BUND Hardt löst sich auf: Echte Vorreiter in Sachen Naturschutz

Mit seinen Pferden hatte Wilfried Laufer einst für die BUND-Ortsgruppe Bäume aus dem Feuchtgebiet Burschachen gezogen.
ZiechausÜber einiges ist schon viel Gras gewachsen, was die Mitglieder der ehemaligen Umweltgruppe einst in ihrer Gemeinde mit großem Einsatz angelegt haben. Selbst Weiher sind zugewachsen und sollten wieder ausgebaggert werden. Aber der Baggerführer Willibald baggert nicht in Hardt am Hugswald, und die Mitglieder haben nun beschlossen den Verein aufzulösen.
Im April 1983 hatten 16 Bürger aus Hardt und zwei aus Tennenbronn im damaligen Gasthaus „Krone“ einstimmig beschlossen, eine BUND-Ortsgruppe Hardt zu gründen.
Mit der Aktion „Rettet die Frösche“ wollten die Mitglieder um den einstimmig zum Vorsitzenden gewählten Adolf Hafner vor allem Feuchtgebiete schützen, Nisthilfen für Vögel aufhängen, kranke Baumbestände beobachten und die Landschaft rein halten, wie Berthold Laufer im Gründungsprotokoll festhielt.
Einsatz für Kröten
Weitere Helfer der ersten Stunden waren Helmut Ganter, Roswita Albrecht, Rudolf Ulfig und Winfried Flaig. Sie hatten im Tal zwischen Kalkhof und Altenburg schon seit 1979 den Josenbauern-Weiher sowie Tümpel beim Wasserreservoir frei gegraben und als Laichgewässer für Frösche, Kröten und Molche gepflegt. An der Straße bei der Altenburg wurde bis vor wenigen Jahren regelmäßig ein Krötenzaun aufgebaut. Erdkröten und Molche wurden zum Weiher unterhalb vom Weißbauernhof getragen.
Auch im Burschachen wurden immer wieder Wiesen gemäht und Altholz von Wilfried Laufer mit seinen Pferden aus dem Feuchtgebiet gezogen. In der Sandgrube an der Steinreute wurden Tümpel frei gelegt und Laichgewässer erweitert.
Nistkästen gebastelt
Im idyllischen Glasbachtal hat der BUND schon vor mehr als 30 Jahren eine Begradigung des Bachlaufs zu Mäandern rückgängig gemacht.
Neben diesem Einsatz in Feuchtgebieten hat man mit einem „Müllwegweiser“ erste Schritte zur Müllvermeidung und -trennung gewiesen. Mit Schülern der Grundschule wurden Nistkästen gebastelt und am Waldrand aufgehängt.
Der gemeinsame Einsatz für Natur und Umwelt war nicht nur schweißtreibend, sondern machte auch Freude, wenn aus den Kaulquappen die Frösche in einen Weiher sprangen.
Aber die Jugend blieb aus und so zogen die Mitglieder die Konsequenz und lösten ihre Ortsgruppe auf; einige wollen sich der Gruppe in Tennenbronn anschließen. Das Vereinsvermögen ging an den BUND-Regionalverband mit der Zweckbindung für zwei Projekte in Hardt und Umgebung.