Hansgrohe in Schiltach: Mehr als Dusche und Wasserhahn

Der Rundgang durch die Ausstellung „Taktgeber des Wassers. Seit 1901.“ beginnt idealerweise im Zentrum der Ausstellung. Dort schwebt eine Acrylscheibe mit drei Metern Durchmesser wie ein Wassertropfen im Raum.
Hansgrohe- In Schiltach öffnete die Aquademie eine neue Dauerausstellung zu Hansgrohe seit 1901.
- Im Zentrum steht ein Wassertropfen-Motiv – es verbindet Gestaltung, Ideen und Innovationen.
- Rundgang mit Filmstart per RFID: Von einem zentralen Punkt führen Bereiche durch 125 Jahre.
- Mehr als 120 Originale, Filme und interaktive Elemente zeigen Technik, Design und Umgang mit Wasser.
- Fünf Themencluster mit 23 Modulen richten sich an regionale wie internationale Besucher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was heute im Badezimmer selbstverständlich erscheint, hat häufig eine lange Geschichte. Dusche, Brause, Wasserhahn oder die Gestaltung eines modernen Bades sind auch das Ergebnis technischer Entwicklungen, neuer Designideen und veränderter Vorstellungen von Komfort. Einen Teil dieser Geschichte hat Hansgrohe mitgeschrieben – seit 1901 vom Schwarzwald aus.
Zum 125-jährigen Bestehen des Unternehmens ist in der Schiltacher Aquademie die neue Dauerausstellung „Hansgrohe. Taktgeber des Wassers. Seit 1901“ eröffnet worden. Auf rund 400 Quadratmetern erzählt sie die Geschichte des Unternehmens allerdings nicht als klassische Chronik. Stattdessen stehen Menschen, Ideen, Innovationen, Design und die Beziehung zum Element Wasser im Mittelpunkt.
Ein Tropfen als roter Faden
Das zentrale Gestaltungselement der Ausstellung ist ein Wassertropfen. Genauer gesagt: der Moment, in dem ein Tropfen auf eine Wasseroberfläche trifft und dabei konzentrische Kreise entstehen lässt. Dieses Bild zieht sich durch die Gestaltung und soll zugleich symbolisieren, wie Entwicklungen und Innovationen über ihre eigentliche Entstehung hinaus Wirkung entfalten.

Mit Originalen aus dem Archiv, Exponaten aus der eigenen Produktion und neuen Stücken aus dem Entwicklungsfundus eröffnet die Ausstellung einen Blick auf die Marken- und Produktgeschichte.
HansgroheSchon im Eingangsbereich wird das Motiv sichtbar. Im Zentrum eines forumartigen Raums schwebt eine eigens angefertigte transparente Scheibe in einem drei Meter großen Metallrahmen. Sie erinnert an einen einzelnen Tropfen und bildet den Auftakt für den Rundgang.
Ein Film, der per RFID-Technik gestartet wird, nimmt die Besucher anschließend mit auf eine Reise durch 125 Jahre Unternehmensgeschichte. Von diesem zentralen Punkt aus erschließen sich die verschiedenen Themenbereiche der Ausstellung.
Originale statt Firmengeschichte aus dem Lehrbuch
Mehr als 120 Originalexponate gehören zur Schau. Hinzu kommen historische Dokumente, Fotografien, Entwicklungsmodelle und Produkte aus unterschiedlichen Epochen. Insgesamt erstrecken sich die Präsentationsflächen über mehr als 60 Meter.
Dabei geht es nicht allein um die Frage, wann welches Produkt auf den Markt kam. Die Ausstellung will vielmehr zeigen, welche technischen und gesellschaftlichen Veränderungen hinter der Entwicklung der Bad- und Duschkultur standen.
Wie hat sich der Umgang mit Wasser verändert? Welche technischen Lösungen haben sich durchgesetzt? Welche Rolle spielte Design? Und wie wurde aus einem Unternehmen aus dem Schwarzwald ein international tätiger Anbieter?
Auf diese Fragen gibt die Ausstellung laut Mitteilung unterschiedliche Antworten – mit historischen Objekten ebenso wie mit Filmen, Grafiken und interaktiven Elementen.
Technik trifft Design
Die Ausstellung zeigt deshalb sowohl technische Entwicklungen als auch Produkte, die Designgeschichte geschrieben haben. Gleichzeitig wird der Blick auf den Umgang mit der Ressource Wasser gelenkt. Damit reicht die Zeitreise von historischen Entwicklungen bis zu Fragen, die für die Gegenwart und Zukunft der Branche relevant sind.
23 Module für 125 Jahre
Insgesamt ist die Ausstellung in fünf Themencluster und 23 Module gegliedert. Rund 100 Texte in deutscher und englischer Sprache informieren über die einzelnen Stationen. Audiovisuelle Elemente, Projektionen und digitale Anwendungen ergänzen die historischen Exponate.
Das Konzept richtet sich damit an unterschiedliche Besuchergruppen: an Menschen aus der Region ebenso wie an internationale Gäste, an Geschichtsinteressierte und an Fachleute aus Sanitärbranche, Architektur und Design.
Schiltach bleibt der Ausgangspunkt
Trotz internationaler Ausrichtung bleibt Schiltach der Ausgangspunkt der Geschichte. Hier begann 1901 die Entwicklung des Unternehmens – und hier befindet sich bis heute ein wichtiger Standort.
Die neue Ausstellung macht laut Mitteilung diese Verbindung sichtbar. Sie richtet sich damit nicht nur an Kunden und Fachpartner aus aller Welt, sondern auch an Besucher aus der Region. Für sie bietet die Aquademie einen Einblick in die Entwicklung eines Unternehmens, dessen Produkte längst weit über den Schwarzwald hinaus bekannt sind.
Die Hansgrohe Aquademie, Auestraße 9 in Schiltach, ist montags bis freitags von 7.30 bis 18 Uhr geöffnet.