Weidefest Gersbach: Landwirte präsentieren sich von ihrer besten Seite

Eine Schau ist der Einsatz der 70 Jahre alten, 40 Kilo schweren Zweimannsäge von Martin Pfeiffer aus Lörrach und Gerhard Pfeifer aus dem Kleinen Wiesental.
Gerald Nill- Weidefest in Gersbach lockt am Sonntag Tausende auf das Gelände am Scherentann.
- Leistungsschau der Erzeugergemeinschaft Gersbach/Wiesental mit regionalen Produkten.
- Publikumsmagnet: Vorführung einer 70 Jahre alten Stihl-Zweimannsäge mit 40 Kilo und 8,5 PS.
- Stände mit Lammfellen, Honig, Bienenwachskerzen, Wurstwaren, Holzbrettchen und Kunsthandwerk.
- Rundfahrten mit Unimog zugunsten krebskranker Kinder und Ponykutsche für Besucher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Buntes Treiben herrscht den ganzen Sonntag über auf dem Festgelände auf dem Scherentann, hoch über Gersbach. Blasmusik und ab und zu der Höllenlärm einer historischen Zweimann-Kettensäge aus den 1950er Jahren schallen über das Gelände. Gute Laune, wohin man schaut. Kinder dürfen rutschen oder eine Kuhattrappe melken, sie können Tiere streicheln, Schafe und Hochlandrinder. Die Rinder zeigen, dass das Weidefest vor allem eine Schau der Erzeugergemeinschaft Gersbach/Wiesental ist und nicht zuletzt für die einzigartige Kulturlandschaft im Hochschwarzwald steht.
Breites Angebot der Erzeuger
„Made in Blackforest“ findet sich auf Kissen oder Shirts mit aufgedrucktem Bollenhut oder röhrendem Hirsch. Besucher streicheln das flauschige Lammfell am Stand von Gabi Hurter aus Wieslet. Sie erklärt, dass die Felle je nach Gerbung medizinische Zwecke erfüllen oder einfach der Deko dienen. „Sie sind im Sommer kühl und im Winter kuschelig warm“, wirbt die Wiesleterin. „Es ist schön, wenn das Fell nach der Schlachtung eine weitere Verwendung findet“, erklärt sie.

Gabi Hurter bietet ihre flauschigen Lammfelle auf dem Weidefest Gersbach an.
Gerald NillSeit 15 Jahren verkauft Peter Kessler seine gravierten Ahorn-Holzbrettchen. Auf Wunsch brennt er auch noch den Namen drauf, alles ab 7,50 Euro. Franz Sehringer ist mit seinem Stand aus Müllheim-Feldberg gekommen und bietet Würste von Rind, Ziegen, Lamm aus eigener Herstellung in Dosen oder Weckgläsern. Obst und Obstler liegt in der Auslage, auch wenn die Ernte witterungsbedingt kleiner ausfiel, wie er erzählt. Produkte aus der eigenen Imkerei bieten Sandra Kiefer und ihr Mann an. Bienenwachskerzen mit Tiermotiven oder Honig haben sie im Angebot und berichten, wie sie auf die aggressive asiatische Hornisse reagieren: „Mit großen, starken und gesunden Bienenvölkern.“ Und das Gras am Einflugloch der Insekten etwas höher stehen lassen. Bürsten aus Todtnau, Holzspielzeug aus dem Hotzenwald oder Gelee und Marmelade aus dem Rebland – es gibt in Gersbach fast nichts an regionalen Erzeugnissen, was es nicht gibt. Kunsthandwerk und Schmuck ergänzten das Sortiment.
Rundfahrt auf dem Unimog oder in der Kutsche
Die Unimogfreunde Gaggenau um den stellvertretenden Ortsvorsteher Andreas Falk laden ein zur ehrenamtlichen Rundfahrt und spenden wieder alles dem Förderverein krebskranker Kinder in Freiburg. Eine Rundfahrt in der Ponykutsche hat Familie Zettler aus Gresgen vom Waidfriederhof im Angebot.

Gute Laune beim stellvertretenden Ortsvorsteher und Unimogfreund Andreas Falk, rechts, bei den Rundfahrten für einen guten Zweck.
Gerald NillZwei Männer an der Säge
Und dann werfen Gerhard Pfeifer aus dem Kleinen Wiesental und Martin Pfeiffer aus Lörrach die 70 Jahre alte Stihl-Zweimannsäge an, was eine Schau ist. Sofort strömt das Publikum herbei. 40 Kilo und 8,5 PS „ohne Kettenbremse“ wollen bewältigt sein, um eine Scheibe vom Fichtenstamm abzusägen.
Gerne besichtigten die zahlreichen Landwirte vor Ort auch die nagelneuen ausgestellten Schlepper und Agrarmaschinen gleich gegenüber. Leuchtende Augen beim Probesitzen. Nicht zuletzt ist das Gersbacher Weidefest ein Wiedersehen alter Bekannter, die man ein Jahr nicht gesehen hat, und man stößt mit einem kühlen Getränk auf den gelungenen Tag an, oben am Festplatz Scherentann.