Zahoransky baut Stellen ab
: An den Zahoransky-Standorten Todtnau und Freiburg fallen bis zu 120 Stellen weg

Die Aufträge werden weniger – als Folge müssen Mitarbeiter gehen. Auch der Stammsitz in Todtnau ist betroffen.
Von
Verena Wehrle
Todtnau-Geschwend
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Zahoransky baut weiter Stellen ab - auch am Hauptstandort in Todtnau-Geschwend.

Zahoransky baut weiter Stellen ab - auch am Stammsitz in Todtnau-Geschwend.

Thomas Hansmann
  • Zahoransky baut an den Standorten Todtnau und Freiburg bis zu 120 Stellen ab.
  • Grund ist ein anhaltend schwieriges Marktumfeld – Kosten sollen angepasst werden.
  • Maßnahmen werden mit den Betriebsräten erarbeitet, Ziel ist soziale Verträglichkeit.
  • Der Maschinenbauer ist für Bürstenmaschinen bekannt und auch in Medizintechnik aktiv.
  • Weltweit arbeiten 695 Menschen im Unternehmen, 324 in Todtnau und 143 in Freiburg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zahoransky baut an den Standorten Todtnau und Freiburg bis zu 120 Stellen ab. Dies teilt das Familienunternehmen mit. Wie viele Stellen explizit an den jeweiligen Standorten betroffen sind, sagt der Vorstand auf Nachfrage unserer Redaktion nicht.

Das Schwarzwälder Unternehmen, das bereits 1902 gegründet wurde, ist vor allem für seine Bürstenmaschinen bekannt, ist aber auch in der Medizintechnik tätig. Doch der Maschinenbauer hatte zuletzt stark zu kämpfen. Der angekündigte Stellenabbau im vergangenen Jahr fiel geringer aus als geplant: Statt der angekündigten 50 Stellen, fielen nur 25 Arbeitsplätze weg. Jetzt aber kommt die Kehrtwende.

Deutsche Standorte zukunftsgerichtet aufstellen

„Die Zahoransky AG plant weitere Maßnahmen zur zukunftsgerichteten Aufstellung der Unternehmensgruppe an ihren deutschen Standorten“, schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung. Mit diesem Schritt reagiere das Unternehmen auf die anhaltend herausfordernden Marktbedingungen und verfolgt das Ziel, seine Kostenstruktur an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Damit sollen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der deutschen Standorte gesichert werden.

Die konkrete Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen werde gemeinsam mit den Betriebsräten erarbeitet. Ziel sei es, die notwendigen Anpassungen so sozialverträglich wie möglich umzusetzen, heißt es in der Pressemitteilung.

Das sagt der Vorstand

Die beiden Vorstände Ric Nachtmann (Finanzvorstand) und Dr.-Ing. Heinrich Sielemann (Technischer Leiter) sagen zur aktuellen Situation: „Das anhaltend schwierige nationale und internationale Umfeld macht weitere strukturelle Anpassungen in der Gruppe erforderlich.“ Und weiter: „Als in der Region tief verwurzeltes Unternehmen fällt uns diese Entscheidung nicht leicht. Umso wichtiger ist uns der vertrauensvolle und konstruktive Dialog mit dem Betriebsrat, um die geplanten Maßnahmen möglichst sozialverträglich umzusetzen. Mit der Neuausrichtung schaffen wir die Voraussetzungen, Zahoransky langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen und die Zukunft unserer Standorte nachhaltig zu sichern.“

Nachtmann und Sielemann wurden 2024 zu den neuen Führungskräften des Unternehmens ernannt. Nach fast 40 Jahren in leitender Funktion schied dann der 71-Jährige Ulrich Zahoransky zum 31. Dezember 2025 aus dem Vorstand aus, womit zum ersten Mal nach 123 Jahren kein Familienmitglied mehr im Vorstand vertreten war.

Das Unternehmen beschäftigt aktuell 695 Mitarbeiter weltweit, davon 324 in Todtnau und 143 in Freiburg.

Der Betriebsrat war für unsere Redaktion für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.