Zeltlager Schopfheim
: Mittelalterliche Reise mit unerwartetem Ende

Ein Magen-Darm-Infekt sorgte für ein frühzeitiges Ende des Zeltlagers auf dem Dachsberg. Zuvor hatten 72 Kinder viel Spaß auf ihrer Zeitreise ins Mittelalter.
Von
red/pm
Schopfheim
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Acht Tage Spiel und Spaß erlebten die teilnehmenden Kinder beim Zeltlager Schopfheim.

Acht Tage Spiel und Spaß erlebten die teilnehmenden Kinder beim Zeltlager Schopfheim.

Caroline Wirth
  • Zeltlager Schopfheim auf dem Dachsberg brach wegen Magen-Darm-Infekt vorzeitig ab.
  • 72 Kinder und 28 Betreuende reisten vom 3. bis 10. August „ins Mittelalter“.
  • Spiele wie Capture the Flag, Nachtspiel und Geländespiel prägten die Woche.
  • Hike für Ältere führte etwa 17 km bis zum Schwimmbad in Albbruck – Erholung folgte.
  • Ab Sonntagabend erkrankten immer mehr Kinder, das Lager endete am Montagvormittag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vom 3. bis 10. August fand das traditionelle Zeltlager Schopfheim auf dem Dachsberg bei Wilfingen statt. 72 Kinder wurden dabei von 28 Betreuern auf eine mittelalterliche Reise geschickt: Gemeinsam galt es, eine entführte Prinzessin aus den Fängen eines Bösewichts zu befreien, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren.

Schon zu Beginn wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Kinder. Beim „Capture the Flag“ wurden die Fahnen der gegnerischen Teams erobert, beim traditionellen Nachtspiel ging es gegen Dämonen.

In diesem Jahr gab es erstmals drei sogenannte Zelteltern pro Zelt, die den Kindern als feste Ansprechpersonen zur Seite standen und jeden Abend bei der „Family Time“ Zeit mit ihnen verbrachten.

Neben dem Programm blieb ausreichend Gelegenheit zum Spielen, Basteln, Bauen im Wald und natürlich zum gemeinsamen Zeitverbringen. Auch die folgenden Tage waren von zahlreichen Aktionen geprägt. Bei einem Geländespiel mussten an verschiedenen Stationen Aufgaben gelöst und Punkte gesammelt werden. In Workshops konnten die Kinder basteln, spielen oder entspannen. Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Aufstellen des Banners, was seit jeher zum Zeltlager dazugehört. Auch das traditionelle Lagerfeuer durfte nicht fehlen – aufgrund der geltenden Vorschriften in diesem Jahr allerdings ohne echtes Feuer und stattdessen mit Lichterketten.

Für viele ältere Kinder war der Mittwoch ein besonderer Höhepunkt: Wer mindestens elf Jahre alt war, konnte sich auf den zweitägigen „Hike“ begeben. Rund 26 Kinder und neun Betreuer machten sich in vier Gruppen auf den Weg und legten etwa 17 Kilometer bis zum Schwimmbad in Albbruck zurück. Währenddessen erwarteten die Kinder auf dem Zeltplatz unter anderem eine Wasserrutsche, Musik und eine Quiznacht. Im Schwimmbad konnten sich die Hiker am nächsten Tag schließlich von der Wanderung erholen.

Für das leibliche Wohl sorgte während des gesamten Lagers ein vierköpfiges Küchenteam. Vier Mahlzeiten täglich, frisches Obst und Gemüse sowie die Versorgung bei Ausflügen und Aktionen stellten sicher, dass die Kinder und Betreuenden gut versorgt waren.

Auch die Nächte blieben spannend: In zwei aufeinanderfolgenden Nächten kam es zu Überfällen auf den Zeltplatz. Während beim ersten Mal ein benachbartes Lager für Aufregung sorgte, versuchte in der folgenden Nacht ein Team aus ehemaligen Leitenden und Kindern, die Bannerflagge zu stehlen. Beide Male konnten die Eindringlinge von den Kindern erfolgreich aufgespürt und gefangen genommen werden. Unterstützt wurden sie dabei von der Nachtwache, die jede Nacht aus Betreuenden und freiwilligen Kindern in drei Schichten über den Zeltplatz wachte.

Am Freitag ging es bei einer Bildersuchwanderung auf die Suche nach der verschwundenen Prinzessin. Dafür bastelten die Kinder zunächst eigene Ferngläser. Am Abend wurde es gemütlich: In einer Scheune auf dem Hof des Platzbesitzers wurde eine Leinwand aufgebaut und gemeinsam der Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ geschaut. Ein weiterer Höhepunkt war der traditionelle Umkehrtag am Samstag. Dabei wurde der gesamte Tagesablauf auf den Kopf gestellt: Der Tag begann mit Lagerfeuer und Abendessen, bevor Workshops und ein Völkerballturnier folgten. Am Abend lief die Uhr wieder richtig und die Kinderdisco unter freiem Himmel sorgte für Musik, Tanz und gute Stimmung.

Der Sonntag begann traditionell mit einem Gottesdienst, den die Kinder mit Liedern, einem Theaterstück und einem Tanz mitgestalteten. Am Nachmittag stand mit „1, 2 oder 3“ noch einmal ein gemeinsames Spiel auf dem Programm. Leider konnte das Zeltlager in diesem Jahr nicht wie geplant bis Mittwoch fortgeführt werden. Bereits am Samstag traten erste Fälle eines Magen-Darm-Infekts auf, der sich im Laufe des Wochenendes weiter ausbreitete und auch Teile des Betreuungsteams betraf. Das Sanitätsteam kümmerte sich rund um die Uhr um die Erkrankten und stimmte sich eng mit den Verantwortlichen und den Eltern ab.

Als am Sonntagabend immer mehr Kinder erkrankten und erste Kinder abgeholt wurden, entschieden die Verantwortlichen schließlich, das Lager aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zu beenden. Der für Montag geplante Schwimmbadbesuch musste daher entfallen. So endete das Zeltlager am Montagvormittag etwas früher als geplant. Trotz des unerwarteten Endes bleibt eine ereignisreiche Woche mit vielen gemeinsamen Erlebnissen, neuen Freundschaften und zahlreichen besonderen Momenten in Erinnerung.