DAV-Bergsteigergruppe Schramberg
: Zwischen Felssturz und Gipfelglück

Acht Wanderer haben bei einer viertägigen Tour durch das Bergell die eindrucksvollen und zugleich beunruhigenden Folgen des Klimawandels erlebt.
Von
red/pm
Schramberg
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DAV

Am Albigna-Stausee gemeinsam mit den vorbeikommenden Schweizer Freunden vom SAC Brugg

Weinmann
  • Acht Mitglieder der DAV-Bergsteigergruppe Schramberg wanderten vier Tage durchs Bergell.
  • Route auf dem „Sentiero Alpino Bregaglia“ zeigte eindrucksvoll Folgen des Klimawandels.
  • Piz Cengalo: 2017 stürzten rund eine Million Kubikmeter Fels ins Bondasca-Tal – acht Tote.
  • Nach Sperrungen entstanden neue Wege mit Hängebrücken; Zustiege zu Hütten wurden verlegt.
  • Start mit Bahn nach St. Moritz, Etappen über Albigna-Stausee, Sciora- und Sasc-Furä-Hütte bis Bondo.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Acht Wanderer der Bergsteigergruppe Schramberg im Deutschen Alpenverein (DAV) waren kürzlich vier Tage im Schweizer Bergell unterwegs. Die Tour führte die Gruppe auf einem Abschnitt des „Sentiero Alpino Bregaglia“ durch eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft – und zugleich in ein Gebiet, in dem die Folgen des Klimawandels bereits deutlich sichtbar sind, heißt es in einer Mitteilung.

Am Piz Cengalo stürzten im Jahr 2017 rund eine Million Kubikmeter Fels ins Bondasca-Tal. Der gewaltige Bergsturz begrub acht Wanderer und zerstörte mehrere Gebäude sowie die Talstraße in Bondo. Ursache waren zunehmende Felsinstabilitäten, die unter anderem mit dem Klimawandel in Verbindung stehen.

Klimafreundlich ins Bergell

Die Schramberger reisten klimafreundlich mit der Bahn von Rottweil nach St. Moritz. Von dort ging es am Freitagabend mit dem Bus weiter zum B&B in Stampa am Fuß des Maloja-Passes. In der Gemeinschaftsküche wurde noch gemeinsam gekocht und auf die bevorstehenden Wandertage angestoßen.

Für die folgenden drei Tage stand der Schlussteil des „Sentiero Alpino Bregaglia“ auf dem Programm. Nach einer Seilbahnfahrt hinauf zum Albula-Stausee begann die erste Etappe mit einem stetigen Anstieg von rund 800 Höhenmetern zum Passo Cacciabella Süd. Ein anspruchsvoller, mit Ketten gesicherter Abstieg führte anschließend steil hinunter ins obere Bondasca-Tal.

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In der kleinen Sciora-Hütte ließ die Gruppe den anstrengenden Tag auf der sonnigen Terrasse bei einem guten Hüttenmenü ausklingen. Von dort bot sich ein eindrucksvoller Blick auf die gewaltige Abbruchkante des Piz Cengalo und die weiteren, teils bizarr geformten Gipfel. Der Zustieg zur Hütte war nach dem Felssturz acht Jahre lang gesperrt, weil weitere Felsabbrüche befürchtet wurden.

Neue Wege nach dem Felssturz

Am nächsten Tag musste das Sturzgebiet auf einem neu angelegten Hüttenweg umgangen werden. Mehrere aufwendig gebaute Hängebrücken führten über das schwierige Gelände. Auf der anderen Talseite wartete ein schweißtreibender Aufstieg zur Sasc-Furä-Hütte.

Die Hütte liegt unmittelbar unter dem imposanten Piz Badile und ist Ausgangspunkt für die berühmte Klettertour über dessen Nordkante. Im Abendlicht konnten die Schramberger die markante Route von der Hütte aus besonders gut betrachten.

Auch der Zustieg zur Sasc-Furä-Hütte wurde nach dem Felssturz neu angelegt. Am letzten Wandertag führte der Weg über Blockfelder und Leitern, vorbei an alpinem Bergschutt und Wasserfällen, hinunter nach Bondo.

Nach drei anspruchsvollen Wandertagen durch eine der eindrucksvollsten Regionen der Alpen erreichte die Gruppe am Abend wieder den Bahnhof in Rottweil. Im Gepäck waren nicht nur die Eindrücke einer abwechslungsreichen und teilweise abenteuerlichen Bergtour, sondern auch zahlreiche Bilder einer Landschaft, in der die Veränderungen durch den Klimawandel unmittelbar sichtbar geworden sind.