Erhard-Junghans-Schule Schramberg
: Mehr Leben, weniger Bildschirm

Smartphone aus, Hobbys an: Das Projekt „Rauszeit – Freizeit statt Bildschirmzeit“ zeigt Kindern und Jugendlichen, wie vielfältig Freizeit ohne Handy sein kann.
Von
red/pm
Schramberg
Jetzt in der App anhören
Klasse 6c mit Klassenlehrerin Mihaela Schwarz und Konrektor Lorenz Stopper nach der Preisgeldübergabe aus dem Projekt „Rauszeit – Freizeit statt Bildschirmzeit“

Klasse 6c mit Klassenlehrerin Mihaela Schwarz und Konrektor Lorenz Stopper nach der Preisgeldübergabe aus dem Projekt „Rauszeit – Freizeit statt Bildschirmzeit“

Erhard-Junghans-Schule
  • Projekt „Rauszeit – Freizeit statt Bildschirmzeit“ sensibilisiert Schüler für Medienkonsum.
  • Klasse 6c der Erhard-Junghans-Schule Schramberg nahm als Pilotklasse teil.
  • Unterricht mit Task-Cards und Hobby-Gegenständen zeigte Alternativen zum Smartphone.
  • Schüler merkten, wie oft sie zum Handy greifen – einige trafen wieder öfter Freunde.
  • Abschluss im Tennenbronner Freibad: Filmvorführung und 500 Euro Preisgeld für die 6c.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie viel Zeit verbringen Kinder und Jugendliche eigentlich täglich am Handy, Tablet oder Computer? Und was könnte man stattdessen alles erleben? Genau diesen Fragen widmete sich das neue Projekt „Rauszeit – Freizeit statt Bildschirmzeit“, das vom Kreismedienzentrum Rottweil, dem Gesundheitsamt Rottweil und der AOK ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts war es, Schüler für ihren Medienkonsum zu sensibilisieren und ihnen abwechslungsreiche Möglichkeiten aufzuzeigen, ihre Freizeit bewusst ohne Bildschirm zu gestalten.

Zu den ersten teilnehmenden Klassen gehörte die Klasse 6c der Erhard-Junghans-Schule Schramberg. Klassenlehrerin Mihaela Schwarz war von Beginn an überzeugt, an dem Pilotprojekt teilzunehmen. Im Unterricht beschäftigten sich die Schüler anhand von vorbereiteten Task-Cards der Projektinitiatoren mit der Frage, wie lange sie täglich das Smartphone und Co. nutzen und wie die Freizeit auch anders gestaltet werden kann.

Talente entdeckt

Besonders eindrucksvoll war eine Unterrichtseinheit, in der die Kinder Gegenstände mitbrachten, die ihre Hobbys widerspiegelten. Auf den Tischen lagen plötzlich Malutensilien neben Fußbällen, Tennisschlägern, Musikinstrumenten oder anderem Sportequipment. Viele staunten nicht schlecht, welche Talente und Interessen ihre Mitschüler außerhalb der Schule haben. Gleichzeitig bot die Aktion Gelegenheit, sich noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Im Verlauf des Projekts wurde laut Mitteilung vielen Schülern bewusst, wie selbstverständlich das Handy oft zum Alltag gehört und wie schnell sich daraus mehrere Stunden Bildschirmzeit ergeben können. Für einige war es überraschend festzustellen, wie häufig sie ganz automatisch zum Smartphone griffen. „Am Anfang war es richtig schwer, das Handy einfach liegen zu lassen. Erst da habe ich gemerkt, wie oft ich eigentlich danach greife. Irgendwann war das aber gar nicht mehr so schlimm und ich hatte plötzlich wieder mehr Zeit für andere Dinge“, berichtet ein Schüler der 6c. Auch eine Mitschülerin zieht ein positives Fazit: „Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel Zeit am Bildschirm verbringe. Das war für mich ein richtiger Aha-Moment. Jetzt treffe ich mich wieder öfter mit Freunden.“

Der Rottweiler mit Biss
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Rottweil und Umgebung Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Abschluss im Freibad

Den gelungenen Abschluss fand das Projekt im Tennenbronner Freibad. Dort trafen sich alle teilnehmenden Klassen zu einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung und durften als Belohnung einen Film anschauen. Für die Schüler der 6c war dies ein besonderes Erlebnis und gleichzeitig eine Anerkennung für ihre Teilnahme.

Ein weiterer Höhepunkt folgte bei der Preisverleihung: Die Klasse durfte ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro entgegennehmen. Überreicht wurde es von Stefan Kaiser, Leiter des Kreismedienzentrums Rottweil, Melanie Fehrenbach vom Gesundheitsamt Rottweil sowie Dirk Scherer von der AOK.

Bereits im kommenden Schuljahr soll das Projekt erneut angeboten werden, damit noch mehr Schüler erfahren können, wie bereichernd eine bewusste Auszeit vom Bildschirm sein kann