Ausstellung in Heiligenbronn ausgezeichnet
: Klostergeschichte modern erzählt

Die Ausstellung „Eine Quelle, die bewegt“ erhält Silber bei den FRAME Awards. Das Schramberger Designbüro „fön, design_“ entwickelte dafür ein Konzept, das Geschichte räumlich erfahrbar macht.
Von
red/pm
Schramberg-Heiligenbronn
Jetzt in der App anhören
Von links: Generaloberin:  Sr. M. Dorothea Thomalla, Preisträger Arkas Förstner, LEADER Geschäftsstelle Mittlerer Schwarzwald Julia KieferLeitung, Unternehmensbereich Bau- und Gebäudemanagement Michael Wühr

Von links: Generaloberin: Sr. M. Dorothea Thomalla, Preisträger Arkas Förstner, LEADER Geschäftsstelle Mittlerer Schwarzwald Julia Kiefer, Leitung, Unternehmensbereich Bau- und Gebäudemanagement Michael Wühr

Stiftung St. Frankziskus
  • Ausstellung „Eine Quelle, die bewegt“ erhält Silber bei den internationalen FRAME Awards.
  • Ort: Kloster Heiligenbronn in Schramberg; Konzept vom Büro „fön, design_“.
  • Inhalte: Quelle und Wallfahrt, Klostergründung, Kinderrettungsanstalt und Leben der Schwestern.
  • Medienmix mit Audio, Filmen und digitaler Suche in historischen Verzeichnissen – barrierearm.
  • Eintritt frei, Zugang links neben der Kirche – Sommer 8.30–17.30 Uhr, Winter 8.30–16.30 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Eine Ausstellung im Kloster Heiligenbronn ist bei den international ausgerichteten FRAME Awards mit Silber ausgezeichnet worden. Prämiert wurde „Eine Quelle, die bewegt“, die vom Schramberger Büro „fön, design_“ konzipiert und gestaltet wurde. Der Wettbewerb zeichnet Projekte aus den Bereichen Innenarchitektur und räumliche Gestaltung aus.

Die Ausstellung wurde im Januar 2026 eröffnet und erzählt die Geschichte der Quelle und Wallfahrt am „heiligen Bronnen“, die Gründung des Franziskanerinnenklosters sowie die Entwicklung der Kinderrettungsanstalt. Auch das Leben der Schwestern früher und heute wird thematisiert.

Historische Exponate, Fotografien und Texte werden durch Audioaufnahmen, Filme und digitale Rechercheangebote ergänzt. Besucher können etwa in historischen Verzeichnissen nach Schwestern und Kindern suchen, die im 19. Jahrhundert in Heiligenbronn lebten. Auch persönliche Erinnerungen älterer Franziskanerinnen sind laut Mitteilung Teil der Ausstellung.

Die historischen Inhalte recherchierte und formulierte Ewald Graf in Zusammenarbeit mit dem Kloster. Für die Gestaltung war Arkas Förstner vom Büro fön, design_ verantwortlich. Die Herausforderung bestand darin, die vielfältige Geschichte auf begrenzter Fläche darzustellen und zugleich den historischen Räumen gerecht zu werden.

Kreis Rottweil

Alles Wichtige aus dem Kreis Rottweil.

Zum Whatsapp Kanal
Exponate von David Fuchs in der historischen Sakristei

Exponate von David Fuchs in der historischen Sakristei

SPTMBR

Das Gestaltungskonzept setzt auf eine reduzierte Formensprache. Wandgrafiken verbinden Texte und Bilder mit dem Raum, während Vitrinen und Medienstationen bewusst zurückhaltend gestaltet sind. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist zudem die Barrierearmut der Ausstellung. Ein Ausstellungsführer in Brailleschrift ermöglicht blinden Besuchern einen eigenständigen Zugang zu den Inhalten. Die Ausstellung ist weitgehend barrierefrei zugänglich; lediglich das historische Oratorium bildet aufgrund der baulichen Gegebenheiten eine Ausnahme.

Qualität entscheidet

„Besonders bemerkenswert ist dabei der Maßstab des Wettbewerbs. Auf der einen Seite stehen Projekte internationaler Marken wie BYD und Ausstellungen renommierter Institutionen wie des Musée d’Orsay in Paris. Auf der anderen Seite steht eine kleine historische Ausstellung in Heiligenbronn im Schwarzwald“, heißt es in der Mitteilung.

Historische Figuren neu in Szene gesetzt.

Historische Figuren neu in Szene gesetzt.

SPTMBR

Dass „Eine Quelle, die bewegt“ in diesem internationalen Umfeld mit Silber ausgezeichnet wird, zeige: Herausragende Gestaltung sei keine Frage der Größe, des Budgets oder des Standortes. „Entscheidend sind die Qualität der Idee, die Präzision der Gestaltung und die Konsequenz ihrer Umsetzung.“ Für „fön, design_“ sei die Auszeichnung damit zugleich eine internationale Anerkennung der eigenen Kompetenz in Innenarchitektur, Ausstellungsgestaltung und Szenografie.

Das Projekt wurde im Rahmen des LEADER-Programms durch die Geschäftsstelle Mittlerer Schwarzwald sowie von der Stadt Schramberg gefördert.

Freier Eintritt

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt zugänglich. Der Eingang befindet sich links neben der Kirche. Öffnungszeiten: von 8.30 bis 17.30 Uhr während der Sommerzeit, von 8.30 bis 16.30 Uhr in der Winterzeit.