Flugzeug der Bundeswehr: Warum ein Tornado-Kampfjet über Schramberg unterwegs war

Ein Kampfflugzeug des Typs Tornado war am Montag über der Region unterwegs. (Symbolfoto)
dpa/TittelImmer wieder sind Kampfflugzeuge der Bundeswehr über der Region unterwegs. So auch am Montag: Um 15 Uhr flog ein Tornado-Jet in rund 700 Metern Höhe über Schramberg, wie ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Das Flugzeug kam Radardaten zufolge aus dem Norden und überquerte zunächst Baiersbronn, Freudenstadt, Schiltach und Hornberg, bevor es in Richtung Nordosten wendete, Schramberg passierte, und schließlich vorbei an Oberndorf in Richtung Hechingen flog.
Wie bei solchen Überflügen üblich, fand der Einsatz „im Rahmen der Aus- und Weiterbildung“ statt. „Die Streitkräfte müssen die Vorbereitung auf Einsätze zur Krisenbewältigung sicherstellen und gleichzeitig einen angemessenen Anteil zur Verteidigungsvorsorge gewährleisten“, erklärt der Sprecher weiter.
Grundsätzlich sei militärischer Flugbetrieb überall in Deutschland zulässig und nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden, um diese Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik zu verteilen. „Selbstverständlich wird dabei versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen. Aber die dicht besiedelte Bundesrepublik setzt diesem Vorhaben neben den gesetzlichen und flugbetrieblichen Regelungen enge Grenzen“, so der Sprecher.
Das ist der Tornado-Jet
Der Tornado ist ein von Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Italien gemeinsam entwickeltes Mehrzweckkampflugzeug. Die Luftwaffe der Bundeswehr hat derzeit 93 Stück im Bestand.
Telefonnummer für Bürger
Die Bundeswehr hat ein Bürgertelefon für Fragen zum militärischen Flugbetrieb eingerichtet, das unter Telefon 0800/8620730 erreichbar ist.