Personalprobleme im Ordnungsamt
: Schopfheimer „Kalter Markt“ steht auf der Kippe

Die Schopfheimer Traditionsveranstaltung „Kalter Markt“ steht auf der Kippe. Grund sind Personalprobleme bei der Organisation.
Von
Anja Bertsch
Schopfheim
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Nützliches, Nettes, Leckeres: Eine breite Palette an Angeboten finden Besucher Jahr für Jahr auf dem Kalten Markt in Schopfheim.

Nützliches, Nettes, Leckeres: Eine breite Palette an Angeboten finden Besucher Jahr für Jahr auf dem Kalten Markt in Schopfheim.

Anja Bertsch
  • Der Kalte Markt in Schopfheim ist dieses Jahr ungewiss – Grund sind Personalprobleme.
  • Im Ordnungsamt fehlen Kräfte wegen Langzeiterkrankungen und eines kurzfristigen Ausfalls.
  • Rathaus prüfte interne Umverteilung, doch ohne Einarbeitung ist Aushelfen nicht möglich.
  • Plan: Ein externer Organisator soll die Veranstaltung übernehmen, Anfragen laufen.
  • Bewerbungen sind bis Donnerstag, 15. Oktober, möglich, danach fällt zeitnah eine Entscheidung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erster Dienstag und Mittwoch im Dezember, Treffpunkt „Chalte Märt“:  Für jeden Schopfheimer ein feststehender Termin, an dem es nichts zu rütteln gibt – eigentlich. Tatsächlich aber ist derzeit ungewiss, ob die Traditionsveranstaltung in diesem Jahr stattfinden kann, bestätigt  Bürgermeister Dirk Harscher gegenüber unserer Redaktion.

Personalnot im Amt

Zur Begründung führt er akute Personalschwierigkeiten im Schopfheimer Ordnungsamt ins Feld:  Unter anderem wegen Langzeiterkrankungen sei die Personalsituation dort seit Längerem bereits auf Kante genäht; ein kurzfristiger Ausfall habe die Situation nun nochmals verschärft. „Stand heute kann die Ordnungsbehörde diese Großveranstaltung nicht stemmen.“

In der vergangenen Woche habe man in großer Runde rathaus-intern abgestimmt, ob die Organisation kurzfristig auf weitere Schultern in anderen Fachgruppen verteilt werden könnte – ohne Erfolg: Ganz ohne Vorkenntnisse sei ein Aushelfen nicht möglich, fürs Einarbeiten wiederum bräuchte es Kapazitäten, die die Ordnungsbehörde derzeit ja gerade nicht habe – „eine schwierige Situation“, fasst Harscher zusammen.

Externer Organisator gesucht

Plan C ist nun, einen externen Veranstalter aufzutun, der die Organisation des Kalten Markts übernimmt. Entsprechende Anfragen seien gestellt, jetzt warte man auf Rückmeldung, berichtet Harscher zum Stand der Dinge. Dabei freilich drängt die Zeit: Bis Donnerstag, 15. Oktober, können sich Anbieter bewerben – anschließend bleibt der Stadt gerade eine Woche Zeit für eine Zu- oder Absage. „Wir sind gegenüber den Marktbeschickern an Fristen gebunden“,  erklärt Harscher, und im Falle einer kurzfristigen Doch-noch-Absage auch haftbar.

„Unser großes Ziel ist es, den Kalten Markt durchzuführen“, betont Harscher mit Blick auf die  Traditionsveranstaltung mit ihrer über 500-jährigen Geschichte. Dafür aber müssten die Dinge solide aufgegleist sein. „Ich will auf keinen Fall einen Kalten Markt, bei dem das Risiko besteht, dass wir kurz vor knapp erkennen müssen, dass es doch nicht funktioniert und kurzfristig absagen müssen.“