Lehrer sind stolz: Schramberger Abiturienten feiern auf dem Schulhof

Ein gut gefüllter Schulhof herrscht bei der Schulhoffeier der Schramberger Abiturienten vor.
JambrekWo man auch hinschaute: Man blickte in strahlende Gesichter der Abiturienten. Und wenn unsere Redaktion nachfragte, erhielt sie von den Abiturienten vor allem diese Aussage: „Ich bin froh, dass es vorbei ist.“ Das sagte etwa der Seedorfer Emilio Glück gegenüber unserer Redaktion, der sich „befreit“ fühlte.
Manch einer dachte auch bereits darüber nach, was er nun als Nächstes mit seinem Leben anfangen wolle. So fiel auf Nachfrage von einem Abiturienten die Aussage, dass er nun mit seinem 1,5 er-Schnitt das Jurastudium angehen wolle. Er sei sich aber leider überhaupt nicht sicher, ob er direkt losstarten könne oder ob sein Notenschnitt aufgrund des Numerus Clausus bereits zu schlecht sei und er erst mal Zeit für Wartesemester einplanen müsse.
Bei der Schulhoffeier selbst standen zahlreiche Spiele an. Der erste spielerische Programmpunkt nannte sich „Reise nach Jerusalem“. Später gab es auch einen Hindernisparkour, ein Karaokebattle und nette Quizfragen. Oftmals mussten bei den Wettbewerben auch Lehrer gegen die Abiturienten oder andere Schüler antreten.
Auch die jüngeren Schüler hatten reichlich Spaß bei der Schulhoffeier. Die Achtklässler Robin und Leon freuten sich, dass sie nicht im Unterricht hocken und lernen brauchten, sondern erst einmal zwei Stunden gemütlich und spaßorientiert an der Feier teilnehmen konnten.
Rockige Oldies
Musikalisch betrachtet feierten die Abiturienten recht rockig. So erklang vor dem offiziellen Start der Schulhoffeier aus einem Lautsprecher etwa das Lied „Radio“ von Rammstein.
Die „Abiband“ wiederum spielte auf dem Schulhof etliche Oldies aus dem vergangenen Jahrtausend wie „Narcotic“ von Liquido oder „Eye of the tiger“ von Survivor. Aber auch klassischere Musik wie konzertal präsentierte Blasmusik ertönte während der Schulhoffeier aus einem der Klassenzimmer zum Fenster hinaus.
Von den Liedern her ertönte etwa „Give me fire“ von Mando Diao. Daneben erklang auch der Partyklassiker „Völlig losgelöst“ von Major Tom. Summa summarum kam richtig gute Partystimmung auf Fasnetsniveau auf.
Außerdem erklang immer einmal wieder der Motivationsausspruch „Abi, Abi, Abitur“.
Das diesjährig gewählte Abimotto lautete übrigens „Muhammad Abi. Zwölf Jahre durchgeboxt“. Die Abiturienten lehnten sich damit an den weltbekannten Boxer Muhammad Ali an, der auch so einige Erschwernisse in seinem Leben erfolgreich hinter sich gebracht hat.
Lehrer stolz auf Schüler
Auch die Lehrer sind kräftig stolz auf „ihren Abijahrgang“. Die Feier des aktuellen Jahrgangs sei „ein besonderer Moment“ für ihn, beschied Rektor Oliver Porsch höchstpersönlich. Deutschlehrerin Alena Peuckert bescheinigte den Schülern meist fleißig gelernt und viele wichtigen Kompetenzen fürs Leben erworben zu haben. Es habe sich um „einen netten Jahrgang“ gehandelt, für den sie sich nun sehr freue und auf den sie stolz sei .
Lehrer Benjamin Börner war gegenüber dem aktuellen Abiturjahrgang zwar lediglich als Nebenfachlehrer in Biologie tätig. Aber auch er bescheinigt seinen Schülern so einiges geleistet zu haben. Und ist sich sicher, dass der Jahrgang in der Lage sein dürfte, für ältere Generationen einmal zuverlässig die Rente zu bezahlen, indem er erfolgreich am Arbeitsmarkt in einer Anstellung unterwegs sein dürfte.
Froh über die große Leistung, welche die Abiturienten vollbracht hatten, zeigte sich auch Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. Sie gab dem Abschlussjahrgang am Donnerstag gegen 11.30 Uhr Sekt und Brezeln am Rathaus aus und beglückwünschte sie.
Außerdem kündigte sie an, sich auch beim Abiball am Freitagabend, 5. Juli, noch etwas blicken zu lassen und ansprechbar für die Belange der jungen Erwachsenen zu sein.
