Förderverein Lichtspielhaus
: Hollywood, Laupheim und ein Kino in Schramberg

In Laupheim stoßen die Freunde des Lichtspielhauses Schramberg auf bislang wenig bekannte Verbindungen zur Geschichte des Kinos.
Von
Karin Zeger
Schramberg
Jetzt in der App anhören
Auf überregionaler Mission (von links): Holger Knecht, Carsten Kohlmann, Museumsleiter Michael Niemetz, Lars Bornschein und Jo Glaser

Auf überregionaler Mission (von links): Holger Knecht, Carsten Kohlmann, Museumsleiter Michael Niemetz, Lars Bornschein und Jo Glaser

Rainer Langenbacher
  • Förderverein Lichtspielhaus Schramberg besuchte Laupheim – Spurensuche zur Kinohistorie.
  • Enge Verbindung: Geschichte des Schramberger Kinos knüpft an Carl Laemmle und Laupheim an.
  • Museum zeigte Ausstellung und führte zu Laemmles Geburtshaus, Gedenktafel und Friedhof.
  • Überraschung im Museum: Gemälde des Lichtspielhauses von Franz Hützschke aus dem Magazin.
  • Verein zählt 84 Mitglieder und plant 2027 in Laupheim den Film „Spiel des Lichts“ zu zeigen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

84 Mitglieder hat der Förderverein Lichtspielhaus Schramberg inzwischen – und er will mehr als nur für den Erhalt eines besonderen Gebäudes werben. Eine erste gemeinsame Ausfahrt nach Laupheim hat gezeigt, wie eng die Geschichte des Schramberger Kinos mit der Stadt am Rande der Schwäbischen Alb verbunden ist.

Ein Kino auf Reisen: Für den Förderverein Lichtspielhaus Schramberg führte die erste gemeinsame Ausfahrt nach Laupheim. Dort, wo die Geschichte des Schramberger Lichtspielhauses gewissermaßen ihren Anfang nahm, trafen die Vereinsmitglieder auf Spuren, die bisher nur wenigen bekannt waren.

Spurensuche

Im Mittelpunkt stand das Museum zur Geschichte von Christen und Juden. Museumsleiter Michael Niemetz und weitere Wegbegleiter machten die Schramberger Besucher mit der Geschichte Carl Laemmles und seiner Heimatstadt vertraut. Laemmle, 1867 in Laupheim geboren, wanderte in die USA aus, wurde zu einem Pionier der Filmindustrie und gründete mit Universal eines der großen Hollywood-Studios. Doch seine Verbindung zur alten Heimat blieb bestehen – und reicht bis nach Schramberg, genauer zum Lichtspielhaus. Oder wie es der Vorsitzende des Fördervereins, Carsten Kohlmann, formuliert: „Dem Großstadtkino in der Provinz.“

Die Fahrt nach Laupheim war deshalb mehr als ein Vereinsausflug. Sie war eine Spurensuche. Bei einer Führung durch die Carl-Laemmle-Ausstellung und einem Stadtrundgang ging es zu seinem Geburtshaus, zu einer Gedenktafel und auf den jüdischen Friedhof zu den Gräbern seiner Eltern. Zugleich entstand ein neuer Kontakt zwischen Institutionen und Vereinen in beiden Städten.

Kreis Rottweil

Alles Wichtige aus dem Kreis Rottweil.

Zum Whatsapp Kanal
Im Laupheimer Museum gibt es auch einen kleinen Kinosaal.

Im Laupheimer Museum gibt es auch einen kleinen Kinosaal.

Rainer Langenbacher

Eine besondere Überraschung wartete im Museum: Für die Schramberger Gäste wurde ein Gemälde des Lichtspielhauses aus dem Magazin geholt. Es stammt von Franz Hützschke und gehörte einst Eugen Taubert, dem ersten Geschäftsführer des Schramberger Lichtspielhauses. Taubert war 1928 mit seiner Familie von Laupheim nach Schramberg gekommen. Das Bild ist damit selbst ein Stück Verbindungsgeschichte.

84 Mitglieder

Für den Förderverein ist diese Verbindung ein Ansatzpunkt für die Zukunft. Das Bewusstsein für das Schramberger Lichtspielhaus soll nicht allein in Schramberg wachsen, sondern auch dort, wo seine Geschichte ihre Wurzeln hat. 2027 soll deshalb eine Einladung nach Laupheim folgen – zur Präsentation des Films „Spiel des Lichts“.

Dass der Förderverein inzwischen 84 Mitglieder zählt, zeigt: Das Interesse an der Geschichte und Zukunft des Lichtspielhauses ist groß. Die Ausfahrt nach Laupheim war ein weiterer Schritt, um das Bewusstsein für die Bedeutung dieses besonderen Gebäudes in der Talstadt zu stärken. „Und vielleicht war es ein Anfang. Ein kleiner Anfang“, hofft Carsten Kohlmann.