Besondere Auszeichnung für Schrambergerin: Ihr Einsatz macht Schramberg menschlicher

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr (links) bezeichnete den Umzug von Dorothee Golm nach Schramberg als „Glücksfall“.
Christoph Ziechaus- Dorothee Golm erhält die Staufermedaille für langjähriges Engagement in Schramberg.
- OB Dorothee Eisenlohr würdigt sie im Rathaus – Familie und Wegbegleiter sind anwesend.
- Golm setzt sich für Kinderfonds, Teilhabe und gegen Kinderarmut ein, etwa „Weihnachtslichtle“.
- Seit 2014 Mitbegründerin des Netzwerks für Geflüchtete, Patenschaften und Sprachkurse.
- Aktiv in Kirche und Frauenrechten: Kantorin, Kirchengemeinderat, Frauenbeirat und KDFB.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Seit vielen Jahren setzt sie sich für Menschen ein, die Unterstützung brauchen, gibt Kindern Chancen, begleitet Geflüchtete und engagiert sich für Frauen und das gesellschaftliche Miteinander. Für ihren vielfältigen und langjährigen Einsatz für das Gemeinwohl ist Dorothee Golm jetzt mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. In einer Feierstunde im Schramberger Rathaus überreichte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr die persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten.
Im Beisein ihrer Familie und enger Wegbegleiter würdigte die Oberbürgermeisterin das außergewöhnliche Engagement der Geehrten. Rüdiger Kocholl, Dr. Susanne Andreae, Sonja Rajsp-Lauer und Michael Kasper waren ebenfalls zur Feierstunde gekommen. Den Umzug von Dorothee Golm mit ihrer Familie nach Schramberg im Jahr 2005 bezeichnete Eisenlohr als „Glücksfall für Schramberg“. Denn kaum angekommen, habe sich Golm in das gesellschaftliche Leben eingebracht – zunächst als Gesamtelternbeiratsvorsitzende der Schulen.
Ein besonderes Anliegen sei ihr über viele Jahre der Schramberger Kinderfonds gewesen. Dessen Ziel ist es, Kinder und ihre Familien unbürokratisch zu unterstützen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, ohne sie dabei zu stigmatisieren. Immer wieder habe Golm auf das Thema Kinderarmut aufmerksam gemacht. Noch immer lebe ein Fünftel der Kinder in der Talstadt in Armut, erinnerte Eisenlohr. Mit der Aktion „Weihnachtslichtle“ erhalten Kinder aus finanziell benachteiligten Familien dank der Unterstützung zahlreicher Partner ein Weihnachtsgeschenk.
Begegnung und Teilhabe
Aus der finanziellen Förderung des Kinderfonds heraus habe Golm zudem den Spiel- und Sporttag ins Leben gerufen, der demnächst wieder gemeinsam mit Schramberger Vereinen in der Carl-Diehl-Halle stattfindet. Es sei ihr stets darum gegangen, konkrete Möglichkeiten zur Begegnung und Teilhabe zu schaffen. Für die Kontinuität und Nachhaltigkeit ihres Einsatzes sprach die Oberbürgermeisterin ihr besonderen Dank aus.
Auch im Weltladen engagiert sich Golm seit 2012. Als 2014 die ersten Geflüchteten nach Schramberg kamen, gehörte sie zu den Mitbegründerinnen des „Netzwerks Willkommen Schramberg-Lauterbach“. Das Netzwerk organisierte Patenschaften, praktische Alltagshilfe und wöchentliche Sprachkurse, an denen jeweils zwölf bis 15 Ehrenamtliche mitwirkten. Als eine der zentralen Personen innerhalb des rund 70-köpfigen Helferkreises übernahm Golm selbst Patenschaften und begleitete Familien über längere Zeit – zusätzlich zu ihrem Beruf. Dabei sei es ihr wichtig gewesen, den Menschen nicht nur bei alltäglichen Fragen zu helfen, sondern ihnen auch das Leben und die Kultur vor Ort näherzubringen. Dazu gehörten gemeinsame Besuche der Fasnet ebenso wie ihr eigener Einsatz im Projektchor der Flüchtlingsoper „Zaide“ in Oberndorf.
Engagement in der Kirche
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Engagements liegt in Kirche und Gesellschaft. Seit 2008 war Dorothee Golm Kantorin in der Kirchengemeinde St. Maria/Heilig Geist und gehörte 15 Jahre lang dem Kirchengemeinderat an. Seit 2021 ist sie Vorsitzende des städtischen Frauenbeirats, der sich für die Gleichstellung von Frauen einsetzt. Auch auf überregionaler Ebene bringt sie sich ein: Als Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes in der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt sie sich für die Anliegen von Frauen ein.
All dieses Engagement verbindet Golm mit ihrer beruflichen Tätigkeit in der Verwaltung der Diözese und in der Geschäftsleitung von Frauen helfen Frauen in Rottweil. Für die Oberbürgermeisterin steht damit fest: Dorothee Golm hat sich in ganz unterschiedlichen Bereichen mit großer Ausdauer und persönlichem Einsatz für andere Menschen starkgemacht. Im Namen der Stadt Schramberg und des Gemeinderats sprach Eisenlohr ihr dafür ihren herzlichen Dank aus und überreichte ihr im Auftrag des Ministerpräsidenten die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Bewusste Entscheidung
Dorothee Golm zeigte sich erfreut und bewegt über die Auszeichnung. Sie habe sich den verschiedenen Aufgaben immer offen gestellt und sich bewusst für das Engagement entschieden – auch wenn das manchmal bedeutete, ihre Tochter erst spät abzuholen. Eine persönliche Bemerkung, die deutlich machte, wie viel Zeit und Einsatz sie über all die Jahre in ihr Ehrenamt investiert hat.