Gemeinderat Schenkenzell: Werden Kindergartenplätze ausgebaut?

Mit einem mobilen Kindergartenwagen will der Trägerverein der Bauernhof-Kindertagesstätte Schiltach das Betreuungsangebot um circa 20 Plätze erweitern. (Symbolfoto)
Lothar HerzogIn der Sitzung des Gemeinderats lag den Räten ein Bauantrag des Schiltacher Bauernhofkindergarten-Trägervereins vor, der auf der Anlage der bestehenden Bauernhofkindertagesstätte im Gewann „Auf der Staig“ auf Gemarkung Schenkenzell einen mobilen Kindergartenwagen auf Rädern aufstellen will.
Nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Heinzelmann ist das Vorhaben als Erweiterung gedacht, wodurch bis zu 20 zusätzliche Kindergartenplätze angeboten werden können. Der Wagen werde mit elektrischen Heizkörpern beheizt, weshalb eine Lagerung von Brennstoffen nicht erforderlich sei. Die Löschwasserversorgung sei gesichert.
Rolle des Brandschutzes
Eine ursprünglich vorgesehene Überdachung zwischen dem geplanten mobilen Wagen und dem vorhandenen Schuppen, um Spielgeräte unterzubringen, könne aus brandschutzrechtlichen Gründen nicht realisiert werden. Die erforderlichen PKW-Parkplätze könnten vor dem Schuppen und Wohnhaus ausgewiesen werden, schilderte der Bürgermeister.
Mit der mobilen Erweiterung soll die bisherige Kindergartenfläche im Wohnhaus durch eine Nutzungsänderung künftig als Wohnraum genutzt werden.
Das Grundstück befinde sich im Außenbereich außerhalb der geschlossenen Bebauung, weshalb das Vorhaben baurechtlich gesondert geprüft werden müsse. Die Baurechtsbehörde des Landratsamt Rottweil habe der Gemeinde Schenkenzell mitgeteilt, dass sie dem Vorhaben zustimmen müsse (sogenanntes gemeindliches Einvernehmen), damit eine Baugenehmigung erteilt werden könne. Ein positiver Gemeinderatsbeschluss bedeute jedoch nicht automatisch, dass das Vorhaben umgesetzt werden dürfe, da im weiteren Verfahren noch verschiedene Fachbehörden beteiligt seien.
„Während die Baurechtsbehörde keine baurechtlichen Bedenken hat, lehnt die Forstbehörde das Vorhaben ab, weil der erforderliche Waldabstand von 30 Metern für einen ständigen Aufenthalt nicht vorhanden ist“, erläuterte Heinzelmann den Räten die Sachlage.
Aus Sicht der Verwaltung stünden dem Vorhaben keine öffentliche Belange entgegen und es werde unterstützt. Es erweitere das vorhandene Kinderbetreuungsangebot im Gemeindegebiet. „Mein Vorschlag wäre, wir erteilen dem Bauantrag unser Einvernehmen mit dem Hinweis an die Forstbehörde des Landratsamts, in sich zu gehen und eine Lösung zu finden. Die Frage ist natürlich, wem gehört der Wald und wäre es möglich, durch die Fällung einzelner Bäume den erforderlichen Waldabstand herzustellen“, warb der Bürgermeister um Zustimmung. Diese erfolgte durch das Ratsgremium einstimmig.