Bürgervereinigungen in Schramberg: Was die Schilteck mit dem „Schwarzen Tor“ verbindet

Bei einer Wanderung zur Burg Schilteck entdeckten rund 50 Teilnehmer nicht nur spannende Details zur Geschichte des mittelalterlichen Bauwerks, sondern auch einen außergewöhnlichen Panoramablick über das Schiltachtal.
Kohlmann- Rund 50 Personen wanderten zur Burg Schilteck und erkundeten Geschichte und Aussicht.
- Museumsleiter Carsten Kohlmann erklärte Adelsfamilie, Herrschaft und Bau der Burg.
- Der Bergfried gilt als „Schwarzes Tor“ von Schramberg – Buckelquader aus Stauferzeit.
- Historiker Harter und Forscher Biller arbeiten an einer Publikation zur Burg.
- Nächstes Event steht fest: „Museumsfest“ mit Handwerksmarkt und „Roßwälder Kasperletheater“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Begleitprogramm zur diesjährigen Hauptausstellung des Stadtmuseums Schramberg über die örtlichen Bürgervereinigungen entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. Auch die sechste von insgesamt neun Veranstaltungen war laut Mitteilung erfreulich gut besucht: Rund 50 Teilnehmer machten sich auf den Weg zur Burg Schilteck. Unter ihnen waren zahlreiche Mitglieder anderer Bürgervereinigungen.
Bei bestem Wanderwetter und angenehmen Spätsommertemperaturen führte die Tour über den Burgweg, das Hasenhäusle und die Sattelecke hinauf zur Schilteck. Unterwegs gab Museumsleiter und Stadtarchivar Carsten Kohlmann Einblicke in die Geschichte der Adelsfamilie von Schilteck, ihre Herrschaft und die Entstehung der Burg.
Typische Buckelquader
Besonders interessant war der Blick auf den rund 20 Meter hohen Bergfried. Kohlmann erläuterte dessen besondere Bedeutung als eine Art „Schwarzes Tor“ der Stadt Schramberg. Der Bergfried wurde zur gleichen Zeit wie das „Schwarze Tor“ in der Reichsstadt Rottweil errichtet und besteht aus den für die Stauferzeit typischen Buckelquadern.
Die Teilnehmer erfuhren zudem, dass der Historiker Hans Harter aus Schiltach derzeit gemeinsam mit dem international renommierten Burgenforscher Thomas Biller aus Freiburg an einer wissenschaftlichen Publikation über die Burg Schilteck arbeitet. Der Beitrag soll in der „Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte“ erscheinen.
Entdeckungsreise
Obwohl viele Teilnehmer aus Schramberg stammten, war die Wanderung auch für alteingesessene Bürger eine kleine Entdeckungsreise. Einige waren nach Jahren erstmals wieder auf der Schilteck und zeigten sich vom außergewöhnlichen Panoramablick über das Schiltachtal beeindruckt.
Ein Teilnehmer brachte die besondere Aussicht auf den Punkt: „Von der Hohenschramberg aus sieht man die ‚Märklin-Stadt‘, von der Falkenstein aus nur das Bühle, von der Schilteck aus kann man aber die ganze Stadt überblicken.“
Oben angekommen, begrüßte die Höflevereinigung Burg Schilteck die Wandergruppe zum „Burghock“. Bei gemütlichem Beisammensein konnten die Teilnehmer die Eindrücke der Wanderung noch einmal Revue passieren lassen.
Nächstes Event steht fest
Die nächste Veranstaltung im Begleitprogramm steht bereits fest: Beim „Museumsfest“ mit dem sechsten Handwerksmarkt am Sonntag, 20. September, erwartet die Besucher unter anderem das „Roßwälder Kasperletheater“.