Weideviehmarkt Wies
: Rinderpreise wegen Futterproblem unter Druck

Alle 20 Rinder wechselten beim Weideviehmarkt in Wies ihre Besitzer. Der trockene Sommer machte den Landwirten zu schaffen.
Von
Ines Bode
Kleines Wiesental-Wies
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Wie gewohnt wurde der Weideviehmarkt von einem bunten Begleitprogramm umrankt.

Wie gewohnt wurde der Weideviehmarkt von einem bunten Begleitprogramm umrankt - wie mit dem Auftritt der „Black Forest Line Dancers“.

Ines Bode
  • Weideviehmarkt in Wies: Alle 20 Rinder fanden neue Besitzer, trotz Futterknappheit.
  • Der lange, heiße Sommer führte zu knappem Futter – die Preise stehen unter Druck.
  • Zwei trächtige Kühe aus dem Münstertal wurden nach der Auktion verkauft.
  • Drei Pferde wurden angeliefert, fanden aber kein neues Zuhause.
  • Rahmenprogramm lief trotz Regen: Rettungshunde, Line Dancers und gut besuchte Halle.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit 2018 habe es keine so zahlenmäßig starke Anzahl Rinder beim Weideviehmarkt gegeben wie in diesem Jahr, bilanzierte ein zufriedener Auktionator Rolf Vollmer – alle zwanzig Rinder, darunter Kälber und tragende Kühe, wechselten den Besitzer.

Das Futter ist knapp

18 Rinder seien im Zuge der Auktion weggegangen, und zwei nach der offiziellen Versteigerung, so Vollmer. Bei Letzteren handelte es sich um trächtige Tiere aus dem Münstertal. Eine Kuh werde im Januar kalben, die andere im März. Die Schwierigkeit sei die Futterfrage, erklärt Vollmer, der als Auktionator eine Premiere erlebte. Der lange heiße Sommer führte zu Futterknappheit, und die beiden „werdenden Mütter“ müssen über den Winter versorgt werden. Alle anderen seien wohl ein Fall für den Schlachter. Außerdem seien laut Vollmer drei Pferde angeliefert worden, die jedoch kein neues Zuhause fanden.

Großer Aufwand für Veranstaltung

Wegen des Futterproblems „stehen die Preise unter Druck“, so der frühere Ortsvorsteher. Bisher trat er als Moderator des Programms auf. Als indes der Organisator der Auktion Michael Grether ihn bat, in die Bresche zu springen, ließ er sich nicht lange bitten. Es sei ein großer Aufwand für eine eintägige Veranstaltung. Grether wiederum erlebte im Vorjahr seine Premiere am Mikro des örtlichen Viehhandels. Dritter im Bunde war Christian Vollmer. Kurz vor Weihnachten löste er Vater Rolf in der Ortsverwaltung ab, um rein amtlich seine Premiere am 35. Weideviehmarkt zu meistern.

Christian Vollmer ist es wichtig, den Zusammenhalt der Wieser Dorfgemeinschaft hervorzuheben. Die Helfer, darunter Vereine und Bürger, seien da, wenn man sie brauche: „Das ist bemerkenswert.“ Wohl deshalb sei die Großveranstaltung wie gewohnt reibungslos verlaufen: „Bis aufs Wetter.“ Zu den nassen Kapriolen meint der Ortschef, Landwirte seien wetterfest. Gleichwohl schien der Festplatz am Nachmittag etwas leerer als gewohnt.

Tiere, Fahrzeuge, Handwerker und der Bauernmarkt säumten den Ring, der dem Team mit Rettungshunden eine Plattform für Vorführungen bot. Im weiteren Verlauf wurde der regenfeuchte Boden gar zur Tanzfläche. Den Künsten der „Black Forest Line Dancers“ tat dies aber keinen Abbruch. In der Halle ließen sich die Gäste die besondere Essenauswahl schmecken, um auch der Kaffeestube einen Besuch abzustatten. Bei Doris Kuttler, erste Vorsitzende der Landfrauen, und ihren Damen seien nahezu hundert Kuchen und Torten angeliefert worden.