Einblicke in Stadtentwicklung
: Wie sich Schiltachs Stadtbild zuletzt veränderte

Zur Stadtführung „Schiltach im Wandel der Zeit“ mit Schwerpunkt auf die vergangenen 50 Jahre luden der Historische Verein und die Stadt Schiltach ein. 40 Interessierte kamen zur Veranstaltung mit Stadtführer Hans-Jürgen Krischak.
Von
red/pm
Schiltach
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Hans-Jürgen Krischak hatte Interessantes zur Sanierung des Jägerhäusles zu berichten.

Hans-Jürgen Krischak berichtete Interessantes zur Sanierung des Jägerhäusles.

Mahn
  • Führung „Schiltach im Wandel der Zeit“ beleuchtet Veränderungen der letzten 50 Jahre.
  • 40 Interessierte folgten Stadtführer Hans-Jürgen Krischak durch die Altstadt.
  • Landessanierungsprogramm ab Anfang der 1970er-Jahre trieb Sanierungen voran.
  • Fast 70 Häuser profitierten zwischen 1974 und 2016 von den Maßnahmen.
  • Beispiele: Arkadengänge an der Hauptstraße, freigelegte Fachwerke und neue Wohnungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hans-Jürgen Krischak zufolge, erleichterten Anfang der 1970er-Jahre finanzielle Anreize aus dem Landessanierungsprogramm dem Schiltacher Bürgermeister und Gemeinderat, zu handeln. Hauptgründe waren demzufolge der zunehmende Verkehr auf den engen Durchfahrtstraßen sowie ein Sanierungsstau bei vielen Häusern im Altstadtbereich.

Die damals noch wenigen schmucken Fachwerkfassaden ließen aber das touristische Potenzial erahnen, das hinter den verputzten Fassaden schlummerte. Krischak konnte bei seinen Ausführungen auf eine Dokumentation der Stadtverwaltung zurückgreifen, die die einzelnen Sanierungsschritte zwischen 1974 und 2016 verzeichnet. Fast 70 Häuser profitierten von den Maßnahmen.

Zehn Beispiele aus der Altstadt

Krischak hatte zehn Beispiele herausgegriffen, die alle im unmittelbaren Altstadtbereich zu finden sind. Zu jedem Haus hatte er historische Fotografien parat, die den Teilnehmern einen Vergleich zwischen damals und heute ermöglichten.

Auf dem Marktplatz ging der Leiter auf das prächtige Fachwerk der „Sonne“ und das ehemalige Haus Koch ein, das passend zu den anderen Häusern einen Giebel erhielt. Weiter ging es zum Jägerhäusle, das als erstes Haus nach dem Stadtbrand 1590 wieder aufgebaut wurde; die Jahreszahl ist im Türsturz ersichtlich.

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Zum Strumpfweberhaus wusste Krischak, dass dieses zusammen mit dem Nachbargebäude die „Eintrittskarten“ ins Denkmalschutzprogramm waren. Einige Schritte weiter veranschaulichte er am Aufgang zum „Baumwollgässle“, wie auch hier hochwertiger Wohnraum entstand. Die gegenüberliegende frühere Bäckerei Wolber wurde 1912 durch Brandstiftung verwüstet und mit dem seither sichtbaren Fachwerk neu aufgebaut.

Bei der ehemaligen „Traube“ wurde die Metzgerei vom früheren Anbau ins Erdgeschoss des Hauses verlegt und auch hier das Fachwerk sichtbar gemacht. Beim Gang ins Vorstädtle lenkte Krischak den Blick zur Hauptstraße. Ein Foto von 1910 zeigte die die einstige Wirtschaft „Kreuzstraße“. Sie wie alle Gebäude zwischen Häberlesbrücke und Stadtbrücke erhielten zwischen 1974 und 1991 die heute nicht mehr wegzudenkenden Arkadengänge, die Fußgängern ein gefahrloses Passieren der früheren Gefahrenstelle ermöglichen.

An der Stadtbrücke verdeutlichte ein Foto von 1930 die positiven Veränderungen im Erscheinungsbild des großen Geschäftshauses direkt an der Schiltach. Weiter passierten die Teilnehmer das imposante Geschäftshaus Homberg, das nach dem Brand im Vorstädtle 1833 erbaut wurde. 1980 wurde hier wie beim benachbarten „Bierfritz“ das Fachwerk freigelegt.

Wo es weitere Informationen gibt

Einige Schritte weiter erreichte die Gruppe das Lehengerichter Rathaus. Es wurde 1975 grundlegend saniert. Ein Foto zeigte es im Rohbau. Das markante Gebäude prägt heute den Eingang ins Städtle. Letzte Station war das „Alte Schulhaus“ in der Bachstraße, in dem nach 1866 unterrichtet wurde. Im Zuge seiner Sanierung entstanden, so Krischak, sieben moderne Eigentumswohnungen in zentraler Lage. Abschließend schlug er einen Bogen zum derzeitigen Sanierungsobjekt „Rotgerberhaus Schleifengrün“, in dem neun Wohnungen verwirklicht werden. Weitere Informationen zur Führung sind auch auf www.geschichte-schiltach-schenkenzell.de zu finden.