Anteil an Energieerlös: Schramberg rechnet bei Windpark Falkenhöhe mit 50 000 Euro

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr (Schramberg), Bürgermeister Marc Winzer (Hornberg), Bürgermeister Jürgen Leichtle (Lauterbach) sowie Gailan Tolba und René Vopel (Teckwerke) unterzeichnen gemeinsam die Verträge.
Stadt SchrambergDie drei Kommunen Schramberg, Hornberg und Lauterbach machen laut Mitteilung der Stadt Schramberg einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Energiezukunft und stärken gleichzeitig ihre kommunalen Finanzen.
Im Rahmen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) haben die drei Kommunen einen Vertrag mit der Windpark Falkenhöhe GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der Teckwerke-Gruppe, unterzeichnet. Die Teckwerke Bürgerenergie Genossenschaft ermöglicht als Betreiber den Bürgern die finanzielle Teilhabe an den Erträgen der drei Windkraftanlagen. Aktuell wird eine vierte Anlage gebaut, die nächstes Jahr in Betrieb genommen wird, daher sind erneut Beteiligungen für Bürger möglich.
In den letzten Jahren wurden zwischen 3,6 und vier Prozent ausgeschüttet. „Die Teckwerke Bürgerenergie eG sind stolz, mit gutem Beispiel vorangehen zu können und jetzt auch die Kommunen an den Erträgen der Windkraftanlagen beteiligen zu können“, freut sich Vorstand Felix Denzinger.
0,2 Cent pro Kilowattstunde
Das EEG ermöglicht Betreiber von Windkraftanlagen sowie größeren Photovoltaikanlagen, den betroffenen Kommunen eine finanzielle Teilhabe am erzeugten Strom anzubieten. Diese Entschädigung beträgt 0,2 Cent je erzeugter Kilowattstunde (kWh) regenerativer Energie. Für die drei Anlagen, die im jetzigen Vertrag enthalten sind, rechnen die drei beteiligten Kommunen jährlich mit insgesamt rund 50 000 Euro rechnen.
Zehn EEG-pflichtige Anlagen
Mit dieser Vereinbarung sind Schramberg, Hornberg und Lauterbach eines der ersten kommunalen Bündnisse in der Region, die von der finanziellen Beteiligung an regenerativer Energieproduktion profitieren. Auch für die Anlagen anderer Betreiber, sind solche Verträge geplant. Allein im Einzugsbereich von Schramberg gibt es derzeit zehn EEG-pflichtige Anlagen.