Kunsthandwerk in Waldmössingen
: Nicht nur Schnäppchenjäger kommen auf ihre Kosten

Der erste Kunsthandwerkermarkt an der Kastellhalle und Trödelmarkt im ganzen Dorf hat alle Erwartungen übertroffen. Die Besucher strömten in Scharen in den Stadtteil Waldmössingen.
Von
Lothar Herzog
Oberndorf
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Für die Besucher gab es im ganzen Dorf einiges zu entdecken.

Lothar Herzog

Hier ein Schnäppchen, dort ein guter Kauf, um das eigene Zuhause zu verschönern. Und zwischendurch gemütlich sitzen, plaudern und sich kulinarisch stärken. Am Samstag pulsierte Waldmössingen wieder einmal, und die Händler zeigten ihr Kreativität.

Die Organisatoren dürfen sich auf die Schultern klopfen. Bei idealem Frühlingswetter kamen unzählige Besucher zu Fuß, auf dem Rad oder auch mit dem Auto, aus dem Ort und dem näheren Umland. Bereits zu Beginn um 11 Uhr herrschte ein reges Treiben, das in der Folgezeit noch deutlich zunahm.

Ein Klavier für 50 Euro

Während die Schnäppchenjäger beim Trödelmarkt in den Straßen und Gassen voll auf ihre Kosten kamen und manche Rarität ergatterten – beispielsweise ein voll funktionsfähiges Klavier für 50 Euro – gab es beim Kreativ- und Kunsthandwerkermarkt auf dem Parkplatz der Kastellhalle viele Dekorationsartikel aus Holz, Papier, Keramik, Gips, Ton und Wachs zu bestaunen und zu bewundern. An mehr als 30 Ständen wurde die ganze Vielfalt der Handwerkskunst präsentiert.

Auffallend dabei: Der in Gutach und Wolfach-Kirnbach beheimatete Bollenhut war oft Motiv für die eine und andere Idee. So fand sich das Markenzeichen des oberen Kinzigtals auf Flaschen, Gestecken, Handtaschen und Hirschköpfen. Letztere stellte Dominik Breier aus Villingen-Marbach mit dem 3D-Drucker aus lebensmittelechtem Polylactid (PLA) an seinem Stand her und erklärte Interessierten die Technik.

Auch Frau Holle ist auf dem Markt präsent

Manche Marktständer waren sich nicht zu schade, ihre Schaffenskraft auf ein besonderes Level zu stellen oder mit einem Slogan aufzuwerten. Bei Anja Armbruster aus Dunningen hat Liebe viele Formen, und für sie ist Nähen von Kleidung wie zaubern können. Auch Frau Holle (Heike Holl) war auf dem Markt präsent, aber nicht um Betten auszuschütteln, sondern um mit flinker Nadel zu stricken.

Es durfte nicht nur gestöbert und probiert, sondern auch genascht werden. Beispielsweise von den verschiedenen selbsthergestellten Brotaufstrichen, Chutneys und Marmelade von Simone Dieterle aus Hardt.

Alles für Heimwerker

Ein Abstecher ins Gewerbegebiet Webertal ins Magazin 17 der Firma Kaupp lohnte sich ebenfalls. Da gab es vom Dübel bis zur Schraube und Mutter hin zu Trennscheiben für Winkelschleifer alles für den Hobby-Heimwerker. Eingebunden in den Kreativ- und Trödelmarkt war ein Tag der offenen Tür im Werkskindergarten im Industriegebiet, bei dem ebenfalls lebhafter Publikumsverkehr herrschte. Sei es, um die Räumlichkeiten und den Spielplatz zu besichtigen, bei Kaffee und Kuchen zu verweilen, oder bei der Eltern-Kind-Aktion mit dem Bau von Nistkästen mitzuwirken.

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