Forstbetriebsgemeinschaft Tennenbronn: Erich Kunz gibt Vorsitz nach 27 Jahren ab
Der neue Vorstand der FBG mit (von rechts) Stefan Allgeier, Tobias Fichter, Klaus Wälde, Benjamin Nagel, Michael Rapp, Florian Kühn und Markus Storz. Die neue Kassiererin Nicole Samland-Fleig befand sich im Mutterschutz.
Ziechaus- Machtwechsel bei der FBG Tennenbronn: Tobias Fichter folgt auf Erich Kunz nach 27 Jahren.
- Vorstand gewählt: Klaus Wälde bleibt Vize und Geschäftsführer, Allgeier Schriftführer, Samland-Fleig Kassiererin.
- Holzvermarktung lief gut, jedoch stiegen Betriebskosten deutlich – 9861 Festmeter zu Ø 89 Euro.
- Hauptabnehmer waren Finkbeiner mit 3663 Festmetern und Heinzelmann mit 525 Festmetern Kiefer.
- Warnung vor Borkenkäfer: Befall schnell beseitigen, Förder- und Kultursicherungsanträge fristgerecht stellen.
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Die für den Wald oft gewünschte natürliche Verjüngung war in diesem Jahr auch beim Vorstand der FBG Tennenbronn gefragt. Der seit 27 Jahren amtierende Vorsitzende Erich Kunz und Kassier Gerhard Moosmann hatten bereits lange angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Für eine geordnete Übergabe ihrer Ämter hatten sie Nachfolger vorbereitet.
Vor den Wahlen stand jedoch zunächst der Jahresabschluss 2025 auf der Tagesordnung. Das Jahr könne mit „ordentlichen Preisen für unsere Arbeit im Wald“ abgeschlossen werden, zeigte sich Erich Kunz zufrieden. Insgesamt 9861 Festmeter Holz seien vermarktet worden, rechnete Geschäftsführer Klaus Wälde vor. Der Durchschnittspreis über alle Sortimente habe bei 89 Euro pro Festmeter gelegen.
Ein großer Abnehmer für das Holz der kurzen Wege war erneut die Firma Finkbeiner mit 3663 Festmetern. Weitere 525 Festmeter Kiefernholz übernahm die Firma Heinzelmann in Wolfach. Auch die Vermarktung über die FVS lief gut. Allerdings seien die Betriebskosten stark gestiegen, verwies Kassier Gerhard Moosmann auf die hohen Energiepreise.

Tobias Fichter verabschiedete Gerhard Moosmann (links) und Erich Kunz (rechts).
ZiechausFür die Kassenprüfer bescheinigte Heinrich Knösle eine einwandfreie Kassenführung. Die Berichte hätten gezeigt, dass die Gemeinschaft gut geführt werde, hob Ortsvorsteher Manfred Moosmann hervor. Er würdigte die langen Amtszeiten von Erich Kunz und Gerhard Moosmann. Die einstimmige Entlastung sei ein Dank der Mitglieder für ihre langjährige und verantwortungsvolle Arbeit.
Die Wahlen des Vorstands für die kommenden drei Jahre fielen bei allen Kandidaten einstimmig aus. Neuer Vorsitzender wurde Tobias Fichter. Als stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer wurde Klaus Wälde bestätigt. Auch Schriftführer Stefan Allgeier bleibt im Amt. Nicole Samland-Fleig wurde während ihres Mutterschutzes zur Kassiererin gewählt. Kassenprüfer bleiben Wilfried Ketterer und Heinrich Knösle. Zu Beisitzern wurden Florian Kühn, Benjamin Nagel, Michael Rapp und Markus Storz gewählt. Alle Gewählten nahmen die Wahl an.
Förderanträge einreichen
Erich Kunz blickte auf seine Amtszeit seit 1999 zurück, die mit einem schwierigen Start und „ständig neuen Förstern“ begonnen habe. Nach der Schließung des Forstamts in Schramberg hätten die Förster nicht mehr in der Holzvermarktung tätig sein dürfen. Die Gemeinschaft sei damit auf sich gestellt gewesen und habe bei der Vermarktung auf die Unterstützung durch die FVS sowie die Revierleiter gesetzt. Die Zusammenarbeit mit Jürgen Obergfell sei sehr gut, und die Waldbesitzer würden gut informiert.
Für das Forstamt Rottweil erinnerte der stellvertretende Leiter Joachim Bea an die Frist zur Einreichung waldbaulicher Förderanträge für 2027. Diese müssen nach Beratung mit dem Revierleiter bis zum 6. November 2026 eingereicht werden.
Nach dem Rekordsommer könne sich die Befallsdynamik beim Borkenkäfer „deutlich verschärfen“, warnte Jürgen Obergfell. Befallene Bäume sollten deshalb schnell entfernt und Anträge zur Kultursicherung bis Anfang Dezember gestellt werden.
Auch Thomas Weißer, neuer Vorsitzender Markt der FVS, bestätigte diese Einschätzung. Größere Frischholzhiebe sollten mit dem Revierleiter abgestimmt werden, um den Holzanfall bestmöglich zu lenken. Die leicht gestiegenen Baugenehmigungszahlen gäben mittelfristig Anlass zu vorsichtigem Optimismus.