Windkraft im Wiesental: Klare Absage für Windpark Lailehöhe

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Schwarzwälder BoteGroße Pläne hatte die Badenova Wärmeplus auf der Lailehöhe.
„Standort geradezu prädestiniert“
Die Voraussetzungen für den Windpark dort seien vielversprechend und die Windanlagen mit Nabenhöhen von 175 Metern seien für die Region geradezu prädestiniert, hatte der Energieversorger bei der Vorstellung des Projekts im März 2024 angekündigt. Bei dem interkommunalen Projekt sollten drei Anlagen auf Todtnauer, zwei auf Wiedner und zwei auf Utzenfelder Gemarkung gebaut werden.
Alle Gemeinderäte lehnten Projekt ab
Im Juni dieses Jahres war dann klar: Im zweiten Anhörungsentwurf des Regionalplans Hochrhein-Bodensee wurden Teilflächen aufgrund unzureichender Klärung auf Projektebene zurückgestellt – besonders davon betroffen war Todtnau. Die drei Gemeinden hätten aber mit einer Positivplanung das Projekt dennoch vorantreiben können.
Nachdem bereits vor den Sommerferien die Gemeinderäte Utzenfeld und Wieden gegen das Projekt gestimmt hatten, hat sich vergangene Woche auch der Todtnauer Gemeinderat ziemlich deutlich gegen eine Positivplanung ausgesprochen: mit 14 Gegen- und vier Ja-Stimmen.
Fronten hatten sich verhärtet
Auch wenn kein Zeitdruck für die Gemeinden bestand, plädierte Todtnaus Bürgermeister Oliver Fiedel im Juni in einem Gespräch mit unserer Redaktion dafür, so schnell wie möglich eine Entscheidung zu treffen: Immerhin würden sich die Fronten immer mehr verhärten. Es hatte sich auch eine „IG Heimat“ gegen die Windkraftanlagen gegründet. „Wir müssen jetzt Klarheit schaffen“, sagte er damals. Er selbst stimmte ebenfalls gegen das Projekt – nicht, weil er generell gegen Windkraft sei, sondern weil er den geringen Abstand zur Wohnbebauung als kritisch ansehe.
Kein Alleingang erwünscht
Was von vorneherein klar war: Keine der drei Gemeinden wollte einen Alleingang; bei unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen hätte man erneut beraten müssen.
