Besuch von Landespolitiker
: Wo in Waldmössingen der Schuh drückt

Was die Bürger und den Ortschaftsrat derzeit bewegt, erfuhr FDP-Landtagsabgeordneter Daniel Karrais in Waldmössingen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Zum Gedankenaustausch traf der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais die Ortschaftsräte und Ortsvorsteher Reiner Ullrich in Waldmössingen.

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Bei seiner „Heimatliebe-Tour“ besuchte der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais Waldmössingen. Ortsvorsteher Reiner Ullrich und die Ortschaftsräte begrüßten die Initiative des Politikers, sich vor Ort zu erkundigen.

Ullrich informierte zu Beginn über die Historie – freiwillige Eingemeindung, Römerkastell, und was die Bürger und den Ortschaftsrat derzeit bewegt.

Die Möglichkeit, jungen Familien, die in Waldmössingen bleiben wollen, Bauland zu bieten, werde durch eine neue rechtliche Regelung behindert. Wo früher für Lückenschlüsse in der Wohnbebauung vereinfachte Regeln gegolten hätten, müsse heute für den Flächenverbrauch aufwendig nachgewiesen werden, dass ein Bedarf bestehe. In der Folge hätten die Ortschaft und die Stadt einen hohen Mehraufwand, so Ullrich.

„Ich halte es für einen Fehler, dass man die Vereinfachungen abgeschafft hat. Zwar müssen wir darauf achten, dass nicht zu viele Flächen verbraucht werden. Ohne Wachstum können wir aber die Nachfrage nach Wohnraum nicht befriedigen“, sagte Karrais dazu.

Das sagt Karrais zum Mobilfunk

Beim Rundgang durch Waldmössingen kam das Thema eines neuen Funkmasts zur Sprache. Das derzeit unterversorgte Gebiet soll dadurch eine bessere Mobilfunkabdeckung erhalten. Strittig sei Ullrich zu Folge der neue Standort bei der Kastellhalle, nachdem ein bereits gefundener bautechnisch nicht realisierbar war. „Mobilfunkinfrastruktur steht neuerdings im überragenden öffentlichen Interesse. Von daher sind die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen beschränkt“, sagte Digitalpolitiker Karrais dazu.

Die befürchteten Folgen durch Mobilfunkstrahlung sieht Karrais als nicht gegeben an: „Das schlimmste ist ein Gerät in der Hosentasche, das laufend Netz sucht. Mehr Funkstationen bedeuten weniger Sendeleistung am Gerät“.

Querungshilfe erwünscht

Seit Langem fordern die Waldmössinger einen Zebrastreifen oder zumindest eine Querungshilfe in Höhe der Kastellhalle, bisher ohne Erfolg. „Die Landesregierung gibt viel Geld aus für die Untersuchung und das Projekt 1000 Zebrastreifen, aber es passiert nichts“, sagte Ullrich. Aufgrund der Straßenführung verleitet die Streckenführung der L 419 zur erhöhten Geschwindigkeit am Ortseingang. Für Fußgänger, insbesondere für Kinder stelle dadurch der Weg zur Kastellhalle und den Sportanlagen eine erhebliche Gefahr dar. Hier wird Karrais bei der kommunalen Verkehrsbehörde nach den Gründen fragen.

Deutliche Kritik äußerten die Ortschaftsräte auch an der Genehmigung des Sonderlandeplatzes für Motorschirme durch das Regierungspräsidium – und das obwohl Gemeinderat, Ortschaftsrat, Nabu und weitere betroffene Gruppen sich dagegen ausgesprochen haben. Karrais, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft verwies auf die rechtlichen Grundlagen, will sich aber nochmals eingehend informieren.

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