Openair im Kleinen Wiesental: Hardrock und Herzblut seit 15 Jahren

Besondere Location mitten im Wald: das Festivalgelände des Datscha-Rockhouse
zVg/Alice MalherbeVon Location und Größe her lauschig und beschaulich, vom Sound her hart und handgemacht: Mit dieser Mischung geht das Datscha-Rockhouse nun ins 15. Jahr. Ein Interview mit Stefan Wenning vom Orga-Team.
Rückblick: Wie ist das Datscha-Openair entstanden?
Das Datscha-Rockhouse war und ist ein privater Treffpunkt für Liebhaber von Rockmusik. Für eine Geburtstagsfeier entstand die Idee, eine Live-Band zu präsentieren. Da alle Anwesenden Gefallen daran fanden, wurde das Ganze immer weiter ausgebaut.
Was ist die Grundidee, an der Ihr Euch orientiert?
Musikalisch liegt der Schwerpunkt auf Rock, Hard-Rock. Die Bands kommen aus ganz Europa zu uns. Leider kam wegen Corona der Auftritt einer australischen Band nicht zustande. Wir versuchen aber auch immer gerne, einer lokalen Band einen Auftritt zu ermöglichen. In diesem Jahr wird das Roadhouse aus dem Wiesental sein. Das Event findet immer am ersten Juli-Wochenende am Freitag und Samstag statt.
Was hat sich seit den Anfängen verändert – und was ist geblieben?
Ursprünglich hatten wir nur Publikum aus der Umgebung. Durch die Fans der Bands kamen Gäste von weiter her hinzu. Mittlerweile haben wir Besucher aus ganz Europa – schwerpunktmäßig kommen unserer Gäste aber aus Süddeutschland und der Schweiz. Etliche Stammgäste besuchen uns seit vielen Jahren. Auch beim Programm haben wir aufgestockt: Anfangs war das einfach ein Abends mit zwei, drei Bands, inzwischen sind wir bei zwei Abenden mit bis zu vier Bands. In diesem Jahr gibt es wegen unserem kleinen Jubiläum den Donnerstag noch dazu.
Was ist denn das Besondere an Eurem Festival?
Aus Sicht der Besucher: Die Location, die einmalige Nähe zu den Bands, das Gefühl, dass extrem viel Herzblut drin steckt. Aus Sicht der Bands: ganz klar das Catering. Wir tun alles dafür, dass sich die Bands bei uns wohlfühlen. Und natürlich die gemütliche Atmosphäre.
Habt ihr Euch über die Jahre hinweg professionalisiert – oder ist immer noch das meiste „handgemacht“?
Nach jeder Veranstaltung haben wir uns Gedanken gemacht, welche Punkte wir verbessern können. Das haben wir konsequent umgesetzt. Die Gründung eines Vereins gehört da sicher dazu. Wir setzen fast alles selbst in die Tat um. Dass wir dazu auf ein Team von etwa 25 Personen zurückgreifen können, hilft enorm bei der Umsetzung. Jeder weiß, was er zu tun hat und wo angepackt werden muss. Die Location mitten im Wald ist dabei mit Sicherheit die größte Herausforderung. Es gibt weder Strom noch Wasser und auch keine direkte Zufahrt zur Bühne. Da ist viel Handarbeit gefragt. Über die Jahre hat sich das Logistisch aber sehr gut eingespielt. Trotzdem bleibt der Aufwand immens: Mit dem Aufbau starten wir in der Regel vier Wochen vor dem Festival.
Wer ist für das Line-up verantwortlich?
Die Auswahl der Bands läuft im Grunde permanent: Wir besuchen selbst viele Festivals und sehen dort immer wieder Bands, die wir dann direkt ansprechen. Mittlerweile gibt es sehr enge Kontakte zu anderen Veranstaltern und wir pflegen einen guten Austausch. Inzwischen erreichen uns über 50 Bandanfragen pro Jahr.
Stand das Festival mal auf der Kippe, oder war immer klar, dass es eine nächste Auflage geben wird?
Sicher gibt es Höhen und Tiefen und Meinungsverschiedenheiten. Und auch wenn wir uns nach dem Wochenende ein paar Tage nicht mehr sehen wollen – die Fortsetzung ist noch nie in Frage gestellt worden. Wir wissen aber auch, dass alles irgendwann mal ein Ende hat. Auch weil wird beobachten, dass das Angebot an derartigen Veranstaltungen sehr stark zugenommen hat. Da wird das ein oder andere Event zukünftig auf der Strecke bleiben. Jetzt freuen wir uns aber erstmal auf unser kleines Jubiläum.
Datscha Rockhouse 2025
Wann?
Donnerstag bis Samstag, 3.-5. Juli
Wo?
Im Äckerle, zwischen Wieslet und Eichholz
Line-up:
Donnerstag: Roadhouse (ab 20.30 Uhr); Freitag: Sweet Electric, The Dirty Denims, Junkyard Drive, Snakebite; Samstag: Silence Lost, The Hot Damn, V.e.r.s.u.s., Iron Savior
Tickets & Vorverkauf:
Ein-Tages-Ticket 35 Euro, Zwei-Tages-Ticket 60 Euro; Donnerstag Eintritt frei; Vorverkauf unter https://eventfrog.de/de/p/gruppen/datscha-open-air-2025-7269401063844713780.html
Weitere Infos:
https://www.datscha-rockhouse.de/