zu Gehör. Trompete und Horn führten an in der „Prélude“, mit tänzerischem Dreiertakt verlockte der „Valse“ zum Tanzen. Wie ein Lied erklang der mit „Chanson“ überschriebene gesangliche vierte Satz. Das Forellenquintett von Schubert war der Ausgangspunkt des modernen Satzes „The Trout Fantasy“ von Robert van Berlingen, in dem der Bass die Liedmelodie anstimmte. Mit straffem Duktus und militärisch-markigem Sound offerierten die Blechblasmusiker den Marsch „Fairest of the Fair“ von John Philip Sousa. Immer wieder kehrte wie bei einem Rondo das mitreißende Thema der Trompeten wieder. In die Welt des Jazz entführten die Musiker die Zuhörer beim „Blues for five“ von Bert Mayer.
Über den Pulsen der dunklen Begleitstimmen erhob sich das Solo der Posaune, die auch oft mit punktierter Melodik voranschritt. Der „dirty“ sound am Schluss durfte nicht fehlen. Kurz und bündig servierten die Blechis zum Abschluss ihres imposanten Konzerts noch das bekannte Stück „Cartoon Parade“ mit herrlichem Zusammenklang. Beide Ensembles hatten mit herrlichem Zusammenspiel und virtuoser Darbietung eine hohe musikalische Reife bewiesen und zeigten sich würdig, den begehrten Trumpf Laser Preis zu erhalten. Dies wurde auch durch den nicht enden wollenden Applaus der Zuhörer bestätigt.
Verleihung des Förderpreises
In seiner Laudatio zeigte sich Jörg Roscher von der Trumpf Laser Geschäftsleitung beeindruckt von den Darbietungen und dankte der Musikschule und den Lehrern für die gelungenen Auftritte. Die Preisträger hätten mit ihrem Spiel überzeugt – mit technischer Reife, musikalischem Feingefühl und mit Herzblut. Die Auszeichnung würdige nicht nur das Ergebnis des engagierten Übens, sondern auch die kontinuierliche Arbeit übers Jahr. Die Fähigkeiten, die dabei erlernt würden, Disziplin, Ausdauer, Mut zum Ausdruck und zum Zusammenspiel, seien Qualitäten, die weit über Übungsstunden und Auftritte hinaus wirkten.
Die Verleihung des Förderpreises solle zum Einen die Anerkennung für die enorme Leistung der Ensembles ausdrücken, zum andern die Empfänger auch motivieren, immer wieder Neues zu wagen. Verbunden mit den Glückwünschen zu der wohlverdienten Auszeichnung übergab der Beauftragte der Firma Trumpf Laser den Preisträgern ihre Preise. Dabei stellte er jedes der Talente persönlich vor.