Schönauer Schüler bringen sich ein: Jugend stellt Forderungen an die Politik

Die Forderungen der Jugendlichen kommen bei den Entscheidern an – und zwar bei der Landesjugendkonferenz.
Kultusministerium Baden-WürttembergIhre Sorgen vortragen, Standpunkte formulieren und ihre Meinung sagen – all das können Jugendliche bei den 150 Jugendkonferenzen im Land Baden-Württemberg. Eine von ihnen findet am Donnerstag im Gymnasium Schönau statt. Lehrerin Jacqueline Jörg erläutert im Gespräch mit unserer Redaktion, um was es dabei geht.
Die Jugendkonferenzen wurden vom Kultusministerium unter dem Motto „Deine Stimme zählt“ ins Leben gerufen.
Die Schüler müssten den Tag selbst organisieren, erzählt Jörg. Drei der Schönauer Gymnasiasten haben dazu extra eine Schulung besucht und dabei „den Fahrplan des Landes“ erhalten. An Gruppentischen sollen sich die Schüler dann am Donnerstag zu verschiedenen Themen austauschen.
Schule hat sich beworben
Das Schönauer Gymnasium hat sich selbst für die Konferenz beworben und zudem auch die Gemeinschaftsschule eingeladen. 45 Gymnasiasten und 25 Gemeinschaftsschüler werden am Donnerstag dabei sein und sich über Themen wie Jugendbildung, Digitalisierung und KI, Wirtschaft, Schule, Sicherheit sowie Politik und Demokratie ihre Meinung bilden. „Wir haben schon einmal mitgemacht und fanden das Konzept toll, dass sich die Schulen, aber auch die Schüler, untereinander austauschen können“, sagt Jörg. Die Lehrerin freut sich, dass die Schüler dabei gezielt Forderungen an die Politik stellen können und gehört werden. „Sie können ihre Ideen eine Ebene höher tragen – das ist ein super Medium, um die Demokratiebildung der Schüler zu fördern“, freut sich die Lehrerin.
Die Ideen kommen an
„Die Politiker bekommen dann mit, was die Jugendlichen bewegt.“ Und tatsächlich kämen diese Forderungen auch an, betont die Lehrerin. Denn: Die Ergebnisse der Jugendkonferenzen werden gebündelt und im Nachgang der jeweiligen Schulleitung wie auch dem Kultusministerium zur Verfügung gestellt. Zudem haben einige der teilnehmenden Jugendlichen jeder Konferenz zum Ende des Schuljahres als Delegierte die Chance, die Ergebnisse persönlich den für Jugend zuständigen Landesministern vorzutragen.

Auf der Landesjugendkonferenz kommen Jugendliche zusammen und können den Landesministern sagen, was sie bewegt.
Foto: Kultusministerium Baden-WürttembergAuf der jährlichen Landesjugendkonferenz werden Landesminister und weitere Entscheider und Politiker dann genau zuhören, was die Jugendlichen im Land bewegt. „Es verpufft nicht und kommt bei den Politikern an, die dann auch versuchen werden, die Ideen umzusetzen“, freut sich Jörg.
