Neues vom Juz Schönau: Neuer Sozialarbeiter im Jugendzentrum in Schönau

Zeigt am Boxsack die richtige Technik: der neue Jugendsozialarbeit Mandes Lohse.
Ulrike JägerDer 32-jährige Mandes Lohse ist seit 1. Juli als Jugendsozialarbeiter im Schönauer Jugendzentrum (Juz) tätig. Nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann sattelte er um und machte eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher. Seine Kindheit verbrachte er in Steinen, nun wohnt er in Schopfheim. Er freue sich auf die neuen Aufgaben, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung.
Hauptamtsleiter Dirk Pfeffer als Vertreter des Gemeindeverwaltungsverbandes und Ansprechpartner in Sachen Juz informierte am Mittwoch im Schönauer Rathaus über die Ausschreibung der Stelle.
Zusammen mit Todtnau und Zell habe man sich für die Stiftung „Timeout“ entschieden, auch Caritas und Diakonie seien zuvor im Gespräch gewesen, so Pfeffer. Für ihn sei Konstanz wichtig, das Jugendzentrum solle nicht geschlossen sein. Als Überbrückung hätten Ehrenamtliche die Betreuung der Jugendlichen übernommen, und er dankte Manuela Lindenthal, hauptamtlich Sekretärin in der Buchenbrandschule, die weiterhin dem neuen Jugendsozialarbeiter ehrenamtlich zur Seite stehen wird.
Da in Todtnau noch nach neuen Räumlichkeiten für ein Jugendzentrum gesucht würde, und in Zell noch kein Bedarf bestehe, würde die Arbeit zunächst in Schönau stattfinden, so Pfeffer.
An den beiden Standorten Schönau und Todtnau soll später jeweils eine Fachkraft mit einem Stellenumfang von 60 Prozent eingesetzt werden, die sich gegenseitig auch vertreten können. Im Schnitt kämen 20 Jugendliche, alle Altersgruppen zwischen zehn und 16 Jahren seien vertreten, erklärt Mandes Lohse. Sie hätten sich bereits gegenseitig akklimatisiert und mit Fragespielen am Anfang versucht, die Prioritäten herauszufinden.
Eigeninitiative ist gewollt
Es sei sehr gut angelaufen, und er habe noch viele Ideen, sagt er, eine sympathische Gelassenheit ausstrahlend. So soll es kostengünstige Sandwiches geben, die die Jugendlichen selbst herstellen können. Ein „Sandwich-Maker“ sei bereits angeschafft, auch gibt es einen Soda-Stream, um kostengünstig Mineralwasser herzustellen. Gemeinsames und interkulturelles Backen und Kochen in der perfekt ausgestatteten Küche sei ebenso geplant, wie Malen und Musizieren. Besonders gefreut habe es ihn, als kürzlich eine Jugendliche Initiative gezeigt und Pfannkuchen für alle gemacht habe.
Eigeninitiative sei gewollt, er möchte, dass die Jugendlichen mitgestalten und sich so in den Alltag einfinden.
Kaum Interesse an der Playstation
Im Schönauer Juz gibt es ein großes Inventar an Brett- und Kartenspielen, ein Billardtisch steht ebenso im Rathauskeller wie ein Tischkicker. Am Boxsack zeigt Lohse den Jugendlichen die richtige Technik, beim Dart müsse er noch ein bisschen üben, gibt er lächelnd zu. Dass die zur Verfügung stehende Playstation kaum auf Interesse stößt, freue ihn, denn es gebe auch altersgerechte, „harmlose“ Spiele.
Juz freut sich über Zuwendungen
Stefanie Föhrenbach, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen im Schönauer Rathaus, regte eine Zusammenarbeit mit Vereinen an, auch würde sie sich freuen, wenn sich das Juz beim Weihnachtsmarkt einbringen würde. Auch wenn die timeout-Stiftung finanzielle Unterstützung für zum Beispiel die Einkäufe von Lebensmitteln bietet, freut sich das Juz über Zuwendungen.