Konzert in Hardt: Handharmonikaclub und Kirchenchor musizieren gemeinsam

Im dritten Teil konzertieren Handharmonikaclub und Kirchenchor zusammen.
AntonUnter Leitung von Alexander Wassylenko konzertierte das Hauptorchester des Handharmonikaclubs (HHC). Als Konzertpartner war der katholische Kirchenchor „St. Cäcilia“ Hardt unter Leitung von Marta Kulzer Ribeiro eingeladen.
Der erste Konzertteil war dem Gesang gewidmet. Der Kirchenchor hatte für das Projekt Frühjahrskonzert wieder junge Gastsänger gewinnen können, die dem Chor neuen Schwung brachten. Mit dem souveränen Pianisten Jonathan Wagner hatte der Chor eine hervorragende Begleitung.
Das Programm des Kirchenchors , das Alexandra Herzog gekonnt moderierte, enthielt Evergreens und Arrangements aus Oper, Musical, Konzert und Gospelmusik. Dirigentin Marta Kulzer Ribeiro hatte den Chor im Griff und strahlte Ruhe und Souveränität aus.
Walzer- und Marschklänge
Schon mit dem ersten Titel „Unter südlicher Sonne“, einer Bearbeitung des bekannten „Capriccio Italien“ von Peter Tschaikowsky für Gesang (H.Ophoven), sprang der wärmende Funke auf das Publikum über. Die Walzer- und Marschklänge waren teilweise der italienischen Volksmusik entnommen, was dem Stück einen fröhlichen, unbeschwerten Charakter verlieh.
Dreiertakt verführt zum Träumen
Ein weiterer Klassiker kam zu Gehör mit dem Arrangement „Land der Träume“ nach der Barkarole aus der Oper „Hoffmann’s Erzählungen“ von Jacques Offenbach. Der schwingende Dreiertakt, der an das Schaukeln der Barkarole erinnerte, verführte mit seinen süßen Harmonien in der Tat zum Träumen.
Mit dem Hit „Sailing“ der Sutherland Brothers , weltweit bekannt geworden durch den Sänger Rod Stewart, gaben die engagierten Sänger der Sehnsucht eines Liebenden ihre Stimme, der, getrennt durch Ozeane, die Nähe zu seiner Liebsten herbeiwünscht.
„Chor der Gefangenen“ geht unter die Haut
Unter der präzisen Leitung der jungen Dirigentin gestalteten die Sänger die Dramatik im Musicalsong „Memory“ überzeugend. Auch der berühmte „Chor der Gefangenen“ aus der Oper „Nabucco“ von G. Verdi , der das Leid der Hebräer in der babylonischen Gefangenschaft zum Inhalt hat, ging unter die Haut.
Feine innere Saiten brachte auch der Filmtitel „Can’t Help Falling In Love“ zum Schwingen, dessen Gefühlsgehalt vom Chor zum Ausdruck gebracht wurde. Höhepunkt des gesanglichen Teils war das Spiritual „Oh Happy Day“ in einem Satz von Manfred Bühler, bei dem die Dirigentin selbst das Gesangssolo übernahm.
Hauptorchester eröffnet mit Paukenschlag
Nach der Pause übernahm das Hauptorchester des HHC unter Dirigent Alexander Wassylenko. Die Eröffnung geschah mit einem Paukenschlag. Mit der „New York Overture“ von Kees Vlak stellte das Orchester die Sehenswürdigkeiten von New York vor. Das Event enthielt nach der hymnischen Einstimmung sakrale Weisen, Jazzklänge und schrille Ausschnitte aus dem Nachtleben vom Broadway.
Viel Abwechslung brachte das Stück „Variazioni in Blue“ aus der Feder des Niederländers Jacob de Haan. Nach einer würdevollen Eingangsmelodie folgten Takte im Blues-Stil, rasante Phasen mit folkloristischem Balkancharakter und zum Abschluss ein harmonisches Andante.
Mit der „Glenn Miller Story“ wechselten die Harmonikamusiker über zum legendären unverwechselbaren weißen Bigband-Sound. Das Potpourri mit Titeln wie „In The Mood“ zeigte den besonderen Charakter im Stil dieses begnadeten Musikers und Komponisten. Einige der größten Songs des „Tigers Tom“ waren im Medley „Tom Jones Greatest Hits“ zu hören.
Über das Parkett schwebende Tänzerinnen
Mit der Titelmelodie zum Film „Arthur – kein Kind von Traurigkeit“ brachten die Musiker einen neuen Sound ins Spiel. Mit dem Stück „Pizzicati“ von Leo Delibes entführte das Orchester die Zuhörer in einen Ballettsaal, wo es um graziöse Tanzschritte ging. Die gebannten Zuhörer konnten sich über das Parkett schwebende Tänzerinnen vorstellen. Ein straffer Rhythmus und rasante Melodien zeichnete die Komposition „Leichtes Blut“ von Johann Strauß aus. Die Schritte wurden immer ausgelassener, die Musik immer heiterer.
Im dritten Teil wirkten die beiden Vereine zusammen. Dirigiert von Marta Kulzer Ribeiro erklang das sakrale Werk „Jubilate Deo“ aus der Feder des modernen englischen Komponisten Colin Mawby. Mit großer Sensibilität gestalteten Sänger und Musiker das Lied „Die Rose“ von A. Mc Broom. Der Schlussapplaus war grandios, und als Zugabe erklang noch die Ballade „Gabriella´s Song in einem Arrangement von Hans-Günther Kölz.