Straßenfest Schönau
: Oberkrainer und WM-Feeling

Die Stadtmusik Schönau lud zum zweitägigen Straßenfest – in diesem Jahr wurde auch gemeinsam Fußball geschaut. Wie der Verein das Fest stemmt.
Von
Ines Bode
Schönau
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Schwarzwälder Bote

„Das Straßenfest der Stadtmusik beginnt genauso wie es endet – nämlich gemütlich“, hieß es zum Auftakt der Veranstaltung seitens der Organisatoren. Die Besucher kommen peu à peu, um auf dieselbe Weise den Heimweg anzutreten – für zusätzlichen Gästestrom sorgte der Fußball-WM-Samstag.Das gemächliche Eintreffen des Publikums verschaffe dem Stab von rund 70 Mitgliedern und Helfern ein wenig Luft bevor es rund gehe, erzählt Andreas Ruch, der zweite Vorsitzende der Stadtmusik Schönau.

Großer Aufwand für Verein

Der Aufbau des zweitägigen Festes am Rathaus ziehe sich ebenfalls über zwei Tage hin. Eine Stunde vor dem Beginn stand alles, das galt auch für den Public Viewing-Bereich vor dem Gymnasium, wo am Samstagabend das Deutschland-Spiel verfolgt wurde. „Wir wissen, was zu tun ist“, so der Vizechef.

Einer der Gründe, dem Traditionshock einen Besuch abzustatten, sei das gute Essen, so Ruch. Pommes mit Wurst oder Steak, das sei ein Renner und gehöre für viele Stammgäste dazu. Wie zum Beweis wandern kurz nach dem Start die ersten Teller über die Theke. Die Festwirtschaft ist noch dünn besiedelt, aber diejenigen, die sich ihren Platz gesichert haben, löschen den Durst oder lassen es sich schmecken. Zum Helferteam gehören auch die Jüngsten. Jede Altersgruppe werde mit den passenden Aufgaben eingebunden. So kommt es, dass ein Bub im Musiala-Fan-Shirt ein Tablett mit zwei Pommes-Portionen durch die Tischreihen balanciert. Ein Mädchenduo aus Künaberg und Schönenberg ist schon ein wenig älter. Carla und Sina sind ebenfalls gern dabei, und werden mit kleinen Diensten beauftragt.

„Wälderwahn“ unterhält

Und während die Besucher wie prophezeit eintrudeln, nimmt die Band „Wälderwahn“ die Bühne ein. Zum Auftakt fegt eine schmissige Polka durch die Lautsprecherboxen. Sie zeigt, wohin die tonale Reise mit dem Wälder-Quartett und ihrer Professionalität gehen wird. Dann kündigt Musiker und Sprecher Rainer Eckert den Song „Musik im Blut“ an. Selbstgeschrieben von Franz Sumberger, „unser Mister Oberkrainer“, ein gebürtiger Niederösterreicher. Die knackigen Töne wirbeln aus dem Akkordeon, und an den Tischen prosten sich die Zuhörer wie einstudiert zu. Das Straßenfest nimmt Fahrt auf.

Heiße Temperaturen

Früher hieß es Zeltfest, erinnert sich Ruch, ab Mitte der 1970er Jahre wurde im Schönauer Zentrum gemeinsam gefestet. 2013 umbenannt in Straßenfest, da die Sache mit dem Zelt zu aufwendig wurde. Aber das Wetter passe, freut sich Ruch. Auch am Sonntag hat es gepasst. Die Speisekarte bot Geschnetzeltes mit allem Drum und Dran als besondere Kost an. Das schmeckte auch bei Schmorbraten-Temperaturen. Der Tag begann mit dem Frühschoppen des Musikvereins Rohmatt. Mit Freude wurden die Kollegen erwartet, denn das Orchester sei „ewig nicht da gewesen“, meint Ruch. Im weiteren Verlauf unterhielten der örtliche Harmonika-Club und der Fanfarenzug. Einen letzten Höhepunkt bildete die Verlosung der Tombola. Zur Erkundigung nach der Verwendung des Festerlöses, und ob größere Ausgaben anstehen, teilte der zweite Vorsitzende mit, dass womöglich bald viele neue Instrumente benötigt werden. Denn nächstes Wochenende steht ein Kinderkonzert an, bei dem auch neue Zöglinge geworben werden sollen.

Die Stadtmusik Schönau veranstaltet am Sonntag, 28. Juni,, erstmals ein Konzert speziell für Nachwuchsmusiker und Kinder, die das noch werden möchten. Von 14.30 bis 17 Uhr dreht sich in der Aula des Gymnasium Schönau alles rund um die Musik - hören, erleben, ausprobieren, machen - ein buntes Programm wartet auf die Teilnehmenden. Damit dieser Nachmittag lange in Erinnerung bleibt, gibt es als besonderes Highlight eine Foto-Box. Auch für das leibliche Wohl während der Veranstaltung ist gesorgt.