Kultur im Schramberger Subiaco: Was Beton mit „Dogman“ verbindet

Der „Boxer“ von Ulrike Balkau
Balkau- Subiaco Schramberg zeigt „Ein Augenblick Kunst im Kino“ mit Bessons „Dogman“.
- Termin ist am Freitag, 28. August, um 19 Uhr – erst Kunst, dann Film.
- Ulrike Balkau formt aus Beton Charakterköpfe und Hunde, oft mit Patina und Metallen.
- Günter Balkau nutzt Naturfunde für abstrakte Werke, etwa aus Bucheckern.
- „Dogman“ erzählt von Douglas, Außenseiter mit illegalem Tierasyl und enger Hundebindung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was haben ein Charakterkopf aus Beton, ein Bild aus Bucheckern und ein Film über einen Außenseiter mit einer besonderen Beziehung zu Hunden gemeinsam? Die Antwort gibt es am Freitag, 28. August, um 19 Uhr beim nächsten „Ein Augenblick Kunst im Kino“ im Subiaco Kino Schramberg. Das Künstlerpaar Ulrike und Günter Balkau bringt seine Kunst mit dem Film „Dogman“ des französischen Regisseurs Luc Besson zusammen.
Ulrike Balkau widmet sich als Bildhauerin einem der ältesten Themen der Kunst: dem Menschenbild. Ihr bevorzugtes Material ist Beton – ein Werkstoff, der zunächst roh, kühl und industriell wirkt. Daraus entstehen in ihren Händen Charakterköpfe und ausdrucksstarke Figuren, darunter auch Darstellungen von Hunden.
Eisen, Kupfer und Fundstücke aus der Natur setzen Akzente und schaffen haptische Kontraste. Die Oberflächen ihrer Arbeiten tragen häufig eine besondere Patina und erzählen von Alterung, Vergänglichkeit und den „Wunden unserer Zeit“. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde Ulrike Balkau 2019 mit dem EuropArtAward in Amsterdam ausgezeichnet.
Entdeckungen aus der Natur
Ihr Mann Günter Balkau richtet den Blick dagegen auf die unmittelbare Umgebung. In der Natur entdeckt er eine eigene visuelle Poesie. Strukturierte Oberflächen, Rostoptiken, Goldnuancen und organische Formen prägen seine abstrakten und semi-abstrakten Kompositionen.
Sein Bild „Spuren eines Spaziergangs“ zeigt, wie aus scheinbar unscheinbaren Naturmaterialien wie Bucheckern ein eigenständiges Kunstwerk entstehen kann. Balkaus Arbeiten laden dazu ein, das Alltägliche mit anderen Augen zu betrachten und zugleich über den Umgang des Menschen mit seiner Umwelt nachzudenken.
Dann folgt der Film
Dann geht es auf die Leinwand. Nach der Begegnung mit den Werken des Künstlerpaares folgt Luc Bessons „Dogman“. Der Film erzählt die Geschichte von Douglas, gespielt von Caleb Landry Jones, der nach einer traumatischen Kindheit eine besonders enge Verbindung zu Tieren entwickelt.
Als Erwachsener lebt der querschnittsgelähmte Außenseiter am Rand der Gesellschaft und betreibt ein illegales Tierasyl. Seine Hunde werden für ihn zu Familie und Freunden – und schließlich sogar zu Verbündeten. Besson verbindet Drama und Außenseitergeschichte mit ungewöhnlichen und verstörenden Momenten zu einem Porträt eines Menschen, der seinen eigenen Platz in der Welt sucht.
Genau hier liegt die Verbindung zum Künstlerpaar Balkau: Auch in den Arbeiten der beiden geht es um Verletzlichkeit, Vergänglichkeit, Außenseitertum und die Beziehung zwischen Mensch und Natur beziehungsweise Tier. Kunst und Film nähern sich diesen Themen allerdings aus ganz unterschiedlichen Richtungen.