Stadtmuseum Schopfheim
: Das reichhaltige kulturelle Erbe darf nicht verloren gehen

Der Verein spricht sich deutlich gegen eine Abwicklung des Museums aus und ist überzeugt, dass die Gebäudeertüchtigung günstiger zu haben ist.
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red/pm
Schopfheim
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Das Stadtmuseum in Schopfheim

Das Stadtmuseum in Schopfheim

MT-Archiv/Max Müller
  • Förderverein lehnt Abwicklung des Stadtmuseums Schopfheim ab und befürwortet Modernisierung.
  • Vorgestelltes Konzept wird begrüßt, dient als erste Grundlage und soll weiter präzisiert werden.
  • Verwaltung verrechnete 2,3 Mio. Euro mit Fördermitteln – verbleiben rund 913.000 Euro.
  • Verein sieht geringere Kosten für Gebäude und Ausstattung, Personalbedarf jedoch nicht senken.
  • Gefordert wird ein transparentes Kostenszenario für Abwicklung und Umnutzung des städtischen Gebäudes.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Nachgang an die öffentliche  Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses am vergangenen Montag äußert sich der Förderverein  Stadtmuseum Schopfheim (FöSS) in einer Stellungnahme zur Diskussion über das  Museum.

Konzept wird begrüßt

Der Förderverein begrüßt, „dass die Verwaltung und Frau Kropp vom Büro Demirag ein Konzept für die Modernisierung des Museums vorgestellt haben. Es bietet beeindruckende Impulse, um das Museum in die Moderne zu führen. Dieses Konzept ist eine erste Diskussionsgrundlage für die Modernisierung des Stadtmuseums.“

In unserer öffentlichen Stellungnahme zur Beschlussvorlage für den Finanz- und Verwaltungsausschuss hat sich der Verein für dieses Konzept ausgesprochen, vorbehaltlich mehrerer Punkte, in denen wir weiteren Planungsbedarf und Einsparmöglichkeiten sehen.

Die seit der Sitzung kursierende Zahl von 2,3 Millionen Euro für den Museumserhalt wurde so nicht genannt, sondern (wie in der Presse dargestellt) von der Verwaltung mit zu erwartenden Fördermitteln verrechnet und so auf rund 913.000 Euro reduziert. Fördermittel sind jedoch grundsätzlich an eine Bestandsgarantie gebunden.

Der Förderverein ist überzeugt, dass für die Gebäudeertüchtigung und die Ausstattung des Museums deutlich geringere Kosten zu erreichen sind. Der im Konzept genannte Personalschlüssel hingegen ist unserer Meinung nach nicht zu unterschreiten. Bei den Stellenanteilen aus den Bereichen Tourismus (0,5) und Kultur (0,2) handelt es sich allerdings um umgeschichtete Anteile bereits bestehender Stellen, um im Museum Personalsynergien zu bündeln.

Grundsätzlich verfügt der FöSS als Verein sachkundiger Bürger über wertvolle Expertise, die auch bei zukünftigen Planungen berücksichtigt werden sollte, heißt es in der Stellungnahme.

Im Finanz- und Verwaltungsausschuss wurde insbesondere kritisiert, dass für das Szenario einer Abwicklung des Stadtmuseums keine verlässlichen Zahlen vorliegen, heißt es. Dies sei richtig. Die Kosten für eine Abwicklung des Museums müssten von der Verwaltung errechnet werden, unter der Prämisse, dass sich die Stadtverwaltung klar für einen Erhalt des Gebäudes in städtischem Besitz ausgesprochen hat.

Was kostet die Abwicklung

Der Verein erwartet die Erarbeitung eines transparenten Kostenszenarios im Falle einer Abwicklung des Museums und einer Umnutzung des Gebäudes in städtischem Besitz. „Welche Kostenfaktoren ergeben sich durch die Abwicklung des Museums und eine Auflösung des Depots?“, fragt der Förderverein.

Eine Entsammlung, die zwingend unter der fachlichen Aufsicht der Museumsleitung stattfinden müsste, würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Begründet ist dies auch durch strenge gesetzliche Vorgaben für den Kulturschutz.

Bei Erhalt des Museums entstünden hingegen Synergien im Kulturbereich, die sich künftig für die Stadt (auch monetär, etwa durch eine höhere Besucherfrequenz im Bereich Tourismus und Einzelhandel). Das Stadtmuseum ist wie manch anderes eine sogenannte freiwillige Aufgabe – die Attraktivität einer Stadt ist jedoch für die Wohlfühlsituation der Bürger entscheidend.

„Gegen eine Abwicklung des Museums steht für Schopfheim der Verlust seines reichhaltigen kulturellen Erbes und eine Zukunft ohne Vergangenheit für zukünftige Generationen. Dieser Verlust wäre unwiederbringlich“, heißt es in der Stellungnahme abschließend.