Stadtmuseum Schopfheim
: Lob für die Heimat-Ausstellung

Bei seinem Besuch zeigt sich Bernd Schwang aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat begeistert.
Von
red/pm
Schopfheim
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Bild 2: Museumsleiter Dominik Baiker (links) führt durch die Heimatausstellung; v.l.n.r.: Jürgen Fremd (FöSS), Bürgermeister Dirk Harscher, Bernd Schwang, Leiter des Heimat-Referats im BMLEH, Arnd Heuwinkel (Projektkoordinator „Schätze der Dörfer“)

Museumsleiter Dominik Baiker (von links) führt durch die Heimatausstellung:: Jürgen Fremd (FöSS), Bürgermeister Dirk Harscher, Bernd Schwang, Leiter des Heimat-Referats im BMLEH, und Arnd Heuwinkel (Projektkoordinator „Schätze der Dörfer“)

Birgit Althof
  • Bundesbeamter Bernd Schwang besuchte die Mitmachausstellung im Stadtmuseum Schopfheim.
  • Er lobte das Konzept, bei dem Bürger den Heimatbegriff gemeinsam beleuchten.
  • Nachbarorte sind einbezogen – Hausen, Kleines Wiesental, Maulburg und Steinen.
  • Gezeigt werden lokale Themen von Natur über Klima bis Vereinsleben und Stadtgeschichte.
  • Der FöSS plant Folgeprojekte, erste Ideen am 8. Juli in der Mitgliederversammlung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dass im Stadtmuseum Schopfheim derzeit Außergewöhnliches geboten wird, ist offenbar bis in die Verwaltung der Bundesrepublik vorgedrungen: Am Sonntag besuchte Bernd Schwang, Leiter des Heimat-Referats im Bundesministerium für Landwirtschaft Ernährung und Heimat (BMLEH) die Mitmachausstellung „Meine Heimat – mein Ort. Hebels Schopfheim 200 Jahre später“.

„Genial“ fand Bernd Schwang das Ausstellungskonzept des Fördervereins Stadtmuseum Schopfheim (FöSS): Angefangen mit der Idee, dass Bürger sich gemeinsam mit dem Heimatbegriff auseinandersetzen und sich dabei für die Menschen der Umgebung öffnen. Neben Schopfheim sind auch die Nachbargemeinden Hausen, Kleines Wiesental, Maulburg und Steinen eingeladen, mitzumachen. Die vielen unterschiedlichen Vorstellungen ergeben als Ganzes ein vielfältiges Kaleidoskop von „Heimat“. Ein sehr deutsches Wort indes, das sich nicht eins zu eins in andere Sprachen übertragen lasse, so Schwang. Nach einigem Hin und Her habe man sich in seinem Referat schließlich auf die Übersetzung „regional identity“, also „regionale Identität“, geeinigt.

Seit drei Monaten leitet der 50-Jährige das Referat „Heimat“, das nach einer Umstrukturierung 2025 vom Innen- ins Landwirtschaftsministerium mit Sitz in Bonn verlegt wurde. Auf die Schopfheimer Ausstellung kam er über den Projektpartner „Schätze der Dörfer“, ein Förderprogramm für ländliche Kultur, aus deren Mitteln auch die Schopfheimer Schau finanziert wurde.

Im Ausstellungsraum boten sich dem Besucher viele lokale Themen auf einem Raum: Die Nahaufnahme eines Falken, ein Beitrag des Naturfotografen Ralf Bürglin aus Steinen, steht für die enge Verwobenheit von Mensch und Tier im ländlichen Raum. Auf die Gefährdung durch den Klimawandel spielt die Künstlerin Bettina Bohn mit ihrer „Schwarzwalduhr“ an, garniert mit einer verdorrten Jungfichte. Die Leihgaben des Gesangsvereins Fahrnau verweisen auf den Wandel im Schopfheimer Vereinsleben. Städte und Landschaften im Wiesental spiegeln sich in den Werken von Kurt Baumann und Hansjörg Noé sowie der Fotofreunde, während zahlreiche Privatfotos einen Blick auf die Vergangenheit werfen. Bürgermeister Dirk Harscher lobte die Ausstellung und betonte, „dass das Museum stärker in den öffentlichen Fokus gerückt ist und ganz anders wahrgenommen wird als früher“. Harscher ließ es sich nicht nehmen, den Gast aus Bonn durch die Schopfheimer Altstadt zu führen. Den Abschluss des Besuchs bildete ein Gespräch über die Stärkung von Kultur und Miteinander in ländlichen Regionen. Der FöSS plant im kommenden Jahr, die Impulse der Heimat-Ausstellung für Nachfolgeprojekte zu nutzen – auch hier sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mitzumachen. Erste Ideen werden in der Mitgliederversammlung des Vereins am 8. Juli ab 19.30 Uhr im Stadtmuseum Schopfheim erörtert.