Industrie in Schramberg-Sulgen: Umsatz unter Druck, Cashflow verbessert

Weniger Umsatz, aber ein positives Ergebnis: hGears in Sulgen hat sich im ersten Halbjahr 2026 trotz schwacher Nachfrage in wichtigen Märkten stabilisiert.
Unternehmen- hGears stabilisiert sich im ersten Halbjahr 2026 trotz schwacher Nachfrage in Kernmärkten.
- Konzernumsatz: 46,8 Mio. Euro; bereinigtes EBITDA: 0,4 Mio. Euro, Marge 0,8 Prozent.
- [e]-Mobility wächst auf 25,5 Mio. Euro, e-Bikes brechen um 31,2 Prozent auf 5,1 Mio. Euro ein.
- Kostenmaßnahmen wirken: Personalaufwand sinkt um 1,9 Mio. Euro, Bruttomarge leicht schwächer.
- Free Cashflow steigt auf 1,1 Mio. Euro – Finanzierung für zweite Jahreshälfte gesichert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die hGears Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 die eigenen Erwartungen erreicht. In einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld erzielte der Zulieferer einen Konzernumsatz von 46,8 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 0,4 Millionen Euro, die entsprechende Marge bei 0,8 Prozent.
Stabilisierender Faktor war laut Mitteilung vor allem das Geschäft mit der sogenannten [e]-Mobility. Der Umsatz des Segments stieg um 7,0 Prozent auf 25,5 Millionen Euro. Dazu trugen insbesondere höhere Kundenabrufe im Bereich der Sport- und Luxusfahrzeuge bei.
Deutlich schwieriger entwickelte sich dagegen das e-Bike-Geschäft. Der Umsatz sank um 31,2 Prozent auf 5,1 Millionen Euro. Neben einer hohen Vergleichsbasis aufgrund von Vorzieheffekten im Vorjahr belasteten die weiterhin schwache Fahrradproduktion und der anhaltende Lagerabbau entlang der Wertschöpfungskette. Auch bei e-Tools gingen die Erlöse zurück – vor allem wegen der geringeren Nachfrage nach Gartengeräten. Der Umsatz sank von 18,0 auf 15,9 Millionen Euro.
Kostenmaßnahmen stützen Ergebnis
Die rückläufigen Volumina schlugen auch auf die Bruttomarge durch. Der bereinigte Bruttogewinn verringerte sich von 22,6 auf 21,0 Millionen Euro. Die bereinigte Bruttomarge lag mit 44,9 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 45,6 Prozent. Als wesentlichen Grund nennt hGears den veränderten Produktmix. Zudem belasteten höhere Energiepreise. Geringere Kosten für ausgelagerte Produktion und sonstige Materialaufwendungen sowie Effizienzsteigerungen wirkten teilweise entgegen.
Dass das Unternehmen trotz des schwächeren Geschäftsvolumens ein positives bereinigtes EBITDA erzielte, führt hGears vor allem auf die umgesetzten Struktur- und Effizienzmaßnahmen zurück. Besonders die Anpassung der Personalkosten an das niedrigere Geschäftsvolumen machte sich bemerkbar. Der Personalaufwand sank um 1,9 Millionen Euro beziehungsweise 10,9 Prozent.
Belastend wirkten unter anderem negative Netto-Währungseffekte von rund 0,4 Millionen Euro. Insgesamt blieb das bereinigte EBITDA dennoch mit 0,4 Millionen Euro positiv.
Free Cashflow verbessert sich deutlich
Positiv entwickelte sich der Cashflow. Der Free Cashflow verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren insbesondere Verbesserungen beim Nettoumlaufvermögen.
Die Investitionen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 1,6 Millionen Euro und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau. Unter anderem flossen Mittel in neue Projekte. Zum 30. Juni verfügte hGears über liquide Mittel in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 27,0 Prozent.
Finanzierung
Auch die Finanzierungssituation stand im Fokus. Nach Angaben des Unternehmens wurde die im Geschäftsbericht 2025 vorgesehene Brückenfinanzierung auf Basis der aktuellen Planung für die zweite Jahreshälfte durch mehrere Finanzierungs- und Liquiditätsmaßnahmen sichergestellt.
Damit bleibt hGears trotz der anhaltenden Schwäche wichtiger Abnehmermärkte operativ auf Kurs. Vor allem die Entwicklung bei [e]-Mobility und die weitere Umsetzung der Kostenmaßnahmen dürften für die zweite Jahreshälfte entscheidend sein. Zum 30. Juni 2026 beschäftigte hGears konzernweit 560 Beschäftigte (30. Juni 2025: 614 Beschäftigte), davon am deutschen Standort 181 (30. Juni 2025: 197 Beschäftigte).