Ausstellung in Schiltach
: Frauen aus der Region und ihre Geschichten im Fokus

Die Vernissage der Ausstellung „Frauen sind stark“ findet am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr im ehemaligen Grundschulgebäude, Bachstraße 4, in Schiltach statt.
Von
red/pm
Schiltach
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Martina Baumgartner und Jens Braun

Die Macher der Ausstellung sind Martina Baumgartner und Jens Braun.

Braun
  • Ausstellung „Frauen sind stark“ eröffnet am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr in Schiltach.
  • Ort: ehemaliges Grundschulgebäude, Bachstraße 4 – Eintritt mit Vernissage geplant.
  • Projekt von Martina Baumgartner und Jens Braun: Foto-Text-Porträts starker Frauen.
  • Interviews und Porträts zeigen prägende Erlebnisse; Zitate geben Einblick ins Thema.
  • QR-Code führt zur Website, auf der die Frauen ihre Geschichten ausführlicher erzählen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Unser Projekt „Frauen sind stark“ soll sich öffnen für weitere Fotografen und Texter sowie für Frauen, die ihre Lebensgeschichte stark gemacht hat.“ Das wünschen sich Martina Baumgartner und Jens Braun, die das Projekt ins Leben gerufen haben.

Begonnen hat das Projekt laut Mitteilung zunächst unspektakulär: Die Journalistin und der Fotograf trafen sich im vergangenen Herbst zufällig bei einer Veranstaltung. „Wir kannten uns bereits und ich fragte, was Jens so als Nächstes vorhatte, denn der hat immer eine Idee in der Pipeline“, erzählt Baumgartner. Braun berichtete von starken Frauengesichtern, die er fotografieren wollte. Damit waren gemeinsame Überlegungen angestoßen: Wie sieht eine starke Frau eigentlich aus? Schaut sie entschlossen? Hat sie diesen besonderen Blick? Wirkt sie wie jemand, der notfalls einen Kleinwagen allein aus dem Graben schieben könnte?

„Vielleicht ist das aber auch gar kein singuläres Fotoprojekt, sondern ein Foto-Text-Projekt?“, fragte Braun Baumgartner. Aus diesem Gedanken entwickelte sich die Idee zu „Frauen sind stark“ – und der Blick richtete sich auf die individuellen Lebensfacetten, die Menschen prägen. Denn prägende Ereignisse gibt es in jedem Leben. Nach Erfahrung von Baumgartner und Braun gehen Frauen damit jedoch häufig eher zurückhaltend um. Also rückten sie Frauen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt.

Die Idee polarisierte. „Das hat sowohl Frauen als auch Männer beschäftigt, denen wir davon erzählten. In der Auseinandersetzung mit dem Thema wollten oft beide Seiten, mehrheitlich jedoch Männer, klargestellt wissen, dass Männer ebenfalls stark sind“, erzählt Baumgartner. „Das eine schließt das andere jedoch gar nicht aus, wenn wir sagen, dass Frauen stark sind.“ Die beiden waren damit auf einer Spur, die Diskussionen auslöste, mit denen sie in dieser Form nicht gerechnet hatten.

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Ausführliche Interviews als Grundlage

Für das Projekt führte die Journalistin ausführliche Interviews mit den Frauen, während Braun ausdrucksstarke Fotoporträts schuf. Gemeinsam beschäftigten sie sich intensiv mit den Lebensgeschichten der Porträtierten. Diese ließen prägende Ereignisse und Situationen Revue passieren und teilten ihre Erfahrungen mit Baumgartner und Braun.

Anschließend begann die konzentrierte Arbeit an den Texten, die Baumgartner auf Grundlage der Interviews schrieb. „Teilweise habe ich mit den Frauen regelrecht um Formulierungen gerungen und um Worte gekämpft, bis sie und ich damit zufrieden waren und der jeweilige Text für eine Veröffentlichung gereift war“, berichtet sie.

Auch Braun blickte genau hin – durch sein Objektiv und mit dem künstlerischen Blick auf die Frauen. Dabei ging es nicht um die berühmte Schokoladenseite, sondern darum, den Charakter eines Menschen fotografisch einzufangen – in diesem Fall den der jeweiligen Frau. Die Zeit bis zur Ausstellung war arbeitsintensiv und emotional und brachte alle Beteiligten auch menschlich einander näher. „Die Frauen haben uns viel Vertrauen entgegengebracht und auch selbst viel Mut und Arbeit zum Gelingen des Projekts beigetragen“, sagt Braun.

Für die porträtierten Frauen wird die Ausstellung dabei selbst zu einem besonderen Moment: Sie sehen ihre Fotos dort zum ersten Mal. Ihre Geschichten werden jeweils durch zehn Zitate umrissen, die den Besuchenden einen ersten Eindruck vom jeweiligen Thema der Frau vermitteln. Ein QR-Code führt zur Website www.frauensindstark.de. Dort erzählen die Frauen ihre Geschichten ausführlicher und aus ihrer Sicht.