Burgstallhexen Schramberg-Heiligenbronn: Zum Abschluss noch mal ein großer Umzug

Zum Abschluss am Dienstag: Der Nuff- und Nab-Umzug in Heiligenbronn
Lothar HerzogDie äußeren Bedingungen beim närrischen Spektakel in Heiligenbronn hätten besser nicht sein können. Frühlingshafte Temperaturen, Narren und Wagenbauer nochmals in Hochform und viele, viele hundert Zuschauer an der Umzugsstrecke.
Angeführt von den gastgebenden Burgstallhexen wälzte und wummerte sich der Umzugstross die Waldmössinger Straße hinab, um über die Kirchstraße und Kreuzstraße wieder durch den Ort hinauf zu ziehen.
Den farbenprächtigen Lindwurm gleich zweimal anzusehen ließen sich viele nicht entgehen. Überall herrschte ausgelassene Stimmung und gute Laune und der Musikverein drückte es in Noten aus: „Heit sin wir kreuzfidel“.
Ideenreiche Mottowagen
Ideenreiche Mottowagen aus Sulgen, Aichhalden, Hardt, Mariazell und Waldmössingen wechselten sich mit Hästrägern, Hexengruppen und sonstigem Getier ab. Nicht immer verteilten sie Brezeln, Gummibärchen und sonstige Süßigkeiten. Auch Stroh und Konfetti brachten die übermütigen Hexen gerne unters Narrenvolk, am liebsten in die Haare und den Nacken hinunter.
Wer von den Maskierten in deren Hexenwagen geschleppt wurde, war da deutlich besser dran und wurde fürs Mitgehen mit einem Likör belohnt. Die Bära-Datza aus Sulgen erreuten die Frauen sogar mit einer roten Tulpe.
Viel Farbe im Gesicht
So mancher Umzugsgast, besonders junge Mädels, wurden eifrig im Gesicht mit Farbe bemalt. Und das Schönste daran: Meist zierten sie sich nicht und hielten brav still, sehr zum Gefallen der „Anmaler“. Auf den Mottowagen hämmerten die Lautsprecher Partyhits, aus denen der „Wackelkontakt“ nicht fehlen durfte. Aber auch sonst herrschte auf und hinter den baulichen Kunstwerken jede Menge Action.
Der „Edelweiß“ zeigte sich mal nicht im Radball-Dress wild, tapfer und unbesiegbar, sondern in Kriegsbekleidung als Volk des Nordens. Mit Bagger und Abrissbirne machten die Jungxellen mit der Bauruine Dolomiti kurzen Prozess.
Bei den Wagenbauern des FV Aichhalden wurden Umzugsgäste zu Ehren des 75. Geburtstags der Currywurst unfreiwillig in einer mobilen Pfanne gewürzt. Die Heimbach-Quellfüchse Waldmössingen schickten zur Aufklärung von Todesfällen mehrere Sherlock Holmes in den Wallfahrtsort.
Ebenso setzten die Bura-Clique Hinteraichhalden, Bruckstraßenbiber und Weiherwasenhasen aus Waldmössingen sowie die Wagenbauer Mariazell und Hardt ihre Mottos hervorragend in Szene und ernteten Applaus.