Förderverein Lichtspielhaus: Die Reise zu Schrambergs Hollywood-Wurzeln

Die Geschichte des Schramberger Lichtspielhauses ist eng mit Carl Laemmle und seiner Geburtsstadt Laupheim verbunden. Nun lädt der Förderverein zu einer Fahrt an die Wurzeln dieser besonderen Verbindung ein.
Rainer Langenbacher- Förderverein plant eine Fahrt nach Laupheim – Bezug zu Carl Laemmle und dem Lichtspielhaus.
- Start ist am Sonntag, 27. September, 9 Uhr am Schloss in Schramberg, Ziel Schloss Großlaupheim.
- Museumsbesuch mit Ausstellung zu Christen und Juden in Oberschwaben, Führung ab 13 Uhr.
- Besonderheit für Gäste: Originalgemälde des Lichtspielhauses von Franz Hützschke wird gezeigt.
- Filmprojekt „Spiel des Lichts“ kommt, Schluss-Szene nicht im Gebäude, wegen Auflagen kein Zugang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für die einen ist es ein leer stehendes Gebäude unter vielen in der Talstadt. Für die anderen steckt hinter seiner Fassade noch immer der Zauber von Hollywood. Und weil das Lichtspielhaus mit seiner besonderen Geschichte derzeit nur erschwert betreten werden kann, lädt der Förderverein zu einer Exkursion an einen Ort ein, der an seinen Erbauer und an einen der Väter Hollywoods erinnert: Carl Laemmle.
Seit mehr als drei Jahrzehnten beschäftigt sich der Schramberger Historiker und Leiter des Stadtarchivs, Carsten Kohlmann, mit der Geschichte des Lichtspielhauses – und damit auch mit Carl Laemmle (1867 bis 1939). Dessen Lebensgeschichte fasziniere ihn bis heute, sagt Kohlmann, der auch dem Vorstand des Fördervereins Lichtspielhaus angehört.

"It can be done", lautete der Slogan von Carl Laemmle.
Rainer LangenbacherEin kurzer Blick zurück: Carl Laemmle wanderte im Alter von 17 Jahren in die USA aus. 1906 eröffnete er dort sein erstes Kino und wurde zu einem bedeutenden Pionier der amerikanischen Filmindustrie. 1927 erteilte er den Bauauftrag für das Lichtspielhaus in Schramberg. Das Gebäude im Bauhaus-Stil wurde im Oktober 1928 eröffnet.
Kohlmann könnte sich eine intensivere Verbindung zwischen Schramberg und Laupheim, der Geburtsstadt Laemmles, gut vorstellen. Vielleicht ist die geplante Ausfahrt des Fördervereins am Sonntag, 27. September, dafür ein erster Schritt.
Kinosaal im Museum
Unter dem Motto „Ein Blick nach Hollywood“ startet um 9 Uhr ein Bus am Schloss in Schramberg mit dem Ziel Schloss Großlaupheim in Oberschwaben. Dort steht ein Besuch des Museums mit seiner Ausstellung zur Geschichte von Christen und Juden in Oberschwaben auf dem Programm. Carl Laemmle spielt darin eine wesentliche Rolle.
„Jeder ist eingeladen, mitzufahren. Nicht nur Mitglieder“, sagt Rainer Langenbacher vom Vorstandsteam des Fördervereins. Die Führung beginnt um 13 Uhr. Und selbstverständlich dürfen die Besucher auch im dortigen Kinosaal Platz nehmen, der Teil der Ausstellung ist.
Für die Gäste aus Schramberg wird zudem ein besonderes Stück Kinogeschichte aus dem Sammlungsdepot geholt: das Originalgemälde des Lichtspielhauses von Franz Hützschke (1893 bis 1945), das vielen Schrambergern von historischen Postkartenansichten bekannt sein dürfte. Gegen 20 Uhr soll der Bus wieder in Schramberg eintreffen.
„Spiel des Lichts“ kommt – aber mit Änderungen
Und auch beim Dokumentarfilm über das Lichtspielhaus gibt es Neuigkeiten. „Spiel des Lichts“ soll bekanntlich 2027 erstmals zu sehen sein – rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen des Gebäudes im Jahr 2028.
Mittlerweile hat sich das Team um Filmemacher Volker Armbruster allerdings dazu entschieden, die geplante Schlussszene doch nicht im Lichtspielhaus zu drehen. „Das wäre zu aufwendig geworden“, erläutert Rainer Langenbacher, Teil des Vorstandsteams des Fördervereins.
Bei einem kürzlich durchgeführten Vor-Ort-Termin mit der Stadtverwaltung hätten sich immer mehr Hürden ergeben. So dürfe der erste Stock des Gebäudes nicht mehr betreten werden. Das sei jedoch nur ein Punkt in einem umfangreichen Sicherheitskonzept.
Auch Führungen im historischen Gebäude, die der Förderverein wegen der großen Nachfrage gerne angeboten hätte, seien unter diesen Bedingungen derzeit nicht machbar. Das Lichtspielhaus bleibt damit vorerst ein Ort, dessen Geschichte sich vor allem von außen – oder eben auf Reisen wie nach Laupheim – entdecken lässt.
Die Fahrt nach Laupheim
Anmeldungen sind unter E-Mail: Lichtspielhaus-Schramberg@email.de möglich. Mitglieder zahlen 30 Euro, Nichtmitglieder 45 Euro.